Pressemitteilung —
Stärkeres Hochspannungsnetz zwischen Regensburg und Straubing
Straubing/Regensburg. Die Bayernwerk Netz GmbH hat am Dienstag, 19. Mai, Pläne zur Modernisierung der 110-Kilovolt-Freileitung zwischen dem Umspannwerk Regensburg nördlich von Neutraubling und dem Umspannwerk Straubing vorgestellt. Der Verteilnetzbetreiber informierte Grundstückseigentümer und Bewirtschafter sowie die Vertreter von Kommunen und Verbänden im Gasthof Deutsch in Barbing, dass die bestehende Hochspannungsleitung ertüchtigt werden soll. Ziel ist es, das regionale Verteilnetz für die Anforderungen der Energiezukunft aufzustellen. Insgesamt wendet der Netzbetreiber für die Verbesserung der örtlichen Netzinfrastruktur rund 12 Millionen Euro auf.
„Mit der Modernisierung bringen wir die bestehende Hochspannungsverbindung technisch auf den neuesten Stand. Wir erhöhen damit die Leistungsfähigkeit der Leitung und schaffen die Grundlage dafür, dass künftig mehr lokaler Strom ins Netz eingespeist und zuverlässig in der Region verteilt werden kann“, erklärt Brigitte Weinbrecht, Genehmigungsmanagerin der Bayernwerk Netz. Auf dem rund 18 Kilometer langen Teilstück zwischen Regensburg und dem Umspannwerk in Sünching ist die Erhöhung von 11 Masten und der Neubau von zwei weiteren Masten vorgesehen. „Wichtig ist uns dabei, die Menschen vor Ort frühzeitig zu informieren, warum gehen wir dieses Projekt angehen und welche Schritte als nächstes anstehen“, sagt Brigitte Weinbrecht.
Bayernwerk Netz stärkt das regionale Verteilnetz
Damit die Leitung künftig mehr Strom verteilen kann, erhöht die Bayernwerk Netz die neuen Masten im Schnitt um rund fünf Meter. So bleiben die vorgeschriebenen Mindestabstände zwischen den Leiterseilen und dem Boden auch bei voller Auslastung gewahrt. Zwei zusätzliche Masten binden künftig das Umspannwerk Neutraubling an. Auf dem Leitungsabschnitt zwischen Sünching und Aiterhofen werden in diesem Jahr zusätzlich die Leiterseile leistungsstärker ersetzt. Darüber hinaus steht in den kommenden Jahren das Umspannwerk in Sünching zur Modernisierung an.
Nächste Schritte und Zeitplan
Die Bayernwerk Netz bereitet das Genehmigungsverfahren seit 2024 vor. Im vergangenen Jahr wurden Flora und Fauna kartiert, im Herbst 2025 folgten Baugrunduntersuchungen. Im dritten Quartal 2026 möchte der Verteilnetzbetreiber die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung der Oberpfalz einreichen. Der Baubeginn ist für Sommer 2027 geplant. Mit der Inbetriebnahme rechnet die Bayernwerk Netz im Jahr 2028.
Bis 2045 rechnet die Bayernwerk Netz zum einen mit der Verdopplung des Energieverbrauchs getrieben durch Elektrifizierung mit Elektromobilität und dem Einsatz von Wärmepumpen sowie neuen Verbrauchern wie Rechenzentren. Zum anderen gehen Prognosen davon aus, dass sich die installierte Erzeugungsleistung verdreifachen wird. Mit der Erneuerung der Hochspannungsleitung stärkt der Verteilnetzbetreiber die Versorgungssicherheit und macht das regionale Verteilnetz fit für die Energiewende. Die Kosten für den Ersatzneubau liegen bei rund zwölf Millionen Euro.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.
Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.