Direkt zum Inhalt springen
Bewährte Technik im Einsatz: Mittels Sämaschine aus den 1980er Jahren wird der grobe Wiesendrusch zuverlässig ausgebracht. In Kirchenlamitz wertet die Bayernwerk Netz eine Trasse ökologisch auf.

Pressemitteilung

Heimische Kräuter und Gräser für mehr Artenreichtum

Kirchenlamitz. Die Bayernwerk Netz GmbH wertet bei Kirchenlamitz im Landkreis Wunsiedel eine Trasse ökologisch auf. In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Kulturlandstiftung und der Maschinenring Hochfranken GmbH kommt dabei ein besonderes Konzept zum Einsatz: Die Ansaat von regional gewonnenem Wiesendrusch soll den Artenreichtum der Fläche fördern.

Mehrere Dutzend heimische Gräser und Kräuter sind in dem Wiesendruschsaatgut enthalten, den ein Bio-Landwirt aus dem Frankenwald auf seinen Spenderflächen mit einem Mähdrescher geerntet hat. Dieses wertvolle, gebietsheimische Samenmaterial wurde auf einem rund 0,8 Hektar großen Trassenabschnitt ausgebracht, um den regionalen Artenreichtum zu fördern. „Von der langfristigen Entwicklung qualitativ hochwertiger Wiesen profitiert unsere heimische Biodiversität wie zum Beispiel eine Vielzahl von Insektenarten. Notwendige Eingriffe beim Netzausbau kompensieren wir im Einklang mit der Natur und stellen dafür eine langfristige Betreuung sicher“, erklärt Projektleiterin Dr. Jana Ernst. Dafür arbeitet die Bayernwerk Netz GmbH mit starken Partnern auf Landes- und regionaler Ebene zusammen.

Innovativer Ansatz für artenreiche Wiesen

Zuvor wurde die starke Verbuschung auf dem Trassenabschnitt mit einem Forstmulcher entfernt. Im Frühjahr brachte ein Unternehmer im Auftrag der Maschinenring Hochfranken GmbH den Wiesendrusch aus. Maschinenring-Geschäftsführer Reinhard Rasp erklärt: „Das grobe Saatgut stellt besondere Anforderungen an die Technik: Moderne Sämaschinen sind für die Aussaat ungeeignet. Daher kommt eine Sämaschine aus den 1980er Jahren mit größerem Auslass zum Einsatz.“ Um die Ausbringung zu verbessern, wurde der Wiesendrusch mit Maisschrot vermischt und durch Leindottersaat ergänzt. Letztere dient als sogenannter Bodendecker und reduziert das Aufkommen unerwünschter Pflanzen. Damit sich die Fläche optimal entwickeln kann, wird sie künftig regelmäßig gemäht und das Mahdgut abtransportiert, ebenfalls in Zusammenarbeit mit örtlichen Landwirten.

Maßgeschneiderte Maßnahmen für langfristige Wirkung

Durch die ökologische Aufwertung sammelt die Bayernwerk Netz sogenannte Ökopunkte für künftige Eingriffe in Natur und Landschaft, etwa für den Bau von Stromleitungen oder für Instandhaltungsmaßnahmen. Die Planung und Koordination übernimmt die Bayerische Kulturlandstiftung. Zusätzlich zur Wiesenfläche werden gemeinsam mit der örtlichen Forstbehörde und der Waldbesitzer-Dienstleistungs-GmbH Hochfranken entlang der Trasse auf 4,6 Hektar ehemalige Fichtenbestände in klimastabile Mischwälder umgebaut. Bereits 2024 wurden 735 junge Bäume gepflanzt. Insgesamt sollen bis 2037 rund 8.290 Bäume folgen. Arten wie Rotbuche, Traubeneiche und Weißtanne schaffen künftig strukturreiche Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Seit diesem Frühjahr informieren zudem zwei Tafeln am angrenzenden Wanderweg über die Hintergründe der Maßnahmen.

Flächen gesucht

Um Ökokonten aufzubauen ist die Bayernwerk Netz stetig auf der Suche nach weiteren Flächen. Planung und Umsetzung der Maßnahmen erfolgen immer gemeinsam mit den Akteuren vor Ort. Interessierte Eigentümer können sich melden unter: Projektleitung des Kompensationsmanagements, Dr. Jana Ernst, Telefon 0921 –2851229 oder E-Mail an jana.ernst@bayernwerk.de

Links

Themen

Kategorien

Regionen


Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Kontakt

  • Ökokonto Raumetengrün_ (5).JPG
    Lizenz:
    Nutzung in Medien
    Dateiformat:
    .jpg
    Copyright:
    Bayernwerk
    Dateigröße:
    3000 x 2000, 2,35 MB
    Download
  • Ökokonto Raumetengrün_ (4).JPG
    Lizenz:
    Nutzung in Medien
    Dateiformat:
    .jpg
    Copyright:
    Bayernwerk
    Dateigröße:
    3000 x 2000, 2,73 MB
    Download
  • Ökokonto Raumetengrün_ (3).JPG
    Lizenz:
    Nutzung in Medien
    Dateiformat:
    .jpg
    Copyright:
    Bayernwerk
    Dateigröße:
    3000 x 2000, 3,05 MB
    Download
  • Ökokonto Raumetengrün_ (2).JPG
    Lizenz:
    Nutzung in Medien
    Dateiformat:
    .jpg
    Copyright:
    Bayernwerk
    Dateigröße:
    3000 x 2000, 3,83 MB
    Download

Zugehörige Meldungen

  • Schritt für Schritt zum klimastabilen Zukunftswald

    Im Auftrag der Bayernwerk Netz GmbH entsteht in Kirchenlamitz im Landkreis Wunsiedel ein klimastabiler Zukunftswald. Gemeinsam mit der Bayerischen Kulturlandstiftung und lokalen Partnern lässt der Energienetzbetreiber einen strukturarmen Fichtenforst umbauen, um Ökopunkte für Netzbauprojekte im Hochspannungsbereich zu sammeln. In den kommenden Jahren sollen 8.290 Bäume gepflanzt werden.