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Packen gemeinsam die Wärmeplanung an (v.li.): Bürgermeister Stefan Lang, Christina Albrecht (Projektleiterin Bayernwerk Netz GmbH), Kommunalbetreuer Franz-Josef Bloier (Bayernwerk Netz) und Jonas Steinleitner, Verantwortlicher in der Verwaltung.

Pressemitteilung -

Ortenburg: Bürgermeister Lang fordert "Wärmeplanung mit Maß und Ziel"

Ortenburg. Der Markt Ortenburg (Lkr. Passau) packt die Kommunale Wärmeplanung an und hat damit die Bayernwerk Netz GmbH (Regensburg) und das Institut für nachhaltige Energieversorgung (Rosenheim) beauftragt. Die Wärmeplanung für Ortenburg soll aufzeigen, wie der Wärmebedarf in der Gemeinde in Zukunft durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.

„Als Kommune kommen wir unserer gesetzlichen Verpflichtung nach und erstellen – auf Grundlage einer über viele Jahre gewachsenen und sehr guten Zusammenarbeit mit der Bayernwerk Netz GmbH – eine aus unserer Sicht mit Maß und Ziel entwickelte kommunale Wärmeplanung. Dabei legen wir großen Wert darauf, individuelle und passgenaue Lösungen zu finden. Wichtig ist uns auch zu betonen, dass die Kommune selbst kein Energienetzwerk aufbauen wird. Für die Erstellung der Wärmeplanung haben wir einen finanziellen Ausgleich, eine sogenannte Konnexitätszahlung, in Höhe von 52.000 Euro erhalten. Das bedeutet, dass der Gemeinde durch die kommunale Wärmeplanung keine eigenen Kosten entstehen“, so Bürgermeister Stefan Lang.

Fahrplan für konkrete Maßnahmen

Der Gesetzgeber hat Fakten geschaffen. Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern müssen bis zum 30. Juni 2028 eine Kommunale Wärmeplanung (KWP) vorlegen. Mit deren Erstellung hat der Marktgemeinderat nach einer Ausschreibung die Bietergemeinschaft aus Bayernwerk Netz GmbH und dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) beauftragt.

„Niemand muss jetzt zuhause seine Heizung rausreißen!“: Projektleiterin Christina Albrecht von der Bayernwerk Netz betonte beim Auftaktgespräch im Verwaltungsgebäude in Unteriglbach, die KWP liefere einen Fahrplan für konkrete Maßnahmen und setze Prioritäten für die Zukunft: Welche Wärmequelle macht in welchem Teil des Stadtgebiets Sinn? „Was davon tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, muss die Marktgemeinde in einem nächsten Schritt entscheiden“, so Albrecht.

Kontinuierliche Beteiligung der Öffentlichkeit

Gebäudetypen, Baualtersklassen, Verbraucher, Erzeuger, Energiequellen: mit Unterstützung der INEV und der Verwaltung wird zusätzlich mit allen relevanten Akteuren vor Ort Kontakt aufgenommen, um aktuelle und detaillierte Daten zu erfassen. Kommunalbetreuer Franz Bloier (Bayernwerk Netz GmbH) betonte, eine kontinuierliche Beteiligung der Öffentlichkeit sei von zentraler Bedeutung. Daher gehört auch die Organisation einer Bürgerinformationsveranstaltung zu den Aufgaben, die auf der Agenda der KWP stehen.

Aufgabe der KWP ist es nach den gesetzlichen Vorgaben nicht, eine Detailplanung zur technischen Umsetzung und zur wirtschaftlichen Machbarkeit zu liefern, oder gar fixe Preise für die Wärmelieferung an Endkunden. „Das wäre nach Abschluss der KWP dann im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die nächste Aufgabe“, so Christina Albrecht.

Neue gesetzliche Regelungen

Die Bundesregierung plant unterdessen ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Bislang liegen dazu nur Eckpunkte vor. Angekündigt wurde unter anderem, dass die bestehenden Vorschriften für das Heizen mit Energie aus erneuerbaren Quellen gelockert werden sollen. Nach aktuellem Stand soll das neue GMG im noch in diesem Jahr vom Bundestag verabschiedet werden. „Selbstverständlich werden unsere Empfehlungen im Wärmeplanungsprozess die Vorgaben des neuen Gesetzes berücksichtigen“, kündigte Albrecht an.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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