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Spatenstich in Niederviehbach mit dem Bayernwerk-Vorstandsvorsitzenden Dr. Egon Westphal (3.v.l.) und Staatssekretär Tobias Gotthardt (3.v.r.) für die erste Einspeisesteckdose im Bayernwerk-Netz.
Spatenstich in Niederviehbach mit dem Bayernwerk-Vorstandsvorsitzenden Dr. Egon Westphal (3.v.l.) und Staatssekretär Tobias Gotthardt (3.v.r.) für die erste Einspeisesteckdose im Bayernwerk-Netz.

Pressemitteilung -

Bühne frei für die Energiezukunft in Niederbayern

Niederviebach/Regensburg. Premierenfeier in Niederviehbach: Nach dem Plug-&-Play-Verfahren bündelt die Bayernwerk Netz mit der Einspeisesteckdose erstmals Neuanschlüsse für dezentrale Erzeugungsanlagen in einer Region. Die Bayernwerk Tochter und die EON-Konzernschwester LEW Verteilnetznetz (LVN) haben das Konzept mit Unterstützung des bayerischen Ministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie entwickelt. Mit Pioniergeist treiben die regionalen Netzbetreiber so die Energiewende und die wirtschaftliche Entwicklung in Bayern voran. Im Landkreis Dingolfing-Landau war am Mittwoch, 19. März, Spatenstich zum Baustart des rund vier Millionen Euro teuren Netzknotens.

„Wir beim Bayernwerk bekennen uns klar zum Ziel der Klimaneutralität. Wir sind fest entschlossen, die Transformation unseres Energiesystems aktiv zu gestalten. Dafür braucht es Pioniergeist, neue Ideen und intelligente Lösungen. Die Einspeisesteckdose vereint genau diese Faktoren“, sagte Bayernwerk Vorstandsvorsitzender Dr. Egon Westphal vor Vertretern aus der Politik, Partnern und Gästen. Die Einspeisesteckdose ist ein in Deutschland erstmals umgesetztes Konzept, mit dem die Bayernwerk Netz vorausschauend Netzkapazitäten für den künftigen Bedarf bereitstellt. Im Umspannwerk Niederviehbach lag die Anschlusskapazität bei 80 Megawatt (MW) – bereits am ersten Tag des Bewerbungszeitraums waren 90 Prozent davon vergeben. Die Gesamtkapazität ist mit 79,2 Megawatt optimal ausgelastet. „Insgesamt erhielten wir Anfragen für mehr 230 Megawatt – die Einspeisesteckdose war also fast dreifach überzeichnet“, beschrieb Egon Westphal den Erfolg der Ausschreibung. Nach Abschluss des Bewerbungszeitraums erhielten vier Anlagen den Zuschlag, die nun im Landkreis Dingolfing-Landau und im Landkreis Landshut entstehen werden.

Startschuss für smarte Synchronisierung

„Der Anschlussboom Erneuerbarer Energieanlagen in Bayern ist in vollem Gange – insbesondere bei Solaranlagen haben wir den größten Zubau aller Länder in Deutschland. Dieser kontinuierliche Ausbau bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich, da das Stromnetz nur begrenzte Kapazitäten zur Verfügung stellen kann. Mit der Initiative der Einspeisesteckdose schlagen wir nun neue Wege ein, um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern und weiterhin an der Spitze zu bleiben“, erklärte Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Investoren erhalten so Planungssicherheit, während der Netzbetreiber gezielt den Netzausbau koordinieren kann. Und Tobias Gotthardt ergänzte: „So reduzieren wir teure Anschlusswege und lange Wartezeiten für Netzanschlüsse – eine echte Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Diese Initiative ist der Startschuss für eine smarte Synchronisierung zwischen Ausbau des Netzes und Erneuerbarer Energien.“

Die Einspeisesteckdose ermöglicht nach Einschätzung des Netzbetreibers einen Paradigmenwechsel. Die Bayernwerk-Tochter stellt gezielt Netzkapazitäten für erneuerbare Energien bereit, auf die sich Projektentwickler bewerben können. Mit Blick auf die Energiewende bringt dieses Konzept drei entscheidende Vorteile, wie Bayernwerk-Chef Egon Westphal erklärte: „Erstens Einfachheit, weil der Netzanschluss gebündelt wird und sich an den bereits verfügbaren Kapazitäten orientiert. Zweitens Effizienz, weil durch eine standardisierte Umsetzung mehr erneuerbare Energien schneller und kostengünstiger ans Netz angeschlossen werden können. Und Drittens Geschwindigkeit, weil Projektentwickler durch klare Kommunikation und die Möglichkeit, Kapazitäten online zu buchen, frühzeitig Planungssicherheit erhalten.“ Doch dieser Wandel gelingt nicht im Alleingang. Er erfordert technologische Weitsicht, durchdachte Planung und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Die Einspeisesteckdose ist ein Musterbeispiel für eine erfolgreiche Verantwortungsgemeinschaft zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Wir wollen und werden dieses Konzept weiterentwickeln“, sagte Egon Westphal.

Mehr grüner Strom

Diese zusätzlichen Kapazitäten, die mit der Einspeisesteckdose bereitgestellt werden, sind wichtig für die Versorgung der Region mit grüner Energie. Umspannwerke sind bedeutende Einspeisepunkte im Netz. Leistungsstarke Transformatoren schaffen eine direkte Verbindung vom örtlichen Mittelspannungsnetz zum bestehenden Hochspannungsnetz, so dass noch mehr regional erzeugter grüner Strom aufgenommen und im gesamten Stromnetzverbund verteilt werden kann.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In den Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 75 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 550.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Kontakt

Christian Martens

Christian Martens

Pressekontakt Pressesprecher Bayernwerk Netz GmbH Netze Strom & Gas / Genehmigungsmanagement / Aktuelles Büro +49 921-285-2084 ---- Mobil +49 151-40 23 96 99
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