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Die Preisträger des Bürgerenergiepreises Oberbayern 2022 mit Regierungspräsident Dr. Konrad Schober (6. von links) und Bayernwerk-Vertreter Markus Leczycki (8. von links).
Die Preisträger des Bürgerenergiepreises Oberbayern 2022 mit Regierungspräsident Dr. Konrad Schober (6. von links) und Bayernwerk-Vertreter Markus Leczycki (8. von links).

Pressemitteilung -

Preis für vorbildliche Energieprojekte in Oberbayern - Bayernwerk und Regierung von Oberbayern verleihen Bürgerenergiepreis

Bayernwerk und Regierung von Oberbayern verleihen Bürgerenergiepreis – insgesamt 10.000 Euro Preisgeld – Preisverleihung bei der Regierung von Oberbayern


Regensburg/München. Eine Bauherrengemeinschaft, die ein energieunabhängiges Doppelhaus geschaffen hat, eine Schule, die Klima- und Umweltthemen in den Unterricht integriert, und ein Förderverein, der Energiewissen vermittelt: Diese drei Projekte sind jetzt mit dem Bürgerenergiepreis ausgezeichnet worden, der jährlich von der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) in Kooperation mit der Regierung von Oberbayern vergeben wird. 10.000 Euro teilen sich die Bauherrengemeinschaft Wörthsee (Landkreis Starnberg), die Grundschule Neuburg-Ost aus Neuburg an der Donau (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) und der Zornedinger Förderverein für Sport & Kultur e. V. (Landkreis Ebersberg). Die Preisübergabe fand am Dienstag (19. Juli) in den Räumen der Regierung von Oberbayern in München statt. Die Auszeichnung nahmen Markus Leczycki, Leiter Kommunalmanagement der Bayernwerk Netz GmbH, und Regierungspräsident Dr. Konrad Schober vor. „Der Mensch steht im Mittelpunkt einer klimaneutralen Energiezukunft. Der Bürgerenergiepreis belohnt vorbildliche Projekte, die Preisträger gestalten die Energiewende als Vorreiter aktiv mit. Das spornt zum Nachahmen an“, erklärt Markus Leczycki. Dr. Konrad Schober betont, wie wichtig es ist, den Klimaschutz nicht nur global, sondern auch in der eigenen Region im Blick zu behalten: „Jeder kann, ja muss, etwas tun damit die Energiewende gelingen kann. Allein auf andere zu zeigen oder Klimaschutz ganz allgemein gut zu finden, ohne selbst etwas beizutragen, hilft nicht weiter. Die Preisträger zeigen mit ihren innovativen Projekten die Möglichkeiten des Einzelnen.“

Nachhaltiges Wohnen und Arbeiten im Doppelhaus

Mit dem Projekt „M5 Doppelhaus mit Büroeinheit“ hat die Bauherrengemeinschaft Wörthsee ein innovatives Beispiel für eine neue Art des Wohnens und Arbeitens geschaffen. In Steinebach in der Gemeinde Wörthsee wohnen und arbeiten zwei Familien unter einem Dach und reduzieren damit den Flächen- und Energieverbrauch. Das Haus versorgt sich mit regenerativen Energiequellen aus Grundwasser und Sonnenenergie zudem weitgehend selbst. Eine eigene Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher macht das Haus energieunabhängig und versorgt die E-Ladesäulen neben dem Haus. Beim Bau hat die Bauherrengemeinschaft überwiegend langlebige und nachwachsende Rohstoffe wie Holz verwendet. Eine Dach- und Fassadenbegrünung von Haupt- und Nebengebäude verbessert das Mikroklima, erweitert die bioaktive Fläche und schafft eine angenehme Pufferzone, indem sie im Sommer vor der Sonne schützt und im Winter und in der Übergangszeit solare Wärmeeinträge zulässt. Das Erdgeschoss und der Garten werden zudem für die lokale Kinder- und Jugendarbeit als Kunstschule genutzt. Die Bauherrengemeinschaft Wörthsee erhält 3.000 Euro Preisgeld.

Klima- und Umweltschutz im Schulalltag

Mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler für ihre Umwelt zu sensibilisieren, integriert die Grundschule Neuburg-Ost in Neuburg an der Donau Aktionen zum Klima- und Umweltschutz in den Schulalltag. Mit dem Projekt „Wir packen an – kleine Umweltschützer“ führt die Schule die Kinder an einen klimafreundlichen Umgang mit der Umwelt heran. Im Schuljahr 2021/2022 fanden vier Projekte zu den Themen Plastik, Recycling, biologische Vielfalt und regionale und gesunde Ernährung statt. Die Schülerinnen und Schüler bekamen Stofftaschen, sammelten alte Gebrauchsgegenstände, bauten Insektenhotels im Werkunterricht, die später auf der Schulwiese aufgestellt wurden, bauten und bepflanzten Hochbeete. Bei einem gemeinsamen Frühstück wurde dann die Ernte verzehrt. Die Grundschule Neuburg-Ost erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Klimavorbildliches Service-Büro

Das Service-Büro des Zornedinger Fördervereins für Sport & Kultur e. V. ist nicht nur eine wichtige Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, sondern auch wichtiger Vorreiter in Sachen Klima- und Umweltschutz in der Gemeinde. Die Ehrenamtlichen koordinieren seit Jahren verschiedene Projekte für eine erfolgreiche Energiewende. Neben dem kostenlosen Verleih eines Lastenfahrrads steht auch der Bürgerbus jederzeit bereit. Er dient als Alternative zu Fahrten mit dem eigenen Auto und macht Menschen mobil, die kein Auto haben. Die regelmäßige Foodsharing-Aktion leistet einen wichtigen Beitrag zu weniger Lebensmittelverschwendung und das vom Förderverein initiierte Repaircafé schenkt kaputten Gebrauchsgegenständen ein neues Leben. Der Aktiv-Treff für Senioren thematisiert unter anderem Energiesparen im Haushalt und bietet damit einen Anreiz, den individuellen Verbrauch von Energie zu reduzieren. Laufend kommen zudem neue Projekte hinzu, um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Groß und Klein einzugehen. Der Zornedinger Förderverein erhält ein Preisgeld von 4.000 Euro.

Schon jetzt für die nächste Runde bewerben

Der Bürgerenergiepreis wurde 2013 erstmals in Niederbayern verliehen. Dort feiert er in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum. Aber auch in den Regierungsbezirken Oberbayern, Unterfranken, Oberfranken und in der Oberpfalz werden seit Jahren Preisträgerinnen und Preisträger gesucht. Videos der bisherigen Sieger sind im Bayernwerk-Kanal auf

YouTube zu finden. Mitmachen können Vereine, Kindergärten, Schulen oder Privatpersonen. Ausgeschlossen sind Projekte von Unternehmen, die sich gewerblich mit Energieeffizienz beschäftigen. Schon jetzt können Bewerbungen für die nächste Runde eingereicht werden. Die Bewerbungsunterlagen und Informationen zum Bürgerenergiepreis sind unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreiszu finden.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In den Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 70 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen 340.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.


Pressekontakt

Maximilian Zängl

Maximilian Zängl

Pressekontakt Leiter Kommunikation Pressesprecher Bayernwerk AG +49 941-201-7820