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Presseinformation: „Ich stehe für einen ehrlichen Weg“ - John Degenkolb startet bei Bayern Rundfahrt

Pressemitteilung   •   Mai 08, 2015 17:25 CEST

-- Bild und Text zur Veröffentlichung freigegeben --

In den kommenden Tagen trifft sich die Weltelite des Radsports zur diesjährigen Bayern Rundfahrt. An den Start in Regensburg geht auch der deutsche Top-Fahrer John Degenkolb. Für ihn führt die Strecke durch das Bundesland, in dem er als Junge aufgewachsen ist. Bayernwerk Natur, Partner von Deutschlands einzigem Etappenrennen, hat mit dem Überraschungssieger Paris - Roubaix über den Stellenwert der Bayern Rundfahrt, seine sportlichen Erwartungen und seinen Einsatz für schärfere Doping-Gesetze gesprochen.

Glaubt man Ihrer Homepage, haben Sie eines Ihrer beiden sportlichen Ziele mit dem Sieg Paris-Roubaix im April bereits erreicht, offen wäre nur noch ein Etappen-Erfolg bei der Tour de France. Wie motivieren Sie sich für die 830 Kilometer, die bei der Bayern Rundfahrt 2015 vor Ihnen liegen?

John Degenkolb: Ich komme gerade aus einer Trainingsphase und die Bayern Rundfahrt ist mein Auftakt in die Tourvorbereitung. Es die letzte große Rundfahrt in Deutschland, die noch dazu durch das Bundesland führt, in dem ich aufgewachsen bin. Ich glaube, das sind einige gute Gründe, um motiviert an den Start zu gehen.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre erste Teilnahme bei der Bayern Rundfahrt? Wenn Sie, wie zu lesen war, mit den großen Erfolgen dieses Jahr Ihr Meisterstück abgeliefert haben, waren die bisherigen Starts bei der Bayern Rundfahrt dann auch Teil der Lehrzeit?

John Degenkolb: Ja, das waren sie ganz sicher. Ich bin mit dem Thüringer Energie Team 2009 bei der Bayern Rundfahrt gestartet. Leider bin ich auf der ersten Etappe gestürzt und musste aufgrund der Verletzungen nach der dritten Etappe nach Hause fahren.

Welche sportlichen Ziele haben Sie sich persönlich für die Bayern Rundfahrt dieses Jahr gesetzt?

John Degenkolb: Ich möchte gerne bei einer Etappe auf das Podium. Welche Etappe das genau sein kann, hängt sicher auch vom Rennverlauf ab.

Sie sind kurz vor der Wende in Gera geboren und als Junge in Mittelfranken aufgewachsen. Die Streckenauswahl der diesjährigen Bayern Rundfahrt führt anlässlich der Ereignisse 1989/1990 am früheren Eisernen Vorhang entlang und macht auch einen Abstecher nach Thüringen. Welche Relevanz haben diese historischen Hintergründe für Sie und denken Sie während des Rennens darüber nach?

John Degenkolb: Wärend des Rennens denkt man nicht an diese Dinge. Aber selbstverständlich haben diese Ereignisse eine große Relevanz für mich. Ohne den Fall des Eisernen Vorhangs wäre meine Laufbahn als Sportler sicher anders verlaufen und ich hätte nicht die Möglichkeit gehabt, an Radrennen wie Paris-Roubaix oder Mailand - San Remo teilzunehmen.

Sie haben sich lange für ein Antidopinggesetz in Deutschland stark gemacht. Jetzt hat die Politik ein Gesetz beschlossen, das aus bisherigen Dopingsündern kriminelle Straftäter macht. Wie beurteilen Sie die neue Regelung und welche Wirkung versprechen Sie sich für den Radsport?

John Degenkolb: Ich denke und hoffe, dass dieses Gesetz nochmal als Abschreckung dient und die Hemmschwelle erhöht, zu unerlaubten Mitteln zu greifen. Daher finde ich diese Regelung auch gut. Nicht nur für den Radsport, der in den letzten Jahren im Anti-Doping Kampf viel bewegt hat, sondern auch für alle anderen Sportarten.

