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Kulturpreis Bayern 2015: Bayernwerk gibt Kunstpreisträger bekannt

Pressemitteilung   •   Okt 15, 2015 13:22 CEST

Die Kulturpreis Bayern-Familie bekommt Zuwachs von fünf weiteren herausragenden Künstlern und Kulturschaffenden. Das ist in einem Fall sogar wörtlich zu nehmen, denn Nora Gomringer, Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg und Tochter des Literaten und Poeten Eugen Gomringer, ist bereits seit 2007 Mitglied der Kulturpreis-Familie – und jetzt wird auch ihr Vater mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. „Mit unserem Kulturpreis Bayern wollen wir nicht nur Nachwuchskünstler auf ihrem Weg bestärken und verdiente Kulturschaffende für ihr Werk auszeichnen. Wir wollen ihnen auch eine Plattform bieten, um sich zu vernetzen und Verbindungen zu knüpfen. Nach über einem Jahrzehnt Kulturpreis Bayern ist das schon eine große Familie“, so Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG. Neben Eugen Gomringer werden in der Sparte Kunst dieses Jahr Brigitte Hobmeier, Ingo Maurer, Thomas von Steinaecker und Christiane Karg ausgezeichnet.

Eugen Gomringer [Literatur | Rehau | www.eugen-gomringer.de]

Der 90-jährige Schriftsteller gilt als Begründer der Konkreten Poesie, bei der die Sprache nicht nur der Beschreibung eines Sachverhalts dient, sondern diesen an sich darstellt. Gomringer studierte Nationalökonomie sowie Kunst- und Literaturgeschichte an der Universität in Bern. Er war Mitbegründer der Kunstzeitschrift „spirale“. 1953 veröffentlichte er seine erste Gedichtsammlung der Konkreten Poesie „konstellationen constellations constelaciones“. Nach zahlreichen Aufenthalten an renommierten Kultureinrichtungen gründete er 2000 das Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie (IKKP) an seinem langjährigen Wohnort Rehau. Seine umfangreiche Sammlung konkreter Kunst und Poesie bildete den Grundstock des Museums für Konkrete Kunst in Ingolstadt. Gemeinsam mit seiner Tochter, Nora Gomringer (Kulturpreisträgerin 2007) hielt Eugen Gomringer zuletzt Lesungen in Karlsruhe.

Brigitte Hobmeier [Schauspiel | München]

Die gebürtige Münchnerin begann nach ihrem Abitur mit zahlreichen Gastengagements in verschiedenen Schauspielhäusern. 2002 bis 2005 spielte sie unter Christian Stückl am Münchner Volkstheater. Seit 2005 ist die 39-Jährige Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele. In den vergangenen Jahren war Brigitte Hobmeier auch vermehrt in Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen. Seit Juli 2013 gibt Hobmeier bei den Salzburger Festspielen im „Jedermann“ die „Buhlschaft“. Daneben wirkte sie in zahlreichen Tatort-Produktionen mit.

Christiane Karg [Musik | Feuchtwangen | www.christianekarg.com]

Die 35-jährige Sopranistin, vielgefragte Konzert-, Lied- und Oratoriensängerin stammt aus Feuchtwangen in Mittelfranken. Nach dem Abitur studierte Christiane Karg am Mozarteum Salzburg Gesang bei Heiner Hopfner sowie in der Liedklasse von Wolfgang Holzmair. Dort machte sie auch ihren Master Lied/Oratorium und den Abschluss im Fach Oper/Musiktheater. Zu ihrem Repertoire gehören unter anderem Werke von Bach, Händel, Mozart und Haydn. Sie gastierte zusammen mit dem Orchester des Schleswig-Holstein-Festivals mit Georg Friedrich Händels „Messias“ in Spanien und Brasilien sowie jüngst mit Carl Maria von Webers „L’Accoglienza“ an der Dresdener Semperoper.

Ingo Maurer [Lichtdesign | München | www.ingo-maurer.com]

Der 83-Jährige wuchs am Bodensee auf, studierte Grafikdesign und wird heute aufgrund seiner zahlreichen kreativen Werke wie der Leuchte „Bulb“ als „Lichtpoet“ oder „Magier des Lichts“ bezeichnet. Seit Mitte der 60-er Jahre entwirft Ingo Maurer Lampen, Lichtsysteme und Objekte. Der Industriedesigner ist mit seinem Team seit Jahrzehnten in München-Schwabing ansässig. Ein zweiter Showroom befindet sich in New York. Durch Projekte in Paris, New York, München, London oder Mailand bringt er weltweit Metropolen zum Leuchten. Aktuell wird das Zwischengeschoss der U- und S-Bahnstation am Münchener Marienplatz nach dem Lichtkonzept von Ingo Maurer und der Architekten Allmann Sattler Wappner (Kulturpreis Bayern 2005) umgestaltet.

Thomas von Steinaecker [Literatur | Augsburg/Traunstein]

Der gebürtige Traunsteiner lebt heute in Augsburg. Nach seinem Studium der Literaturwissenschaften in München und den USA erreichte sein Debütroman „Wallner beginnt zu fliegen“ 2007 Platz 3 der SWR-Bestenliste und kam auf die Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Zuvor veröffentlichte der heute 38-Jährige sein erstes Hörspiel „Meine Tonbänder sind mein Widerstand“. Im Februar 2015 initiierte und betreute er den Mosaik-Roman „Zwei Mädchen im Krieg“ über den realen Fall zweier radikalisierter österreichischer Teenager, die sich dem IS anschlossen. Das Internet-Projekt sollte die gesellschaftspolitische Rolle von Literatur ausloten. Von Steinaecker erhielt bereits zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen für sein literarisches Wirken.

Preisverleihung in Essenbach

Neben der Kategorie Kunst werden auch die besten Absolventen und Doktoranden der bayerischen Kunsthochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. Die Preisträger der Sparte Wissenschaft werden von der jeweiligen Hochschule bzw. Universität benannt, die der Sparte Kunst von einer Fachjury. Der Kulturpreis Bayern ist in der Kategorie Kunst mit 5.000 Euro und in der Kategorie Wissenschaft mit 2.000 Euro dotiert. Hinzu kommt der Sonderpreis des Bayerischen Staatsministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Die Preisverleihung findet am 18. November 2015 im Beisein von Staatsminister Dr. Luwig Spaenle im niederbayerischen Essenbach statt.

Über Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG ist der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Mit einem Stromnetz von rund 153.000 Kilometern Länge und einem über 5.700 Kilometer langen Erdgasnetz sichert das Unternehmen die Energieversorgung in weiten Teilen des Freistaats. Zudem betreibt das Bayernwerk ein Straßenbeleuchtungsnetz mit einer Länge von 34.500 Kilometern. Das Netzgebiet des Bayernwerks erstreckt sich über Unter- und Oberfranken, die Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. In seinem Netz transportiert das Unternehmen mehr als 60 Prozent regenerative Energie. Zu den Kernaufgaben des Bayernwerks zählen neben einer sicheren Versorgung insbesondere der Ausbau und die technologische Entwicklung der Netzinfrastruktur. Zudem bietet das Bayernwerk seinen Kunden unterschiedliche Energiedienstleistungen. Das Tochterunternehmen Bayernwerk Natur kümmert sich um den Bau und den Betrieb dezentraler und regenerativer Kleinkraftwerke. Das Bayernwerk gestaltet die Energiezukunft in Bayern maßgeblich mit und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Das Bayernwerk ist eine 100-prozentige E.ON-Tochter.

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