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Pressemitteilung -

Neues Umspannwerk Irlbach entsteht im Rekordtempo

Irlbach. Die Energiewende schreitet in Niederbayern mit Riesenschritten voran. Allein im Landkreis Straubing‑Bogen ist die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien zwischen 2021 und 2025 aufgrund des PV-Booms um fast 85 Prozent gewachsen. Ein Schlüsselprojekt, um die zunehmende Sonnenstromproduktion ins Netz zu integrieren, ist das neue Umspannwerk Irlbach der Bayernwerk Netz GmbH. Bei einem Besuch auf der Baustelle haben sich Bayernwerk-Vorstandsvorsitzender Dr. Egon Leo Westphal und Bayerns Bau- und Verkehrsminister Christian Bernreiter vor wenigen Tagen über die Energiewende in der Region ausgetauscht.

Dieses Umspannwerk sei eine Premiere, erklärt Egon Leo Westphal. „Erstmals realisieren wir eine solche Anlage nach der geänderten Bayerischen Bauordnung ohne Baugenehmigung. Ich bedanke mich deshalb sehr bei der Bayerischen Staatsregierung für diese Vereinfachung.“ Dadurch war ein früherer Baustart möglich. „Dieser Tempowechsel passt zu unserer Bayernwerk-Geschwindigkeit: Nach dem Baustart im August letzten Jahres können wir bereits in wenigen Wochen ein Provisorium für die regionale Stromversorgung in Betrieb nehmen. Indem wir parallel bauen und in Betrieb gehen, sichern wir die Versorgungssicherheit und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Niederbayern“, so Westphal. Nach einer Novelle der Bayerischen Bauordnung sind Umspannwerke im Außenbereich seit Januar 2025 verfahrensfrei. Dadurch entfällt das formelle Baugenehmigungsverfahren durch das Landratsamt. Alle geltenden Vorschriften müssen selbstverständlich weiter eingehalten und Nachweise je nach Erfordernis eingereicht werden. 2028 soll die Anlage komplett fertiggestellt werden.

„Es ist beeindruckend, wie zügig die Arbeiten hier voranschreiten – das ist echtes Niederbayern-Tempo! Es wird deutlich, dass die Modernisierungsgesetze greifen: Sie bringen spürbare Erleichterungen und tragen dazu bei, Verfahren zu beschleunigen. So sorgt die Bayerische Staatsregierung für weniger Bürokratie und mehr Dynamik, insbesondere auch durch Anpassungen in der Bayerischen Bauordnung“, sagt Minister Bernreiter.

Genauso wichtig wie die Stromversorgung sind auch die neuen Einspeisekapazitäten des Umspannwerks. Westphal sagt: „Es gibt immer mehr PV-Anlagen auf Wohnhäusern und in der Fläche, die in unsere Netze einspeisen. Einer der Transformatoren ist deshalb ausschließlich für die Einspeisung von grünem Strom vorgesehen. So bringen wir die stark wachsende Photovoltaikproduktion zuverlässig über das Hochspannungsnetz zu den Verbrauchern und zur Industrie in der Region.“

In den vergangenen beiden Jahren hat die Bayernwerk Netz insgesamt 25 sogenannte Umspannwerk‑Äquivalente in Betrieb genommen. Gemeint sind Neubauten, Erweiterungen oder Modernisierungen bestehender Anlagen, die zusammen der Leistung von 25 neuen Umspannwerken entsprechen. „Diesen Wachstumskurs setzen wir fort. In den kommenden Jahren werden wir mehr als 200 weitere Anlagen neu bauen oder umfassend modernisieren“, sagt Westphal. Eine der größten Herausforderungen dabei ist die Verfügbarkeit geeigneter Flächen für neue Umspannwerk-Standorte. „Die frühzeitige Zusammenarbeit mit Kommunen und Grundstücksbesitzern ist für uns von größter Bedeutung, um sich gemeinsam über geeignete Flächen für die Energiewende in der Region abzustimmen“, so Westphal.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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