Wo steht der Radsport heute, setzt man als Ziele ein besseres Image und einen sauberen Sport voraus?

John Degenkolb: Ich glaube, dass wir in den letzten beiden Jahren ein gutes Stück vorangekommen sind. Die Rückkehr des öffentlich rechtlichen Fernsehens und die Tatsache, dass es wieder deutsche Sponsoren gibt, die in den Radsport investieren, sind sehr gute Anzeichen dafür. Dazu haben sicher auch Tony Martin, Marcel Kittel und ich unseren Beitrag geleistet. Wir stehen für einen ehrlichen Weg, sprechen die Dinge offen an und sind erfolgreich. Dennoch ist noch immer nicht alles perfekt und alle am Radsport-Beteiligten müssen diesen Weg fortführen. Es wird in jeder Sportart Personen geben, die die „Abkürzung“ suchen. Daher ist es ja auch so wichtig, vernünftig zu kontrollieren, um genau diese Leute zu finden. Ich glaube, dass der Radsport eine der Sportarten ist, in der sich in den letzten Jahren im Anti-Doping Kampf am meisten getan hat.

Ihr sportliches Idol war einmal Jan Ullrich. Was wollen Sie selbst als Vorbild für junge Radsport-Fans besser machen? Welche Werte sind Ihnen wichtig?

John Degenkolb: Das wichtigste ist, dass ich nicht nur momentan sondern auch in ein paar Jahren noch als Vorbild taugen möchte. Deshalb betreibe ich meinen Sport sauber und Werte wie Ehrlichkeit, Toleranz, Zielstrebigkeit, Fleiß und Loyalität sind mir wichtig. Und natürlich möchte ich auch, dass meine Familie auf mich stolz ist und dass ich auch für meinen Sohn ein Vorbild bin.


Hintergrund

Die Bayern Rundfahrt startet am 13. Mai in Regensburg. Am Abend zuvor findet auf dem Neupfarrplatz die offizielle Teampräsentation statt, bei der sich Teams und alle Fahrer vorstellen. Die Rundfahrt spricht Klassikerfahrer ebenso wie Sprinter an. Die Streckenführung durch den Norden Bayerns entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs soll eine Hommage an 25 Jahre Deutsche Einheit sein. Nach Etappenzielen in Waldsassen, Selb, Ebern und Haßfurt endet die Rundfahrt nach 830 Kilometern am 17. Mai in Nürnberg. Bayernwerk Natur ist im zweiten Jahr Sponsor der Bergwertung.

Mehr Infos zur Bayern Rundfahrt 2015 finden Sie unter www.bayern-rundfahrt.com

Über Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG ist der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Mit einem Stromnetz von rund 152.000 Kilometern Länge und einem über 5.500 Kilometer langen Erdgasnetz sichert das Unternehmen die Energieversorgung in weiten Teilen des Freistaats. Zudem betreibt das Bayernwerk ein Straßenbeleuchtungsnetz mit einer Länge von 34.500 Kilometern. Das Netzgebiet des Bayernwerks erstreckt sich über Unter- und Oberfranken, die Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. In seinem Netz transportiert das Unternehmen mehr als 50 Prozent regenerative Energie. Zu den Kernaufgaben des Bayernwerks zählen neben einer sicheren Versorgung insbesondere der Ausbau und die technologische Entwicklung der Netzinfrastruktur. Zudem bietet das Bayernwerk seinen Kunden unterschiedliche Energiedienstleistungen. Das Tochterunternehmen Bayernwerk Natur kümmert sich um den Bau und den Betrieb dezentraler und regenerativer Kleinkraftwerke. Das Bayernwerk gestaltet die Energiezukunft in Bayern maßgeblich mit und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Das Bayernwerk ist eine 100-prozentige E.ON-Tochter.