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Die Bilder des Kulturpreis-Abends: Sonderpreisträgerin Martina Schwarzmann (l.) mit Laudatorin, Staatsministerin Marion Kiechle, und Kunstpreisträger Günther Sigl (2. v. r.) mit Laudator Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte.
Die Bilder des Kulturpreis-Abends: Sonderpreisträgerin Martina Schwarzmann (l.) mit Laudatorin, Staatsministerin Marion Kiechle, und Kunstpreisträger Günther Sigl (2. v. r.) mit Laudator Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte.

Pressemitteilung -

Kulturpreis Bayern 2018: Preisträger „geben Bayern wertvolle gesellschaftliche Impulse“

Bayernwerk und bayerisches Wissenschafts- und Kunstministerium zeichnen fünf Künstler und 32 Wissenschaftler aus – Sonderpreis für Kabarettistin Martina Schwarzmann

Sie sind Exportschlager des Kunst- und Wissenschaftsstandorts Bayern: Das Bayernwerk und das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst haben am Donnerstagabend im Münchner Kesselhaus insgesamt 38 Künstler und Wissenschaftler aus dem Freistaat ausgezeichnet. Neben dem Musiker und „Spider-Murphy-Gang“-Mitbegründer Günther Sigl, dem Architekten Peter Haimerl, der unter anderem das Konzerthaus in Blaibach gestaltet hat, und dem international gefeierten Klarinettisten Klaus Hampl haben auch Bildhauer Christian Schnurer, der für seine internationalen Projekte im öffentlichen Raum geehrt wurde, und Nina Sonnenberg, besser bekannt als Rapperin „Fiva“, eine der begehrten Bronzestatuen, den „Gedankenblitz“, erhalten. Die Kabarettistin Martina Schwarzmann nahm den diesjährigen Sonderpreis aus den Händen von Bayerns Wissenschafts- und Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle entgegen.

„Die ausgezeichneten Künstler und Wissenschaftler geben unserem Kulturstaat Bayern wertvolle gesellschaftliche Impulse. Sie erweitern unseren Horizont und schärfen unser Bewusstsein für Vergangenheit und Zukunft. Sie festigen so Bayerns Rolle als bedeutender Kunst- und Wissenschaftsstandort“, würdigte Bayerns Wissenschafts- und Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle die diesjährigen Preisträger.

Bei der Kulturpreis-Gala im Kesselhaus München hat Schirmherrin Kiechle einen Sonderpreis an die Kabarettistin Martina Schwarzmann verliehen. Sie sei „eine herausragende Menschendarstellerin, die gesellschaftliche und soziale Realitäten in ihrem Programm treffsicher bewusstmacht“, lobte Ministerin Kiechle in ihrer Laudatio. Zu den seit 2005 für ihre herausragenden Leistungen in Kunst und Wissenschaft ausgezeichneten Sonderpreisträgern gehören neben Martina Schwarzmann unter anderem bereits Bruno Jonas, Gerhard Polt, Sigi Zimmerschied, Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig, Dieter Dorn und Franz Xaver Bogner.

„Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft“

Neben den fünf Kunstpreisträgern und der Sonderpreisträgerin zeichneten das Bayernwerk und das bayerische Wissenschafts- und Kunstministerium 32 Absolventen und Doktoranden der bayerischen Kunsthochschulen, Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften aus. „Mit dem Kulturpreis Bayern möchten wir die Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft, aber auch zwischen Tradition und Moderne schlagen“, erklärte Bayernwerk-Vorstandsvorsitzender Reimund Gotzel, der Gastgeber des Galaabends. Das um die Auszeichnung über Jahrzehnte hinweg entstandene Netzwerk herausragender Künstler und Wissenschaftler, das mittlerweile weit über den Freistaat hinausreiche, so Gotzel weiter, sei für das Bayernwerk eine großartige Anerkennung der eigenen Bemühungen.

„Gedankenblitz“ für alle Preisträger

Der Kulturpreis Bayern geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals 1959 verliehen wurde. Die Auszeichnung ist in der Sparte Kunst mit jeweils 5.000 Euro und in der Sparte Wissenschaft mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Daneben erhalten alle Preisträger die eigens für die Auszeichnung geschaffene Bronzestatue „Gedankenblitz“, die der Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer, 1974 selbst mit dem Kulturpreis Ostbayern ausgezeichnet, gestaltet hat. Die fünf Kunstpreisträger werden dabei von einer Fachjury ausgewählt, die Wissenschaftspreisträger von ihrer jeweiligen Hochschule. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht zusätzlich einen Sonderpreis.

