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Wildererjagd auf Trafostation

Pressemitteilung   •   Jul 15, 2018 09:00 CEST

„Kunst am Trafo“: Die Künstlergruppe Art-EFX gestaltet im Auftrag des Bayernwerks eine Trafostation in Rothenbuch mit einem Motiv aus der lokalen Historie um

Die Geschichte des berühmt-berüchtigten Wilderers Johann Adam Hasenstab aus Rothenbuch ist auch weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Die Spray-Künstler von Art-EFX haben im Auftrag des Netzbetreibers Bayernwerk dem Wilderer in seinem Geburtsort ein Denkmal gesetzt: Die Trafostation Kreuzung Gartenstraße/Wächterstraße/Lichtenauer Weg ziert eine Fluchtszene des Wilddiebs.

In enger Abstimmung mit der Gemeinde Rothenbuch im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg wurde das Motiv für die künstlerische Umgestaltung der Trafostation ausgewählt. Die Künstler verwandelten die Turmstation in das Wohnhaus von Hasenstab – ein für die Gegend und die Zeit des Wilderers typisches Fachwerkhaus.

Johann Adam Hasenstab wurde vor über 300 Jahren, am 21. September 1716 in Rotenbuch im Spessart geboren und ist einer der bekanntesten bayerischen Wilderer dieser Zeit. Nachdem die Jagd vom Adel monopolisiert und zum Privileg erhoben wurde, galten Wilderer vielerorts als Volkshelden, die sich gegen die Obrigkeit und deren Herrschaft über die Bauern und Landbevölkerung auflehnten.

Über viele Jahre hinweg konnte der ehemalige Jagdgehilfe Hasenstab den Förstern und damit auch der Bestrafung entkommen. Die Szene auf der Trafostation des Bayernwerks zeigt, wie er seinen Häschern ein Schnippchen schlägt und ihm wieder einmal die Flucht gelingt. Als Hasenstab gerade von erfolgreicher Jagd nach Hause kommt, warten Förster und Polizei bereits vor der Haustür und befragen seine Frau. Doch die stellt sich dumm und gibt dem Sohn Zeit, den Vater zu warnen.

„Dass ein lebendiger Teil der Geschichte Rothenbuchs rechtzeitig zur 700-Jahr-Feier Ende Juli das Stadtbild ergänzt, haben wir sehr gerne unterstützt“, erklärte Bayernwerk-Kommunalbetreuerin Christine Pfaff. Gemeinsam mit Rothenbuchs Bürgermeister Gerd Aulenbach hat Pfaff die „Kunst am Trafo“ offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mehr als 30 Trafostationen im gesamten Netzgebiet hat ART-EFX im Auftrag des Bayernwerks bereits mit ortstypischen Motiven umgestaltet. Mit der Aktion „Kunst am Trafo“ will der größte regionale Netzbetreiber im Freistaat auch auf die Bedeutung von Trafostationen für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung öffentlich sichtbar hinweisen.

Über Bayernwerk Netz GmbH:

Die Bayernwerk Netz GmbH bietet rund sieben Millionen Menschen in Bayern eine sichere Energieversorgung. Das Netzgebiet erstreckt sich über Unter- und Oberfranken, die Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Mit seinem Stromnetz von über 154.000 Kilometern Länge und seinem rund 5.900 Kilometer langen Erdgasnetz ist das Unternehmen der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern. Zudem betreibt die Bayernwerk Netz GmbH ein Straßenbeleuchtungsnetz mit einer Länge von 34.600 Kilometern.

Rund 2.700 Mitarbeiter an mehr als 20 Standorten arbeiten an einer sicheren Versorgung und am Energiesystem von morgen. In seinem Netz transportiert das Unternehmen zu 60 Prozent regenerative Energie. Dafür sorgen rund 265.000 regenerative Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks einspeisen.

Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Die Bayernwerk Netz GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.