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Presseinformation: „Jugend forscht“ im Zeichen des Bieres - Portrait-Reihe zu ehemaligen Jugend forscht-Siegern aus Bayern

Pressemitteilung   •   Mär 25, 2015 12:26 CET

Startschuss für den „Jugend forscht“-Landeswettbewerb Bayern 2015. Wettbewerbsleiterin Dr. Monika Christl hat den diesjährigen Wettbewerb eröffnet. Ab Mittwoch, 25. März, präsentieren 89 Jungforscher aus Bayern ihre insgesamt 56 Projekte. Jugend forscht hat sich zum größten europäischen Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaft und Technik entwickelt. Zum diesjährigen Jubiläum hat die Bayernwerk AG als Patenunternehmen und Ausrichter des Landesentscheids ehemalige Gewinner des Bayern-Wettbewerbs getroffen. So auch Lukas Kerner aus Zandt in der Oberpfalz.


Zandt (Lkr. Cham)/Freising
. Im Jahr 2010 hat Lukas Kerner aus Zandt in der Oberpfalz mit dem Projekt „Kräuter- und Gewürzbiere“ nach dem ersten Platz beim Landeswettbewerb Bayern im Bundesentscheid den Biotechnologiepreis des Fonds der Chemischen Industrie e. V. in der Kategorie Chemie gewonnen. Heute studiert er Brauwesen und Getränketechnologie an der Technischen Universität München. Außerdem arbeitet der begeisterte Brauer als Werkstudent im Krones-Werk Steinecker in der Engineering-Abteilung. Er sagt: „Mein Ziel ist es, das perfekte Bier zu entwickeln und ‚Jugend forscht‘ war der erste Schritt auf dem Weg dahin.“

Auf das Thema Bier und Bierbrauen ist der Oberpfälzer Lukas Kerner schon in seiner Schulzeit am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium in Cham gestoßen. „Ich hatte eigentlich immer relativ wenig mit Bier zu tun, weil ich Leistungssport gemacht habe. Aber mein Chemielehrer hat mir dann das Thema Kräuter- und Gewürzbiere als Facharbeitsthema vorgeschlagen. So kam eins zum anderen.“ Mit viel Herzblut ging der Chamer Gymnasiast das Projekt an, damals noch ohne die Ambition, an „Jugend forscht“ teilzunehmen. Er konstruierte selbst eine kleine Brauanlage. An der testete er verschiedene Zusammensetzungen von Bieren mit Kräutern und Gewürzen und untersuchte sie anschließend chemisch. Dann brachte ihn sein Lehrer Dr. Hubert Balk auf die Idee, an „Jugend forscht“ teilzunehmen. „Die Teilnahme an ‚Jugend forscht‘ war erst einmal ein Schuss ins Blaue. Ich hatte keine Ahnung, was mich da erwartet“, erinnert sich Lukas Kerner. Doch er sei die Sache mit viel „Engagement und Herzblut“ angegangen, erkärt der Student. Das Ergebnis war der Sieg beim Landeswettbewerb Bayern und ein Sonderpreis beim Bundeswettbewerb. 

Besonders prägend blieb dem bayerischen Landessieger die große Resonanz, die man als Jungforscher beim Bundeswettbewerb erfährt, in Erinnerung: „Die Ehrung und der Erfolg haben mich besonders beeindruckt. Eine Auszeichnung vor einem Riesenpublikum zu erhalten und dann auch Interviews zu geben, das gibt einem Selbstvertrauen.“ Und davon profitierte Lukas Kerner auf seinem weiteren Weg: „Das positive Feedback, das ich bei ‚Jugend forscht‘ erhalten habe, hat mir die Entscheidung für mein Studium sehr leicht gemacht.“ Das Thema Bier begleitet ihn weiterhin: Er studiert Brauwesen und Getränketechnologie an der Technischen Universität München. Für diverse Praktika hat er sogar schon in Brauereien in Nordamerika und Schweden gearbeitet. Vor allem am Trend des Craft-Beer ist Lukas Kerner interessiert. Diese Mode entstand in Nordamerika und ist momentan auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Craft-Brewing und das daraus entstehende Craft-Beer bezeichnet die handwerkliche Herstellung von qualitativ besonders hochwertigem Bier in unabhängigen Mikrobrauereien. Um eine besondere Note zu erhalten, experimentieren die internationalen Brauer solcher Biere mit Kräutern und Gewürzen, wie „Jugend forscht“-Sieger Lukas Kerner. Dabei hat der Oberpfälzer immer das perfekte Bier im Blick. „Ein Bier zu entwickeln, das ist hochtechnologisch. Das geht nicht so schnell. Im Gegenteil: Das ist ein langwieriger Prozess“, meint der Nachwuchsbrauer. 