Der diesjährige Veranstaltungsort, das Münchner Kesselhaus, ist ein ehemaliger Industriekomplex im Stadtteil Freimann und dient seit 2007 als Konzert- und Eventhalle. Bayern-3-Moderator Thorsten Otto hatte die rund 350 geladenen Gäste durch den Abend geführt, begleitet von einigen künstlerischen Darbietungen – unter anderem von diesjährigen wie früheren Kulturpreisträgern.

Die fünf Kunstpreisträger 2018 im Kurzprofil (alphabetisch):

  • Architektur: Peter Haimerl (Niederbayern)

Der Architekt Peter Haimerl wird 1961 in Eben bei Viechtach (Landkreis Regen) geboren. Nach seinem Studium in München und seinem Diplomabschluss 1987 arbeitet Haimerl zunächst in verschiedenen Architekturbüros. 1991 gründet er schließlich sein Eigenes und lehrt gleichzeitig an mehreren Hochschulen. Sein Forschungsprojekt „ZOOMTOWN“ begleitet ihn seit dieser Zeit und ist Grundlage für die meisten seiner Projekte. Das Hauspatenprojekt „Bauen im Bestand“, das Haimerl 2010 gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege initiiert, ist nur eines davon. Haimerls bis dato bekanntestes Werk ist das Konzerthaus Blaibach (Landkreis Cham), das er bis zur Fertigstellung 2014 gemeinsam mit Bariton Thomas Bauer, einem weiteren Kulturpreisträger, gestaltet hat.

www.peterhaimerl.de

  • Musik: Klaus Hampl (Schwaben)

Der Klarinettist Klaus Hampl stammt aus Kaufbeuren und hat sudetendeutsche Wurzeln. Der bekennende Allgäuer und international gefeierte Solist und Kammermusiker festigt seine Karriere in Italien. Zu einer wichtigen Station in seinem Leben wird bald Rom und damit das Quartetto di Roma. Nicht zuletzt wegen seiner Zusammenarbeit mit dem Quartetto di Roma wird Klaus Hampl mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gabler-Kulturpreis und dem Sudetendeutschen Kulturpreis. Bemerkenswert ist, dass Hampl in seinem Schaffen künstlerische Zusammenhänge aufdeckt und eigenschöpferisch wiedervereint. So zum Beispiel bei den Einspielungen von Max Reger und Henri Marteau, bei Coleridge Taylor und Paul Ben Haim – einem 1984 verstorbenen Komponisten, der Klaus Hampl besonders am Herzen liegt. Auf anderem Weg versucht Klaus Hampl mit Kulturpreisträger Sigi Schwab mit der von ihnen gegründeten Camerata Bavarese, Grenzen zwischen U- und E-Musik aufzuheben.

www.klaus-hampl.de

  • Bildende Kunst: Christian Schnurer (Oberpfalz)

Der freischaffende Künstler Christian Schnurer wurde 1971 in Schwandorf geboren. Seine Installationen und Interventionen haben häufig einen gesellschaftspolitischen Hintergrund. Zu Schnurers wichtigsten Projekten zählt etwa der „Exportweltmeister“: Mit einem Trabi und einer rosa Abwurfrakete als Dachlast reist Schnurer im Herbst 2015 von München nach Kiew, inmitten der Donbasskrise auf der Suche nach kriegsverherrlichenden Monumenten, vor die er das absurde Objekt platziert. Um die Arbeitsbedingungen zeitgenössischer Künstler zu verbessern, aber auch um freie Kunst und angewandte Künste einander näher zu bringen, gründet Schnurer 2010 die „Halle 6“, ein freies Künstlerhaus in München. Als Landesvorsitzender des Berufsverbands Bildender Künstler setzt sich Schnurer für die überregionale und internationale Vernetzung von Künstlern ein. Schnurer ist unter anderem mit dem Staatspreis für Bildende Kunst der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet worden.

www.christian-schnurer.de

  • Musik: Günther Sigl (Oberbayern)

Günther Sigl, geboren 1947 in Schongau, entdeckt als gelernter Bankkaufmann die Beatmusik für sich. 1971 hängt er seinen Job bei der Münchner Bank an den Nagel und beschließt, Berufsmusiker zu werden. Internationale Bekanntheit erlangt Sigl als Mitbegründer der „Spider Murphy Gang“: 1977 mit Barny Murphy, Franz Trojan und Michael Busse aus der Taufe gehoben, macht sich die Band ab 1981 mit Hits wie „Skandal im Sperrbezirk“, „Schickeria“ oder „Mir san a bayrische Band“ unvergesslich. Seit 2010 tritt der Komponist, Texter und Musiker auch als „Günther Sigl & Band“ auf. Vergangenes Jahr ist Sigls neue Formation mit dem Oberbayerischen Kulturpreis ausgezeichnet worden.

