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Bei der Bürgerinfoveranstaltung (v.li.): Projektleiterin Christina Albrecht (Bayernwerk Netz GmbH), der amtierende Bürgermeister Josef Friedberger und seine Nachfolgerin Bettina Huber, Energieberater Josef Fritsch und Kommunalbetreuer Armin Krause.

Pressemitteilung -

Wärmeplanung für Buchhofen schafft Klarheit und Transparenz

Buchhofen. Die Gemeinde Buchhofen (Lkr. Deggendorf) hat die Erstellung ihrer Kommunalen Wärmeplanung erfolgreich abgeschlossen. „Damit verfügt sie über eine klare Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Wärmeversorgung“, sagt Projektleiterin Christina Albrecht von der Bayernwerk Netz GmbH. Sie stellte die Ergebnisse bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in der Kulturwirtschaft Ottmaring vor. Josef Fritsch, Energieberater und Bezirkskaminkehrermeister, gab dabei Anregungen für die nächsten Schritte.

Begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeister Josef Friedberger, der gemeinsam mit seiner künftigen Nachfolgerin Bettina Huber an der Veranstaltung teilnahm. Auch Armin Krause, Kommunalbetreuer der Bayernwerk Netz GmbH, war vor Ort.

Die Wärmeplanung zeigt deutlich, dass in Buchhofen kein wirtschaftlich tragfähiges Gebiet für den Aufbau eines großflächigen Wärmenetzes vorhanden ist. Die Auswertungen der Gebäudestrukturen, der Wärmebedarfe und der potenziellen Energiequellen haben ergeben, dass die Siedlungsbereiche der Gemeinde zu locker bebaut sind, um die für ein Netz notwendige Wärmebelegungsdichte zu erreichen. Zudem fehlen sogenannte Ankerkunden mit großem Verbrauch sowie Abwärmequellen und industrielle Strukturen. „Das sind Faktoren, die typischerweise eine zentrale Versorgung mit einem Wärmenetz begünstigen. Die haben wir in Buchhofen aber nicht“, so Christina Albrecht. Damit sei klar: „Die wirtschaftlich beste und für die Bürgerinnen und Bürger sinnvollste Lösung ist die individuelle, dezentrale Wärmeversorgung.“

Jede Immobilie muss einzeln betrachtet werden

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen neben den Analyseergebnissen auch konkrete Hinweise für Haus- und Grundstückseigentümer. Energieberater Josef Fritsch erläuterte, worauf es bei der Auswahl einer neuen Heiztechnik ankommt. Jede Immobilie müsse einzeln betrachtet werden – von der Gebäudehülle über die vorhandene Heiztechnik bis hin zum persönlichen Nutzungsverhalten. Für viele Haushalte bieten sich moderne Wärmepumpenlösungen, Biomasseheizungen oder hybride Systeme an. Fritsch betonte, dass neben den wirtschaftlichen Aspekten auch die persönliche Überzeugung eine wichtige Rolle spiele. „Am Ende muss nicht nur die Technik passen“, so Fritsch, „sondern auch das Gefühl. Denn eine Heizungsanlage begleitet einen über viele Jahre.“

Transparenz und Klarheit geschaffen

Projektleiterin Albrecht hob hervor, dass die Kommunale Wärmeplanung nicht vorgibt, welche Heizung ein Bürger künftig einsetzen muss. Vielmehr liefert sie Orientierung darüber, welche Technologien im Gemeindegebiet sinnvoll sind und welche Rahmenbedingungen voraussichtlich bestehen. Für Buchhofen bedeutet das: Alle Ortsteile werden langfristig auf individuelle Lösungen setzen müssen; die Bürgerinnen und Bürger erhalten Planungssicherheit für ihre eigenen Investitionsentscheidungen.

Bürgermeister Friedberger dankte allen Beteiligten im Wärmeplanungsprozess und betonte die Bedeutung der Ergebnisse für die künftige Entwicklung der Gemeinde. Seine Nachfolgerin Huber unterstrich, dass die Transparenz und Klarheit der Wärmeplanung den Menschen vor Ort helfe, fundierte und verlässliche Entscheidungen für ihre persönliche Energiewende zu treffen.

Mit dem Abschluss der Kommunalen Wärmeplanung verfügt Buchhofen nun über einen strategischen Leitfaden, der kommunale Entscheidungen ebenso unterstützt wie private Investitionen in moderne und klimafreundliche Heizsysteme.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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