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Brachten die Kommunale Wärmeplanung auf den Weg (v.li.): Projektleiter Tobias Eckardt, Bürgermeister Stefan Ditl (Plech), Bürgermeister Claus Meyer (Betzenstein) und Kommunalbetreuer Burkhard Butz (Bayernwerk Netz).

Pressemitteilung

Verwaltungsgemeinschaft Betzenstein startet die Kommunale Wärmeplanung

Betzenstein. Die Verwaltungsgemeinschaft Betzenstein (Lkr. Bayreuth) packt die Kommunale Wärmeplanung an und hat damit die Bayernwerk Netz GmbH (Regensburg) und das Institut für nachhaltige Energieversorgung (Rosenheim) beauftragt. Die Wärmeplanung für die Gemeinden Betzenstein und Plech soll aufzeigen, wie der Wärmebedarf in den Gemeindeteilen in Zukunft durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.

Stefan Ditl, Bürgermeister der Gemeinde Plech, betonte beim Auftaktgespräch, dass eine realistische und praxisnahe Erwartungshaltung an den Prozess nötig ist. Sein Kollege Claus Meyer, Bürgermeister von Betzenstein, unterstützte diesen Ansatz. Seine Erfahrung habe gezeigt, dass insbesondere gemeinsame Lösungen im Wärmesektor stark von den beteiligten Akteuren abhängig sind. Die Wärmeplanung als gesetzliche Verpflichtung liefert hierfür zunächst eine allgemeine Planungsgrundlage und keine verbindliche Umsetzungsstrategie.

Der Gesetzgeber hat Fakten geschaffen. Kleinere Kommunen müssen bis zum 30. Juni 2028 eine Kommunale Wärmeplanung (KWP) vorlegen. Mit deren Erstellung hat die Verwaltungsgemeinschaft die Bayernwerk Netz GmbH mit dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) beauftragt.

Prioritäten setzen für die Zukunft

„Niemand muss jetzt zuhause seine Heizung rausreißen!“: Projektleiter Tobias Eckardt von der Bayernwerk Netz betonte beim Auftaktgespräch, die KWP liefere einen Fahrplan für konkrete Maßnahmen und setze Prioritäten für die Zukunft: Welche Wärmequelle macht in welchem Teil des Gemeindegebietes Sinn? „Was davon tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, muss die Gemeinde in einem nächsten Schritt entscheiden“, so Eckardt.

Aufgabe der KWP ist es nach den gesetzlichen Vorgaben nicht, eine Detailplanung zur technischen Umsetzung und zur wirtschaftlichen Machbarkeit zu liefern, oder gar fixe Preise für die Wärmelieferung an Endkunden. „Das wäre nach Abschluss der KWP dann im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die nächste Aufgabe“, so Eckardt.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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