Genaue Pläne für die Zeit nach dem Studium hat er noch nicht, aber dem Thema seine „Jugend forscht“-Siegerprojekts will er auf jeden Fall treu bleiben: „Ich weiß noch nicht genau, ob ich später in eine Brauerei oder in ein Craft-Beer-Startup gehe, aber ich werde auf jeden Fall an der Bierentwicklung dranbleiben.“ Auch bei „Jugend forscht“ engagiert sich Lukas Kerner weiterhin. Er ist Juror beim Regionalwettbewerb München Ost. Für seine Nachfolger hat der ehemalige Jungforscher hat deshalb den Tipp: „Auf jeden Fall das machen, was einem Spaß macht. Und das dann wirklich engagiert. So entsteht der berühmte Forschergeist.“

Hintergrund: 50 Jahre „Jugend forscht“
Vor 50 Jahren rief der damalige Stern-Chefredakteur Henri Nannen die Initiative „Jugend forscht“ ins Leben, um den wissenschaftlichen Nachwuchs der Bundesrepublik zu fördern. Seither entwickeln begeisterte Jugendliche jedes Jahr viele bemerkenswerte Projekte in verschiedenen Fachbereichen. Nach dem Abschluss der Regionalwettbewerbe auf lokaler Ebene wird auch im Jubiläumsjahr der Landeswettbewerb Bayern vom Patenunternehmen Bayernwerk ausgerichtet, bei dem sich die besten Ideen der bayerischen Jungforscher für den Bundeswettbewerb qualifizieren. In den vergangenen 50 Jahren haben viele Nachwuchswissenschaftler aus dem Freistaat bei Jugend forscht auf Bundesebene Preise gewonnen und sich in die „Jugend forscht“-Annalen eingetragen. Einige dieser Alumni hat das Bayernwerk mit dem extra dafür hergerichteten „Jugend forscht E-Smart“ in der Vorbereitung auf die Jubiläumsausgabe des Landeswettbewerbs besucht und mit ihnen über ihre ganz persönlichen „Jugend forscht“-Erfahrungen gesprochen.

Nähere Informationen zu den aktuellen Wettbewerben auf www.jugend-forscht-bayern.de

Über Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG ist der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Mit einem Stromnetz von rund 152.000 Kilometern Länge und einem über 5.500 Kilometer langen Erdgasnetz sichert das Unternehmen die Energieversorgung in weiten Teilen des Freistaats. Zudem betreibt das Bayernwerk ein Straßenbeleuchtungsnetz mit einer Länge von 34.500 Kilometern. Das Netzgebiet des Bayernwerks erstreckt sich über Unter- und Oberfranken, die Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. In seinem Netz transportiert das Unternehmen mehr als 50 Prozent regenerative Energie. Zu den Kernaufgaben des Bayernwerks zählen neben einer sicheren Versorgung insbesondere der Ausbau und die technologische Entwicklung der Netzinfrastruktur. Zudem bietet das Bayernwerk seinen Kunden unterschiedliche Energiedienstleistungen. Das Tochterunternehmen Bayernwerk Natur kümmert sich um den Bau und den Betrieb dezentraler und regenerativer Kleinkraftwerke. Das Bayernwerk gestaltet die Energiezukunft in Bayern maßgeblich mit und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Das Bayernwerk ist eine 100-prozentige E.ON-Tochter.