Bayernwerk AG folgen

Der Kreisverband Kronach des Bayerischen Gemeindetags traf sich im Bayernwerk-Netzcenter in Naila

Pressemitteilung   •   Apr 27, 2017 17:29 CEST

Neben aktuellen Informationen aus der Energiewirtschaft bot der Gastgeber den kommunalen Vertretern Einblick in die Technik eines Umspannwerks

Naila. Der Kreisverband Kronach des Bayerischen Gemeindetags traf sich am Mittwoch, den 26. April, auf Einladung des regionalen Energienetzbetreibers Bayernwerk in dessen Netzcenter in Naila. Zum Rahmenprogramm der Sitzung gehörten Vorträge zu aktuellen Themen der Energiewirtschaft, die Energiewende und die Dienstleistungen des Netzbetreibers.

Konrad Walter, Leiter der Netzdienste in Oberfranken und Edgar Müller, oberfränkischer Kommunalbetreuer beim Bayernwerk, und begrüßten 16 Bürgermeister und Geschäftsstellenleiter aus dem Raum Kronach. „Wir freuen uns über das große Interesse an Themen rund um die Energiewirtschaft und die Energiewende. Wir nutzen diese Möglichkeit gern, um umfassend darüber zu informieren“, sagte Edgar Müller. Er stellte unter anderem die veränderte Rolle der Verteilnetzbetreiber im Zuge der Energiewende vor: „Unsere Aufgaben haben sich mit der Energiewende stark erweitert. Die Einspeisung Erneuerbarer Energie stellt hohe technische und technologische Anforderungen an unsere Infrastruktur.“

Rund 265.000 dezentrale Erzeugungsanlagen speisen in das Bayernwerk-Netz ein und sorgen dafür, dass bereits heute über 60 Prozent der Energie im Netz aus Erneuerbaren Energien stammt. Eine große Herausforderung für den Netzbetrieb bleibe die stark schwankende Einspeisecharakteristik zum Beispiel der PV-Anlagen, so Edgar Müller. Um die Netzstabilität zu gewährleisten, integriere das Bayernwerk immer mehr technologische Innovationen in die Infrastruktur. Regelbare Ortsnetztransformatoren beispielsweise sorgen im lokalen Bereich für Stabilität im Netz, indem sie automatisiert Spannungsschwankungen entgegenwirken und für die Einführung intelligenter Messsysteme laufen erste Pilotprojekte.

Neben Fachvorträgen bekamen die 16 Kommunalvertreter aus dem Landkreis Kronach einen Einblick in die Abläufe des Netzcenters Naila und in die Technik eines 110 kV/20 kV-Umspannwerks. Techniker und Mitarbeiter um Markus Seidel vom Netzcenter Naila stellten sich und ihre Projekte aus diversen Bereichen vor. „Das Netzcenter ist ein technisches Bindeglied zwischen den Kommunen und dem Netzbetrieb. Hier werden Straßenbeleuchtungsprojekte und Leitungsbaumaßnahmen geplant sowie außerdem die technische Unterstützung für Störfälle vorgehalten“, erläuterte Markus Seidel. Die Bürgermeister und Geschäftsstellenleiter konnten sich unter anderem ein Bild davon machen, wie die Odorierung von Erdgas funktioniert, welche Gerätschaften beim Reparieren von Leitungen zum Einsatz kommen und darüber hinaus mit dem Elektroauto des Netzcenters eine Proberunde drehen.

Der Kreisverbandsvorsitzende und Organisator der Sitzung, Weißenbrunns Bürgermeister Egon Herrmann, bedankte sich zum Abschluss bei den Gastgebern vom Bayernwerk: „Dieser Einblick vor allem der Abläufe hier vor Ort im Netzcenter und der technischen Grundlagen unserer Energieversorgung waren sehr interessant und aufschlussreich und ein guter Rahmen für diese Sitzung.“

Über Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG bietet rund fünf Millionen Menschen in Bayern eine sichere Energieversorgung. Der Verteilnetzbetreiber forscht, entwickelt und arbeitet an Energielösungen von morgen. Für die Gestaltung der Energiezukunft in Bayern zeichnet sich das Energieunternehmen vielfach verantwortlich. Dazu zählt die Integration regenerativer Erzeugungsanlagen in das Verteilnetz, die Entwicklung intelligenter Netzkomponenten, die Energiepartnerschaft zu Bayerns Kommunen mit vielfältigen Energiedienstleistungen sowie kundenbezogene moderne Energiekonzepte des Tochterunternehmens Bayernwerk Natur. Mit einem Stromnetz von rund 154.000 Kilometern Länge und einem etwa 5.800 Kilometer langen Erdgasnetz ist das Unternehmen der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Zudem betreibt das Bayernwerk ein Straßenbeleuchtungsnetz mit einer Länge von 34.600 Kilometern. Das Netzgebiet erstreckt sich über Unter- und Oberfranken, die Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. In sein Netz hat das Bayernwerk rund 265.000 regenerative Erzeugungsanlagen angeschlossen und verteilt so zu mehr als 60 Prozent ausschließlich regenerative Energie. Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Das Bayernwerk ist eine 100-prozentige E.ON-Tochter.