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Bayernwerk Netz entfernt in Inchenhofen im Kundencenter-Gebiet Pfaffenhofen zwei alte Strommasten mit dem Helikopter. Erdleitungen sichern künftig die Stromversorgung.
Bayernwerk Netz entfernt in Inchenhofen im Kundencenter-Gebiet Pfaffenhofen zwei alte Strommasten mit dem Helikopter. Erdleitungen sichern künftig die Stromversorgung.

Pressemitteilung -

Hubschraubereinsatz für die Energiezukunft

Pfaffenhofen/Inchenhofen. Am Donnerstag, 19. Mai, ist es in Inchenhofen zu einem ungewöhnlichen Hubschraubereinsatz gekommen: Die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) hat zwei etwa 45 Meter hohe Strommasten per Helikopter aus dem Wald herausgehoben. In einem Stück wurden die Masten von einem großen Hubschrauber bei dem 90-minütigen Einsatz aus dem Wald transportiert und auf einen Lagerplatz in der Nähe abgelegt. Die Mast-Demontage ist der Abschluss einer erfolgreichen Leitungserneuerung. Im vergangenen Jahr hatte das Bayernwerk leistungsstärkere Erdkabel verlegt, die die bisherige Freileitung ersetzen.

„Um die zunehmende Einspeisung von erneuerbarer Energie aus verschiedenen Quellen aufzunehmen und regional zu den Verbrauchern zu verteilen, brauchen wir ein intelligentes und starkes Stromnetz“, erläutert Thorsten-Peter Müller, Leiter des Bayernwerk-Kundencenters in Pfaffenhofen. Die Erdkabel bieten im Vergleich zu den alten Freileitungen eine höhere Versorgungssicherheit: „Erdkabel sind robuster. Sturm und umstürzende Bäume können ihnen nichts anhaben. Zudem sind die neuen Kabel fast doppelt so leistungsstark wie die bisherigen Leitungen.“ Die neue Kabelstrecke verläuft rund zwei Kilometer vom Inchenhofener Ortsteil Ried über Ainertshofen bis zum Ortsteil Sainbach. „Die Energiewende und insbesondere der Ausbau der Photovoltaik für mehr grüne Energie und eine größere Unabhängigkeit bei der Versorgung kann nur mit einem starken Stromnetz gelingen. Mit den geplanten Rekordausgaben in den kommenden Jahren in unsere Netz-Infrastruktur sichert das Bayernwerk die Energieversorgung in Bayern“, sagt Thorsten-Peter Müller. Die Kosten für die Modernisierung und die Ertüchtigung dieses Netzabschnittes liegen bei rund 250.000 Euro. Den Teil-Auftrag für den Leitungsbau hatte die Kabelbaufirma Peter Knauer aus Sainbach übernommen.

Gute Vorbereitung

Mucahide Karatay hat den Abtransport der Masten als Projektleiterin organisiert. Sie weiß: „Einen solchen Einsatz hatten wir im Netzgebiet Pfaffenhofen seit rund 20 Jahren nicht mehr, denn so genannte Waldüberspannungen wurden selten gebaut. Die effektivste und umweltfreundlichste Art des Abbaus war ein Hubschraubereinsatz, um die Bäume und andere Gewächse im Umfeld möglichst nicht zu beschädigen.“ Die Aktion war gut vorbereitet. Zunächst hatte die Grießer Elektromontagen GmbH aus Weilach die Leiterseile entfernt, sodass die beiden 45 Meter hohen und jeweils rund 4.000 Kilogramm schweren Masten stehen blieben. An diesen hatte das Fachunternehmen im Anschluss die Seile und Schlaufen für den Transport durch die Luft fachgerecht angebracht. „Der Helikopter wurde nach seiner Ankunft auf dem nahegelegenen Sportplatz erst einmal betankt“, sagt Mucahide Karatay. Für den komplexen Einsatz galten strenge Genehmigungs- und Sicherheitsvorschriften, die im Vorfeld mit den zuständigen Behörden abgestimmt wurden. „Außer dem Piloten und dem Copiloten durfte beispielsweise während des Flugs keine weitere Person im Hubschrauber sitzen“, erläutert die Projektleiterin. Deshalb wurden die Foto- und Videoaufnahmen aus der Luft vom seltenen Mastrückbau von einer Drohne gemacht, die den nötigen Sicherheitsabstand einhielt. Nachdem die Masten vom Hubschrauber auf die Freifläche gebracht wurden, hat das Team der Grießer Elektromontagen GmbH begonnen, den Stahlmast in dessen Einzelteile zu zerlegen. Im Anschluss werden die Mastteile von einem Wertstoffhändler abgeholt und fachgerecht entsorgt oder wiederverwertet.

Hintergrund/Infokasten

Hoch hinaus beim Bayernwerk: Der Energieversorger und Netzbetreiber bietet unterschiedliche Chancen für Arbeitnehmer, sich für eine erfolgreiche Energiezukunft zu engagieren und die eigene Karriere voranzutreiben. Durch dezentrale Strukturen bietet das Bayernwerk in allen Regionen des Freistaats spannende Optionen zum Einstieg in die Energiebranche an. Sichere Jobs mit Zukunftsperspektive und Sinn gefällig? Job-Angebote sind unter bayernwerk.de/karriere zu finden.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In den Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 70 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen 340.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Pressekontakt

Christian Martens

Christian Martens

Pressekontakt Pressesprecher Bayernwerk Netz GmbH Netze Strom & Gas / Genehmigungsmanagement / Aktuelles +49 921-285-2084