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Erstmals Bürgerenergiepreis Oberbayern verliehen - Sonderpreis für Gynasium aus Dorfen

Pressemitteilung   •   Dez 07, 2017 19:29 CET

Drei Impuls-Initiativen für die Energiezukunft und ein Sonderprojekt sind am Donnerstagabend in München mit dem Bürgerenergiepreis Oberbayern 2017 ausgezeichnet worden.

Zum ersten Mal hat das Bayernwerk am Donnerstag (7. Dezember) im Rahmen einer abendlichen Festveranstaltung den mit Unterstützung der Regierung von Oberbayern ins Leben gerufenen Bürgerenergiepreis Oberbayern vergeben. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Zudem bekam das Gymnasium Dorfen im Landkreis Erding einen Sonderpreis für den jahrelangen Einsatz für den Umweltschutz. Die Preisträger aus München und den Landkreisen Altötting und Starnberg haben die Auszeichnung am Donnerstagabend in den Räumlichkeiten der Regierung von Oberbayern in München entgegengenommen.

Die Gewinner des Bürgerenergiepreises Oberbayern 2017 sind mit Begründung der Jury:

EnergieGenossenschaft Inn-Salzach e.G, Preisgeld: 3.000 Euro

Neuötting, Landkreis Altötting
Projekt: „Erneuerbarer Strom und Lärmschutz – eine ideale Symbiose“

Ein beispielhaftes Konzept für die Gestaltung und Finanzierung einer Lärmschutzwand mit integrierter Photovoltaik-Anlage wurde 2016 entlang der Staatsstraße in Neuötting realisiert. Nach Abschluss der Planungsphase konnte das Projekt innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden. Positiv hervorzuheben ist der direkte örtliche Verbrauch des erzeugten Stroms durch eine naheliegende Schule ist. Die Schule kann das Thema Strom aus Erneuerbaren Energien praxisnah in ihren Unterricht integrieren. Interessierte Nachfragen aus ganz Deutschland haben die Energie-Genossenschaft erreicht. Dies zeigt, dass ein Vorbild für viele weitere neu zu errichtende oder im Bestand zu sanierende Lärmschutzwände geschaffen wurde, so die Jury.

Die Mathilde-Eller-Schule, Preisgeld: 4.000 Euro

München

Projekt: „Die Energiesparfüchse der Mathilde-Eller-Schule“

Die Mathilde-Eller-Schule hat ein umfangreiches Energie- und Klima-Projekt auf die Beine gestellt. Ziel des Projektes ist die Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern für die Themen Energiesparen und Klimaschutz. Dies schließt die Ausbildung von Energieexperten ein. Durch den klassenübergreifenden Austausch dieser Energiesparfüchse wird sichergestellt, dass das erlangte Wissen über alle Klassenstufen hinweg weitergegeben wird. Das große Engagement aller Beteiligten und die langfristige Ausrichtung des Projektes bringen die Mathilde-Eller-Schule Jahr für Jahr ihrem Ziel näher, eine CO2-neutrale Schule zu werden. Mit dem Projekt wurde nach Ansicht der Jury ein wirkliches Aushängeschild geschaffen.

Dr. Joachim Siebenwirth, Preisgeld: 3.000 Euro

Gemeinde Berg, Ortsteil Martinsholzen, Landkreis Starnberg

Projekt: „Kleinstwasserkraftwerk Martinsholzen“

Die ehemalige Mühle Martinsholzen hat eine historische Verbindung zum Thema Wasserkraft. 1439 erstmals urkundlich erwähnt, lag das Wasserkraftpotential über 40 Jahre lang brach. Dank der Reaktivierung wird dieses nun wieder optimal genutzt.

Seit Mitte 2016 liefert die Anlage störungsfrei Strom, der rein rechnerisch 25 Haushalte rund um die Uhr versorgen könnte. Begleitend zum Bau des Kraftwerks wurde die ökologische Durchgängigkeit für die Fischpopulation mittels einer naturnahen Fischaufstiegsanlage aus Flussbausteinen und einer rauen Rampe wieder hergestellt. Das große Interesse der Bevölkerung und anderer Kraftwerksbesitzer zeigen nach Jurymeinung, dass die Entwicklung eines Lehr- und Vorzeigeprojekts gelungen ist, das viele ökologische Vorteile verbindet und einen Mehrwert für die Region schafft.

