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Feierliche Inbetriebnahme des Biogasanlagenverbundes in Arnschwang.
Feierliche Inbetriebnahme des Biogasanlagenverbundes in Arnschwang mit Verantwortlichen der Bayernwerk Netz GmbH und politischen Mandatsträgern aus der Region.

Pressemitteilung -

CO2-neutrales Biomethan aus Arnschwang für die Region

++ Feierliche Inbetriebnahme des größten Biogasanlagenverbundes im Gasnetz der Bayernwerk Netz GmbH ++ 11-Millionen-Euro-Projekt ++ Starkes Zeichen für Innovation und Zukunftsfähigkeit ++

Arnschwang/Regensburg. In Arnschwang im Landkreis Cham wurde der bisher größte Biogasanlagenverbund im Netzgebiet der Bayernwerk Netz GmbH errichtet. Auf einer Fläche von 400 Quadratmetern stehen vier Anlagen mit unterschiedlichen Aufgaben: In einer Anlage wird Biogas erzeugt, in einer zweiten aufbereitet, in der dritten erfolgt die Einspeisung in das lokale Gasnetz und in der vierten wird bei Bedarf für das übergeordnete Gasnetz rückverdichtet. Am 23. Januar 2026 erfolgte die feierliche Inbetriebnahme des hochkomplexen Vierklangs. Neben Biogasproduzent Xaver Macht, politischen Mandatsträgern aus der Region – Landrat Franz Löffler, Arnschwangs Bürgermeister Michael Multerer, MdL Dr. Gerhard Hopp und MdL Julian Preidl – sowie Vertretern der bauausführenden Firmen, begleiteten Verantwortliche der Bayernwerk Netz GmbH den offiziellen Start. Dr. Joachim Kabs, Geschäftsführer Bayernwerk Netz GmbH: „Entlang des Ziels Klimaneu­tralität war die Bayernwerk Netz GmbH einmal mehr zuverlässiger Partner für die Schaffung der technischen Voraussetzung für die Einspeisung von Biogas ins Gasnetz.“ Peter Ketterl, Leiter Technik Ostbayern: „Über die Gasleitungen wird regional produziertes Biomethan zu den Gemeinden Arnschwang, Furth im Wald und Weiding transportiert.“ Mit dem klimaneutralen Biomethan werden weit mehr als 10.000 Einwohner versorgt. „Damit ist die Biogasanlage ein Leuchtturm für Ostbayern, aber auch ein wichtiger Baustein für die Stärkung der Energiesouveränität unserer Region, was in einer sich rasant verändernden Welt von unschätzbarem Wert ist“, lobte Landrat Franz Löffler.

CO2-neutral und unabhängig

Der Jahresverbrauch eines durchschnittlichen Einfamilienhauses liegt bei etwa 2.000 Kubikmetern Gas. In der Anlage von Xaver Macht, Geschäftsführer der Grüngas GmbH in Arnschwang, werden in der Anlaufphase etwa 2.000 Normkubikmeter pro Stunde regionales Biogas produziert. In der Endausbaustufe werden es etwa 3.500 m3/h sein. Mit anderen Worten: Pro Tag können aktuell etwa 24 Haushalte ganzjährig mit Biogas versorgt werden. Hochgerechnet auf ein Jahr sind das 8.760 Haushalte, bei Vollauslastung in der Endausbaustufe 15.330 Haushalte. „Die Grüngas GmbH leistet einen wertvollen Beitrag zur Energiewende in der Region“, betonte Bürgermeister Michael Multerer. MdL Julian Preidl: „Die Vorteile von regional erzeugtem Biogas liegen auf der Hand. Ganzjährige und klimaneutrale Energieversorgung, unabhängig von Sonne und Wind, ersetzt fossile Erdgasimporte.“ MdL Dr. Gerhard Hopp: „Hier wird mit Biogas aus der Region für die Region Versorgungssicherheit und Wertschöpfung vor Ort gewährleistet. Das stärkt Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und sichert heimatnahe Arbeitsplätze.“

Biogas von 1 bis zu 70 bar

Dass die Biogasanlage da steht, wo sie steht, kommt nicht von ungefähr: „Nahezu direkt vor der Haustür der Grüngas GmbH verlaufen Leitungen aus dem bestehenden Gasverteilnetz, sodass keine aufwändigen Erweiterungen des Gasnetzes erforderlich waren“, erklärte Michael Seifert, Abteilungsleiter Gas Technik bei der Bayernwerk Netz. Neben der Mitteldruckleitung, die die Ortsnetze Arnschwang, Weiding sowie Furth im Wald über vorhandene Verteilstationen versorgt, kreuzt die Ferngasleitung via Cham Richtung Schwandorf das Grundstück der Grüngas GmbH. Diese Leitung ist auf einen Druck von 70 bar ausgelegt. Sie nimmt das Biogas auf, das vor Ort nicht verbraucht wird, und transportiert die Überschussmengen zu Kundinnen und Kunden in anderen Oberpfälzer Landkreisen.

Hochmoderne Anlage mit höchstem Sicherheitsstandard

Zurück nach Arnschwang zum zweigeschossigen Anlagengebäude: „Auf 25 Mal 16 Metern haben wir die bisher größte und technisch ausgereifteste Biogaseinspeise- und Rückverdichteranlage im Bayernwerk-Netzgebiet gebaut“, sagte Thomas Schmidt, Technischer Anlagenmanager. Er erklärte auch, was in diesen Anlagen und in den Anlagen von Herrn Macht passiert: „Die Biogas GmbH produziert das Gas und bereitet es auf. Das erfolgt in der Biogaserzeugungs- und aufbereitungsanlage. Dann erfolgt die Übergabe ans Bayernwerk. Im ersten Schritt unterziehen wir das Gas einer Qualitätskontrolle. Wenn es den gesetzlich vorgeschriebenen Netzstandards nicht entspricht, muss es zurück in die Aufbereitungsanlage von Herrn Macht, wo es ein weiteres Mal aufbereitet wird. Wenn es die Kriterien dann erfüllt, ist die nächste Station die Rückverdichteranlage. Diese sorgt dafür, dass das aufbereitete Biomethan den richtigen Druck für die Einspeisung ins Gasnetz erreicht.“ „Bevor das geruchslose Biogas schließlich in die bestehenden Gasnetze gespeist werden kann, wird es mit einem Geruchsstoff, einem sogenannten Odoriermittel, versehen, damit Gasleckagen leicht erkannt werden können“, ergänzte Stefan Rappl. Als Leiter Service Gas Ostbayern übergeht der Anlagenkomplex nun in seine Verantwortung. Auch er kennt die Anlagen bestens. Deshalb weiß er auch, dass in ihnen das „höchste Level an Sicherheit steckt“. Und etwa elf Millionen Euro, die der Gasnetzbetreiber in die Hand genommen hat, um die technischen Voraussetzungen für die Einspeisung von Biomethan ins Gasnetz zu ermöglichen.

Nachhaltige Energiezukunft

Das Energiesystem und damit auch die Gasbranche befinden sich in einer dynamischen Phase des Wandels. Gefragt sind technisches Know-how, unternehmerische Initiative und optimale Rahmenbedingungen, um die Transformation aktiv zu gestalten. CO₂-neutrale Moleküle wie Wasserstoff, Biomethan, Methanol und Ammoniak gelten als unverzichtbar für schwer elektrifizierbare Sektoren in Industrie und Verkehr. Auch in der Wärmeversorgung können sie eine wichtige Rolle für die Dekarbonisierung spielen.

www.bayernwerk-netz.de

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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