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Energiehelden 2019 stehen fest - Bürgerenergiepreis für Oberbayerns Energie-Vorbilder

Pressemitteilung   •   Mai 24, 2019 15:46 CEST

Bayernwerk und Regierung von Oberbayern würdigen gesellschaftliche Impulse für die Energiezukunft

München. Nachbarschaftshilfe für den Klimaschutz – diese Idee setzt der „Arbeitskreis Energie Oberpframmern“ aus dem Landkreis Ebersberg erfolgreich um. Den Mitgliedern des Arbeitskreises geht es um nachbarschaftliche Unterstützung in Sachen Energieeffizienz, unter anderem hatten sie die Idee für die „grüne Hausnummer“. Der Arbeitskreis ist einer von drei Gewinnern des Bürgerenergiepreises, der jährlich von der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) mit Unterstützung der Regierung von Oberbayern vergeben wird. Er wurde gemeinsam mit den anderen beiden Preisträgern aus Vogtareuth und Kolbermoor, beide Landkreis Rosenheim, am Donnerstag (23. Mai) in den Räumen der Regierung von Oberbayern in München geehrt. „Der Bürgerenergiepreis zeigt, wie verantwortungsbewusst viele Bürgerinnen und Bürger in Oberbayern bereits mit Energie und dem Klima umgehen“, erklärte Ingo Schroers, Mitglied der Geschäftsleitung der Bayernwerk Netz GmbH, bei der Preisverleihung. Er betonte, dass es jedes Jahr die Möglichkeit gebe, sich für die Auszeichnung zu bewerben. Das Bayernwerk verleiht den Bürgerenergiepreis seit 2017 in Oberbayern in Kooperation mit der Regierung von Oberbayern. Regierungspräsidentin Maria Els rief zum Nachahmen auf: „Das Engagement unserer Energie-Vorbilder soll Kreise ziehen und weitere inspirieren, sich für den Klimaschutz stark zu machen.“

Das Selbstversorgerhaus
Einer der „Energie-Vorbilder ist etwa Jens Pickelmann aus Kolbermoor. Er erhielt den Preis für das Projekt „Mein Haus, das mich versorgt“. Der Gewinner hat ein im Jahr 2012 in Holzständerbauweise errichtetes Fertighaus zum Plusenergiehaus umgerüstet. Das Dach des Hauses wurde mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, das Garagendach mit vier Paneelen für Solarthermie. Nun erzeugt das Haus mehr Energie, als es verbraucht. Die Solarthermieanlage und die Luftwärmepumpe versorgen einen 800 Liter-Pufferspeicher. Der Eigenverbrauch an elektrischer Energie wird durch einen nachgerüsteten Stromspeicher sichergestellt. Die Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung rundet das Konzept ab. Durch einen erst vor kurzem eingebauten Holzofen verbessert Jens Pickelmann seine Energiebilanz weiter. Seine Erfahrungen gibt er bei Thermographie-Spaziergängen und an Energiestammtischen weiter. Jens Pickelmann erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Nachhaltigkeit in der Grundschule
Seit fünf Jahren führt die Grundschule Vogtareuth Projekte unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit durch. Dabei geht es um Energiethemen sowie um Umwelt- und Klimaschutz im weitesten Sinne. Beim Projekt „Rund um die Energie“ zum Beispiel untersuchen Schülerinnen und Schüler verschiedene Energie- und Rohstoffquellen und bauen ein Solarkarussell. Sie vergleichen die Vor- und Nachteile fossiler Energieträger mit denen erneuerbarer Energien und lernen die Gefahren des Treibhausgases CO2 kennen. Die Kinder können sich als „Energiewächter“ ausbilden lassen und in der Schule sowie zu Hause den Energieverbrauch kontrollieren. Der Garten der Grundschule dient als Labor für Umwelt- und Klimaschutz. Die Bandbreite der Projekte ist in Vogtareuth groß, der Denkansatz ganzheitlich. Neben Energiethemen geht es auch um Wasserqualität, Müllvermeidung, Obst- und Gemüseanbau, Nachhaltigkeit in der Ernährung und sogar um Mobilität. Die Grundschule Vogtareuth erhält ein Preisgeld von 4.000 Euro.

Nachbarschaftshilfe in Sachen Energieeffizienz
Sinnvolle und zukunftsweisende Lösungen für Eigenheime zu finden, steht im Fokus beim „Arbeitskreis Energie Oberpframmern“. Bereits zweimal lud der Kreis interessierte Nachbarn und Bekannte zum Informationsgespräch „nebenan“ ein. Dabei wurden effiziente Ansätze diskutiert wie beispielsweise: Photovoltaik mit und ohne Batteriespeicher, Solarthermie, Pelletheizung, Erdwärmedämmung oder Lüftungsanlagen. Auch hatte die Initiative die Idee zur Vergabe der „Grünen Hausnummer“. Die Mitglieder erarbeiteten einen Katalog mit zehn Kriterien. Wenn drei davon erfüllt sind, wird eine Plakette verliehen und ein sichtbarer Hinweis am Haus angebracht. Das soll andere zum Mitmachen motivieren. 32 Grüne Hausnummern wurden schon vergeben. Der Arbeitskreis erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Schon jetzt für die nächste Runde bewerben
Der Bürgerenergiepreis wurde 2013 in Niederbayern erstmals verliehen. Inzwischen werden regelmäßig Gewinner in den Regierungsbezirken Niederbayern, Oberbayern, Unterfranken, Oberfranken und in der Oberpfalz gesucht. Videos der bisherigen Sieger sind im Bayernwerk-Kanal auf YouTube zu finden. Mitmachen können Vereine, Kindergärten, Schulen oder Privatpersonen. Ausgeschlossen sind Projekte von Unternehmen, die sich gewerblich mit Energieeffizienz beschäftigen. Schon jetzt können Bewerbungen für die nächste Runde eingereicht werden. Die Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen zum Bürgerenergiepreis sind unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis zu finden.

Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH:

Die Bayernwerk Netz GmbH sorgt mit rund 2.700 Mitarbeitern für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung der rund sieben Millionen Menschen in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. Das Unternehmen ist der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Sein Stromnetz umfasst 154.000 Kilometer, sein Gasnetz 5.800 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In seinen Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 60 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Dafür sorgen knapp 300.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. Mit innovativen Lösungen entwickelt das Unternehmen Energiesysteme von morgen und ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.