Sonderpreis: Gymnasium Dorfen

Den mit 2.000 Euro dotierten Sonderpreis der Jury hat das Gymnasium Dorfen im Landkreis Erding erhalten. In der Urteilsbegründung wurde das fast 30 Jahre lange Engagement für den Umweltschutz gelobt. Mit zahlreichen jahrgangsstufen- und fachübergreifenden Klimaschutzprojekten hat sich das Gymnasium Dorfen über Jahre hinweg zum Aushängeschild mit Vorbildfunktion entwickelt. Gestartet wurde mit einer kleinen Umweltgruppe – heute sind es zahlreiche Projekte mit Energiewarten, Umweltgruppen und Klimaschutzprojekten. Schülerinnen und Schülern haben zusammen mit Lehrkräften einen Weg gefunden, ein Bewusstsein für Energieeffizienz und Ökologie zu schaffen und aktiven Klimaschutz zu betreiben. Das langjährige Engagement aller Beteiligten und die breite Öffentlichkeitswirkung durch zahlreiche Preise und Auszeichnungen verleihen dem Projekt nach Meinung der Jury seinen Vorbildcharakter.

Vielfalt des ökologischen Handelns in Oberbayern

„Die Energiewende kann nicht allein von Politik und Wirtschaft zum Erfolg geführt werden. Wir brauchen Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Projekten und Initiativen Vorbilder dafür sind, wie sich jeder einzelne in seinem persönlichen Umfeld als Gestalter der Energiezukunft einbringen kann. Dieses besondere Engagement zeichnet das Bayernwerk mit dem Bürgerenergiepreis aus“, sagte Christoph Henzel, Mitglied der Geschäftsleitung des Bayernwerks, bei der Verleihung des Bürgerenergiepreises Oberbayern in München. Die Themen Ökologie und Energiezukunft würden jeden angehen. Eine erfolgreiche Energiewende könne nur mit dem Einsatz der Bürger und mit einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz gelingen. „Die Gewinner des Bürgerenergiepreises sind wichtige Wegbereiter, um bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Verständnis zu gewinnen und in der gesamten Gesellschaft die Bereitschaft für Innovation und technologischen Fortschritt zu erweitern“, erklärte Christoph Henzel.

Die oberbayerische Regierungspräsidentin Brigitta Brunner begrüßte die Zielrichtung des Bürgerenergiepreises: „Wir brauchen ein Bewusstsein, wie kostbar Energie ist und welche Herausforderungen in Zeiten der Energiewende auf uns als Gesellschaft zukommen.“ Diese Herausforderungen könne man nur als Gemeinschaft meistern. „Impulse, die Bewusstsein schaffen, sind daher sehr wertvoll und ein wichtiger Baustein der Energiewende in Oberbayern“, so die Regierungspräsidentin. Sie freue sich, dass der Bürgerenergiepreis nicht nur einzelne Impulsgeber auszeichne, sondern auch die Vielfalt des ökologischen Handelns in Oberbayern belege.

Mit dem Bürgerenergiepreis wird das Engagement von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und anderen nichtgewerblichen Gruppierungen ausgezeichnet. Der Preis wird in den fünf bayerischen Regierungsbezirken Oberfranken, Oberpfalz, Oberbayern, Unterfranken und Niederbayern verliehen.

Alle Preisträger des Bürgerenergiepreises Oberbayern werden im YouTube-Kanal des Bayernwerks mit kurzen Videos vorgestellt. Mehr Infos gibt es unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis. Der Bürgerenergiepreis Oberbayern wird im nächsten Jahr fortgesetzt.

Über Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG unterstützt Privathaushalte, Gewerbebetriebe und Kommunen mit einem umfangreichen Angebot an Energielösungen. Gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen bietet das Bayernwerk seinen Kunden Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Strom- und Gasnetze, Straßenbeleuchtung, E-Mobilität, dezentrale Energieerzeugung, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Rund 2.900 Mitarbeiter der Bayernwerk-Gruppe geben Tag für Tag ihr Bestes um den Kunden des Bayernwerks die Energielösungen zu bieten, die sie brauchen.

Als langjähriger Partner steht das Unternehmen rund 1.200 Kommunen bei der Energiewende vor Ort zur Seite. Das gesellschaftliche Engagement für die bayerischen Regionen ist eines der Markenzeichen des Bayernwerks. Das Unternehmen engagiert sich nachhaltig für Schule und Jugend, Tradition und Kultur, Soziales, Ökologie sowie den Breitensport. 

Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Die Bayernwerk AG ist eine 100-prozentige Tochter des E.ON-Konzerns.

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