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Schritt für Schritt hat Max Rabenbauer aus Hutthurm sein Einfamilienhaus aus den 1980er-Jahren fit für die Energiezukunft gemacht und wurde nun mit dem Bürgerenergiepreis Niederbayern 2021 ausgezeichnet.
Schritt für Schritt hat Max Rabenbauer aus Hutthurm sein Einfamilienhaus aus den 1980er-Jahren fit für die Energiezukunft gemacht und wurde nun mit dem Bürgerenergiepreis Niederbayern 2021 ausgezeichnet.

Pressemitteilung -

Bürgerenergiepreis Niederbayern 2021 für Max Rabenbauer aus Hutthurm - Preis für vorbildliches Energieprojekt

Regensburg/Hutthurm. Aus alt mach neu: Schritt für Schritt hat Max Rabenbauer aus Hutthurm sein Einfamilienhaus aus den 1980er-Jahren fit für die Energiezukunft gemacht. Dass das Vorhaben gelungen ist, findet offenbar auch die Jury des Bürgerenergiepreises. Denn Max Rabenbauer ist einer von insgesamt drei Preisträgern des Bürgerenergiepreises, der jährlich von der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) in Kooperation mit der Regierung von Niederbayern vergeben wird. Er teilt sich das Preisgeld von 10.000 Euro mit der Umweltschutzgruppe „Cleanup Langquaid“ aus dem gleichnamigen Markt (Landkreis Kelheim) und Thomas Frisch aus der Kreisstadt Regen. Bei der Preisübergabe am Donnerstag (5. August) bei Max Rabenbauer erklärte Markus Leczycki, Leiter des Kommunalmanagements der Bayernwerk Netz GmbH: „Unsere Gewinner-Projekte haben Vorbildcharakter. Sie animieren andere, die Energiewende aktiv mitzugestalten. Mit dem Bürgerenergiepreis honorieren wir das.“ Peter Schmid, Abteilungsdirektor und Bereichsleiter für Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr bei der Regierung von Niederbayern betonte, dass es gerade in der von Corona geprägten Zeit wichtig sei, den Klimaschutz im Blick zu behalten: „Wir brauchen solche Leuchtturmprojekte, um eine breite Öffentlichkeit auf die Möglichkeiten des Einzelnen aufmerksam zu machen. Genau da setzt der Bürgerenergiepreis an.“ Zur Preisübergabe sind auch Passaus stellvertretender Landrat Hans Koller und Christian Grünberger, Erster Bürgermeister von Hutthurm, gekommen, um sich über die Projekte zu informieren und sich mit den Preisträgern auszutauschen.

Photovoltaik, Solarthermie und Erdwärmespeicher
Ein über 30 Jahre altes Einfamilienhaus in Hutthurm ist heute, nach seiner energetischen Sanierung, ein Vorbild in Sachen Energieeffizienz. Bei dem Haus aus den 1980er-Jahren sorgt heute eine Photovoltaikanlage auf dem Dach für den Strom, der unter anderem eine Mini-Luft-Wasser-Wärmepumpe antreibt. Daneben ist auch eine Solarthermieanlage im Einsatz. Deren Besonderheit: Die Überschusswärme der Anlage wird über Bodenplatten und die erdberührten Seitenwände des Heizraums einem Erdwärmespeicher zugeführt. Auch im Winter bleiben dort die Temperaturen über 14 Grad und sorgen so für effiziente Wärmeversorgung, die über eine Wasser-Sole-Wärmepumpe mit Grabenkollektor erfolgt. Für die Warmwasserbereitung setzt Max Rabenbauer zusätzlich einen Pufferspeicher mit Durchlauferhitzer ein.

Aktives Engagement und breite Aufklärung
„Cleanup Langquaid“ ist noch relativ jung, aber die Zahl der Mitglieder ist schon auf 50 angestiegen: Seit Januar 2020 gibt es die Umweltschutzgruppe. Das Team ist nahezu täglich in Sachen Umweltschutz aktiv, regelmäßige Müllsammelaktionen mit anschließender korrekter Entsorgung sind nur ein Teil des Aufgabenfelds. An Infoständen klären die Mitglieder über die Bedeutung von Müllvermeidung und Umweltschutz auf und verteilen Taschen-Aschenbecher oder „Kippenboxen“ an Raucher. 2020 hat die Initiative den „Müllometer“ in Langquaid erschaffen: In einer Gitterbox wurde der gesammelte Müll zur Schau gestellt, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Parallel dazu betreibt Cleanup Langquaid Aufklärungsarbeit über Social-Media-Kanäle und plant, im Rahmen von Vorträgen und Projekten an Schulen und Kindergärten über Umweltschutz zu informieren.

Doppelhaus auf Energieeffizienz getrimmt
Als Herausforderung und Kraftakt für die ganze Familie gestaltete sich die Sanierung des elterlichen Doppelhauses von Thomas Frisch aus Regen. Denn die Renovierung nahm ein ganzes Jahr in Anspruch. Während dieser Zeit war das Haus die ganze Zeit bewohnt. Zur Steigerung der Energieeffizienz hat die Familie zunächst das ganze Dachgeschoss abreißen und in Holzständerbauweise neu errichten lassen. Für die Energie aus erneuerbaren Quellen sorgen heute eine Photovoltaik- und eine Solarthermieanlage. Geheizt wird mit einer Kombination aus Luftwärmepumpe und Solarthermie, ergänzend gibt es eine mit Scheitholz oder Pellets betriebene Wohnraum-Kombiheizzentrale. Ein 1000-Liter-Pufferspeicher mit Frischwasserstation sorgt für Warmwasser und versorgt die Wand- und Fußbodenheizung.


Schon jetzt für die nächste Runde bewerben

Der Bürgerenergiepreis wurde 2013 in Niederbayern erstmals verliehen. Inzwischen werden regelmäßig Preisträgerinnen und Preisträger in den Regierungsbezirken Niederbayern, Oberbayern, Unterfranken, Oberfranken und in der Oberpfalz gesucht. Videos der bisherigen Sieger sind im Bayernwerk-Kanal auf YouTube zu finden. Mitmachen können Vereine, Kindergärten, Schulen oder Privatpersonen. Ausgeschlossen sind Projekte von Unternehmen, die sich gewerblich mit Energieeffizienz beschäftigen. Schon jetzt können Bewerbungen für die nächste Runde eingereicht werden. Die Bewerbungsunterlagen und Informationen zum Bürgerenergiepreis sind unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis zu finden.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH:

2021 ist Jubiläumsjahr: Seit 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In den Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 70 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen 300.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Pressekontakte

Maximilian Zängl

Maximilian Zängl

Pressekontakt Leiter Kommunikation Pressesprecher Bayernwerk AG +49 941-201-7820

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