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Matthias Ebner von der Bayernwerk Netz muss vor dem Bau einer neuen Stromleitung wissen, wo auf der Trasse zum Beispiel der Feldhamster zu finden ist.
Matthias Ebner von der Bayernwerk Netz muss vor dem Bau einer neuen Stromleitung wissen, wo auf der Trasse zum Beispiel der Feldhamster zu finden ist.

Pressemitteilung -

Kartierungen sollen den Feldhamster schützen

Würzburg/Bergtheim/Rottendorf. Die Bayernwerk Netz GmbH plant den Ersatzneubau zweier bestehender 110-Kilovolt-Stromleitungen zwischen dem Umspannwerk Dürrbachau in Würzburg und den Umspannwerken Schweinfurt und Rottendorf. Um Schutzmaßnahmen für den Feldhamster festzulegen, erfassen Umweltplaner ab April dessen Vorkommen. Die Kartierungsarbeiten finden im Umfeld der bestehenden Hochspannungsleitungen zwischen der Dürrbachau in Würzburg und Bergtheim sowie Rottendorf statt. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen anschließend in ein Umweltgutachten ein.

In der Region um Würzburg steigt der Strombedarf in Privathaushalten, Gewerbe und Industrie. Die Bayernwerk Netz verstärkt daher die Bestandsleitungen zwischen der Würzburger Dürrbachau und Schweinfurt sowie zwischen der Dürrbachau und Rottendorf. Das Gebiet ist als bedeutender Rückzugsort des Feldhamsters bekannt, der akut vom Aussterben bedroht ist. Um die Tiere während der späteren Bauarbeiten zu schützen, dokumentiert die Bayernwerk Netz ab April bestehende Vorkommen.

Die Kartierer gehen nebeneinander weiträumig Ackerflächen im Umfeld der Trasse ab und dokumentieren Lebensräume sowie mögliche Rückzugsorte der stark geschützten Tierart. Zwischen Bergtheim und Würzburg-Versbach betreten sie Grundstücke sowie landwirtschaftliche Wege, suchen gezielt nach Spuren des Feldhamsters und erfassen Hamsterbaue. „Auf Basis der erhobenen Daten entwickeln wir Maßnahmen, um den Schutz des Feldhamsters sicherzustellen und mögliche Beeinträchtigungen durch das Bauvorhaben zu minimieren“, erläutert Tobias Schneider, Genehmigungsmanager der Bayernwerk Netz.

Naturschutz und Infrastruktur in Einklang bringen

Die Bayernwerk Netz erfasst bei jedem Bauprojekt bedrohte Tierarten im Leitungsumfeld und erstellt entsprechende Schutzkonzepte. Ein Beispiel sind sogenannte Vergrämungsmaßnahmen, bei denen der Bereich der späteren Baustelle für die Tiere unattraktiv gemacht wird. Mit Ausgleichsflächen wird gleichzeitig ein alternativer Lebensraum geschaffen. Neben dem Feldhamster profitieren auch bodenbrütende Vögel, wie die Feldlerche oder das Rebhuhn von den Ausgleichsmaßnahmen. Die Tiere suchen sich einen alternativen Brutplatz, der sich in sicherer Entfernung zur Baustelle befindet. „Wir investieren in eine nachhaltige Entwicklung der Region und berücksichtigen dabei den Schutz wertvoller Lebensräume wie die des Feldhamsters“, betont Tobias Schneider. „In diesem Projekt sind uns bereits Vorkommen südlich von Bergtheim und nördlich von Würzburg-Versbach bekannt. Die Gemeinden Unterpleichfeld und Estenfeld werden wir genauer unter die Lupe nehmen.“

Für die Kartierungen von Flora und Fauna entlang der Freileitungen beauftragt die Bayernwerk Netz die Fachfirma Planungsgesellschaft Natur und Umwelt mbH (PGNU). Aktuell plant die Bayernwerk Netz mit dem Baubeginn des Ersatzneubaus im Jahr 2026 und der Inbetriebnahme im Jahr 2028.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In den Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 75 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 550.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Kontakt

Christian Martens

Christian Martens

Pressekontakt Pressesprecher Bayernwerk Netz GmbH Netze Strom & Gas / Genehmigungsmanagement / Aktuelles Büro +49 921-285-2084 ---- Mobil +49 151-40 23 96 99
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