www.guenther-sigl.de

  • Literatur/Musik: Nina Sonnenberg (Oberbayern)

Die Rapperin, Moderatorin und Autorin Nina Sonnenberg wird 1978 in München geboren. Nach einer Ausbildung zur Verlagskauffrau gründet sie 1999 mit Sebastian Schwarz alias DJ Radrum das Rap- und Spoken-Word-Projekt „Fiva & Radrum“. Gemeinsam mit Schwarz baut Sonnenberg 2005 während ihres Soziologie-Studiums das Label „Kopfhörer Recordings“ auf. In ihren Texten tritt sie den Stereotypen des Hip-Hop ironisch entgegen. Neben ihrer Karriere als Rapperin und Poetry-Slammerin arbeitet Sonnenberg als Radio- und TV-Moderatorin. 2012 tritt sie mit „Fiva & Das Phantom Orchester“ für Bayern beim Bundesvision Song Contest an. Sonnenberg ist bereits mehrfach für den Grimme-Preis nominiert worden.

www.ninafivasonnenberg.de

Die Sonderpreisträgerin 2018 im Kurzprofil:

  • Kabarett: Martina Schwarzmann (Oberbayern)

Martina Schwarzmann ist in Fürstenfeldbruck aufgewachsen. Im Jahr 2000 beginnt die gelernte Köchin, auf verschiedenen Kleinkunstbühnen mit selbstgemachten Texten und Liedern aufzutreten. Dabei karikiert sie, häufig mit der Gitarre an ihrer Seite, Alltagsszenen wie den Besuch eines Wertstoffhofs oder das Münchner Oktoberfest. Als Inspiration dienen Schwarzmann dabei die Lebenswelt der oberbayerischen Landbevölkerung, aber auch persönliche Erlebnisse. Martina Schwarzmann hat bereits zahlreiche namhafte Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Bayerischen und Deutschen Kabarettpreis sowie den Deutschen Kleinkunstpreis.

www.martina-schwarzmann.de

Die Wissenschaftspreisträger 2018 der bayerischen Kunsthochschulen:

  • Sandra Bejarano Gil, Akademie der Bildenden Künste München
  • Isa Micklitza, Hochschule für Fernsehen und Film München
  • Dr. Cheng Xie, Hochschule für Musik und Theater München
  • Laila Auburger, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
  • Katrin Hackl, Hochschule für Musik Nürnberg
  • Martin Sturm, Hochschule für Musik Würzburg

Die Wissenschaftspreisträger 2018 der bayerischen Universitäten:

  • Dr. Stefan Mühlbauer, Universität Augsburg
  • Dr. Noemi Schmitt, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
  • Dr. Annachiara Raia, Universität Bayreuth
  • Dr. Nicole Goerig, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Dr. Henry Schurkus, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Dr. Isabella Bertmann, Technische Universität München
  • Dr. Johannes Lorenz, Universität Passau
  • Dr. Jonas Hock, Universität Regensburg
  • Dr. Dorit Borrmann, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die Wissenschaftspreisträger 2018 der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften:

  • Stefan Schumann, Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden
  • Christian Gortol, Hochschule Ansbach
  • Simon Biberacher, Hochschule Aschaffenburg
  • Alice Strunkmann-Meister, Hochschule Augsburg
  • Christina Röhrich, Hochschule Coburg
  • Daniela Heuberger, Technische Hochschule Deggendorf
  • Karolin Weck, Hochschule Hof
  • Maximilian Zuleger, Technische Hochschule Ingolstadt
  • Benno Timmermann, Hochschule Kempten
  • Sebastian Thomeczek, Hochschule Landshut
  • Johannes Göpfert, Hochschule München
  • Nick Brandolini, Hochschule Neu-Ulm
  • Dirk Schneider, Technische Hochschule Nürnberg
  • Barbora Blahníková, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
  • Alexander Platsch, Technische Hochschule Rosenheim
  • Bettina Knörr, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
  • Ricarda Schuhmann, Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt

Weitere Informationen sowie Bilder, Audios und Videos zum Kulturpreis Bayern auf

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Als langjähriger Partner steht das Unternehmen rund 1.200 Kommunen bei der Energiewende vor Ort zur Seite. Das gesellschaftliche Engagement für die bayerischen Regionen ist eines der Markenzeichen des Bayernwerks. Das Unternehmen engagiert sich nachhaltig für Schule und Jugend, Tradition und Kultur, Soziales, Ökologie sowie den Breitensport.

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