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Energieeffizienz: Ostbayerische Kommunen wollen Strom und Wärme sparen - Netzwerk-Ziel bis 2020 übertrifft EU-Richtlinie

Pressemitteilung   •   Apr 18, 2019 10:50 CEST

8. Treffen in Osterhofen

Osterhofen. Energie noch sinnvoller einsetzen: Dieser Gedanke bewegt Kommunen in ganz Bayern. Unter Führung des Bayernwerks hat sich am 9. April das Energieeffizienznetzwerk Ostbayern in Osterhofen getroffen. Die acht Städte und Gemeinden arbeiten zusammen, um Einsparpotenziale in der täglichen Praxis zu finden und zu heben. Als gemeinsames Ziel soll bis 2020 eine Einsparung von je sechs Prozent beim Wärme- und Stromverbrauch erreicht werden.

„Das Ziel für 2020 ist dann erreicht, wenn die Teilnehmer sowohl ihren Stromverbrauch als auch ihren witterungsbereinigten Wärmeverbrauch im Vergleich zum Basisjahr 2016 um sechs Prozent senken“, erklärte Michael Wittmann, der seitens der Bayernwerk Natur für die Netzwerktreffen verantwortlich ist. Die Ziele seien ambitioniert. Da die Kommunen laut Wittmann bereits vor der Teilnahme am Netzwerk aktiv an der Reduktion ihres Energieverbrauchs gearbeitet haben, sind diese jedoch realistisch. “Die EU-Effizienzrechtlinie sieht im Vergleich dazu eine jährliche Einsparung von 1,5 Prozent vor“, so Wittmann. Für die Umwelt bedeuten die Einsparungen durch kommunale Maßnahmen auch eine deutliche Reduktion der CO2-Emissionen.

Das Energieeffizienznetzwerk Ostbayern wird von der Bayernwerk Natur GmbH und der Bayernwerk Netz GmbH getragen. Die Bayernwerk-Töchter bringen das notwendige Energiewissen in das Netzwerk als Basis für bestmögliche Lösungen ein. So erklärte Netzwerk-Manager Michael Wittmann: „Unsere Netzwerke sind ein Impuls für besseren Klimaschutz. Energieeffizienz beispielsweise durch optimierte Wärmekonzepte ist dabei entscheidend.“

Schwerpunkt beim Treffen in Osterhofen war das Thema „Post Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)“. Dahinter steht die Frage, wie Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie auch nach dem Förderende durch das EEG wirtschaftlich betrieben werden und somit ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hierzu tauschten sich die Teilnehmer beim Netzwerktreffen mit Unterstützung der Experten des Bayernwerks und des Instituts für Energietechnik IfE aus. „Die Stadt Osterhofen ist seit Mitte 2017 im Energieeffizienz-Netzwerk dabei“, betont die Erste Bürgermeisterin Liane Sedlmeier. „Durch den Erfahrungs- und Informationsaustausch unter den Mitgliedsgemeinden können wir unser Knowhow regelmäßig erweitern“, erläutert das Stadtoberhaupt den konkreten Nutzen der Mitgliedschaft für die Stadtverwaltung.

Von den Besten lernen

„Das Netzwerk bietet allen Teilnehmern die Chance, im offenen Austausch möglichst rasch und praxisnah voneinander zu lernen“, sagte Kommunalmanager Johann Seebauer von der Bayernwerk Netz. Das Netzwerk profitiere enorm von den Arbeitstreffen der teilnehmenden Kommunen. „Vor Ort kann man Best Practice hautnah erleben“, so Seebauer weiter

Fachlichere Partner des Energieeffizienz-Netzwerks ist das Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Professor Markus Brautsch und sein Team begleiten das Projekt mit Analysen und wirtschaftlich nachhaltigen Lösungsansätzen.

Das Netzwerk hat sich auf Initiative der Bayernwerk AG im Juli 2017 gegründet. Die Ziele der überregionalen Kooperation sind, über einen Zeitraum von drei Jahren verschiedene Energieeffizienzprojekte zu prüfen und umzusetzen und gegenseitig von den Erfahrungen zu profitieren. Die Treffen und die Beratungsleistungen werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finanziell gefördert.

Partner im ostbayerischen Energieeffizienz-Netzwerk

  • Auerbach i.d.OPf., Landkreis Amberg-Sulzbach
  • Hirschau, Landkreis Amberg-Sulzbach
  • Langquaid, Landkreis Kelheim
  • Nabburg, Landkreis Schwandorf
  • Osterhofen, Landkreis Deggendorf
  • Pocking, Landkreis Passau
  • Rehau, Landkreis Hof
  • Winzer, Landkreis Deggendorf

Kurzprofil Bayernwerk Natur GmbH:

Die Bayernwerk Natur GmbH entwickelt dezentrale, maßgeschneiderte Energielösungen und betreibt rund 180 energieeffiziente und regenerative Kraftwerksanlagen wie Biomasseheizwerke, Biogas- und Bio-Erdgasanlagen, Blockheizkraftwerke, Wärmepumpenanlagen, Geothermieanlagen, Pelletheizungen, Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerke sowie Wind- und Kleinwasserkraftanlagen. Auch in der Wärmeversorgung bietet die Bayernwerk Natur kundenorientierte Lösungen an. 

Sitz der Bayernwerk Natur GmbH ist Unterschleißheim. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.