Pressemitteilung —
Der Markt Pressig startet in die Kommunale Wärmeplanung
Pressig. Wie kann die Wärmeversorgung in Pressig künftig gestaltet werden? Welche Wärmequellen eignen sich langfristig für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie kommunale Einrichtungen? Und welche Lösungen verbinden Wirtschaftlichkeit mit Klimaschutz? Antworten auf diese Fragen soll die Kommunale Wärmeplanung (KWP) liefern, die die Gemeinde Pressig (Lkr. Kronach) gemeinsam mit der Bayernwerk Netz GmbH und dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) in Angriff nimmt. Bürgermeister Stefan Heinlein sagte beim Auftaktgespräch: „Entscheidend ist für uns die Frage, welche Wärmequellen langfristig sowohl kosteneffizient als auch nachhaltig sind.“
Bürgermeister Stefan Heinlein und Hauptamtsleiter Thomas Frashek besprachen im Rathaus mit Projektleiter Tobias Eckardt und Kommunalmanager Marcel Boiger von der Bayernwerk Netz GmbH die nächsten Schritte der Kommunalen Wärmeplanung (KWP).
Strategische Grundlage für langfristige Planungen
Eckardt sagte, die Wärmeplanung schaffe eine strategische Grundlage für die langfristige Entwicklung der Wärmeversorgung vor Ort. Dabei würden vorhandene Wärmeverbräuche analysiert, Potenziale erneuerbarer Energien untersucht und mögliche Versorgungsvarianten bewertet. Ziel sei es, der Gemeinde belastbare Informationen für künftige Entscheidungen bereitzustellen. Für die Bürgerinnen und Bürger ergäben sich aus der KWP keine unmittelbaren Verpflichtungen, etwa zu einem Heizungstausch.
Bürgermeister Heinlein: "Mit gutem Beispiel vorangehen"
Bürgermeister Stefan Heinlein sieht den Markt Pressig beim Thema Wärmeversorgung seit vielen Jahren auf einem guten Weg: „Wärmeenergie ist ein wertvolles Gut. Deshalb müssen wir uns als Kommune gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie unseren Unternehmen intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen und tragfähige Lösungen für die Zukunft entwickeln. Bereits vor rund 20 Jahren haben wir eine Vorreiterrolle übernommen und uns an einer zentralen Wärmeversorgung für mehrere kommunale Liegenschaften beteiligt, die mit regionalem Holz betrieben wird. Mit der Kommunalen Wärmeplanung wollen wir nun eine weitere wichtige Grundlage für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung schaffen. Entscheidend ist für uns, herauszufinden, welche Wärmequellen langfristig sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig sind. Dabei bin ich überzeugt: Wir müssen im Kleinen anfangen, unsere Möglichkeiten vor Ort nutzen und mit gutem Beispiel vorangehen.“
Potenziale vor Ort identifizieren
Projektleiter Tobias Eckardt betonte die Bedeutung einer fundierten Datengrundlage: „Die Kommunale Wärmeplanung zeigt auf, welche Möglichkeiten vor Ort bestehen und welche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden müssen. Sie liefert der Gemeinde eine wichtige Orientierungs- und Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Entwicklung der Wärmeversorgung.“
Im nächsten Schritt werden mit dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (Rosenheim) Bestands- und Verbrauchsdaten ausgewertet sowie Potenziale für erneuerbare Wärmequellen und mögliche Versorgungsstrukturen untersucht. Die Kommunale Wärmeplanung soll dabei helfen, Chancen frühzeitig zu erkennen und Entwicklungspfade transparent darzustellen.
Kommunalmanager Marcel Boiger von der Bayernwerk Netz machte deutlich, dass im Zuge des Planungsprozesses relevante Akteure vor Ort eingebunden werden. Für die Bürgerinnen und Bürger werde es eine eigene Informationsveranstaltung geben.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren ist der Name Bayernwerk mit der Energieversorgung in Bayern verbunden. Die Bayernwerk Netz GmbH betreibt umfangreiche Energieinfrastruktur in Unter-und Oberfranken, in der Oberpfalz sowie in Nieder- und Oberbayern. Über diese Netzinfrastruktur werden rund sieben Millionen Menschen mit Energie versorgt.
Das Stromnetz der Bayernwerk Netz GmbH umfasst rund 156.000 Kilometer, das Straßenbeleuchtungsnetz rund 34.600 Kilometer. Das Unternehmen entwickelt seine Netzinfrastruktur kontinuierlich weiter und setzt dabei unter anderem digitale Technologien ein.
In Nord- und Ostbayern betreibt die Bayernwerk Netz GmbH zudem ein Erdgasnetz mit einer Länge von rund 6.000 Kilometern. Das Unternehmen ist an mehr als 20 Standorten in Bayern präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bayernwerk AG.