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In Würzburg wurde am Montag, 10. Juli, der Bürgerenergiepreis Unterfranken 2017 verliehen. Die Bayernwerk AG und die Regierung von Unterfranken würdigen mit der Auszeichnung gesellschaftliche Impulse für die Energiezukunft.
In Würzburg wurde am Montag, 10. Juli, der Bürgerenergiepreis Unterfranken 2017 verliehen. Die Bayernwerk AG und die Regierung von Unterfranken würdigen mit der Auszeichnung gesellschaftliche Impulse für die Energiezukunft.

Pressemitteilung -

Bürgerenergiepreis Unterfranken 2017 verliehen

Würzburg. Im Rahmen einer Festveranstaltung hat das Bayernwerk am Montag, 10. Juli 2017, zum dritten Mal den mit Unterstützung der Regierung von Unterfranken ins Leben gerufenen Bürgerenergiepreis Unterfranken vergeben. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Die diesjährigen Preisträger kommen aus Rechtenbach, Triefenstein (beide Landkreis Main-Spessart) und Poppenhausen (Landkreis Schweinfurt).

Gewinner des Bürgerenergiepreises Unterfranken 2017 sind mit Begründung der Jury:

Familie Bärhausen, Preisgeld: 3.500 Euro
Poppenhausen, Ortsteil Maibach, Landkreis Schweinfurt

  • Projekt: „Ökologisches Gesamtkonzept für ein Einfamilienhaus“
    Das ökologische Gesamtkonzept der Familie Bärhausen zeigt über viele Jahre hinweg, wie die Entwicklung hin zu einer vorbildlichen, energieeffizienten Lebensweise im Einklang mit der Natur möglich ist. Beispiele sind das mit kaltgepresstem Pflanzenöl betriebene Mini-Blockheizkraftwerk, die dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die PV-Anlage und die neue Wärmedämmung. Der energetische Standard des 1985 erbauten Hauses ist besser als das heute geforderte Neubauniveau. Auch in Sachen Mobilität nimmt die Familie mit ihrem E-Leichtmobil, dem auf kaltgepresstes Pflanzenöl umgebauten Dieselfahrzeug und den Elektrofahrzeugen für die Kinder eine Vorreiterrolle ein. Die zahlreichen Maßnahmen machen Familie Bärhausen nach Ansicht der Jury zu einem echten Impulsgeber und Vorreiter der Bürger-Energiewende in der Region.

TSV Rechtenbach, Preisgeld: 3.500 Euro
Rechtenbach, Landkreis Main-Spessart

  • Projekt: „Energetische Sanierung der Turnhalle“
    Der TSV Rechtenbach hat die Turnhalle, das sportliche und kulturelle Zentrum der Gemeinde, einer umfangreichen energetischen Gebäudesanierung unterzogen. Neben einer neuen Dacheindeckung wurden Glasbausteine durch neue Fenster ersetzt, neue Türen und elektrische Raffstores eingebaut sowie eine Wärmedämmung angebracht und verkleidet. 40 Prozent Heizenergie werden so künftig gespart. Eine Photovoltaikanlage für den Eigenstromverbrauch ist in Planung. Rund 100 Helfer aus allen Vereinen haben in Summe 4.000 Helferstunden geleistet und auf diese Weise ein echtes Gemeinschaftsprojekt auf die Beine gestellt. Nach Jurymeinung handelt es sich um ein echtes Vorzeigeprojekt, das viele Nachahmer finden sollte.

Wasserkraft Homburg GbR, Preisgeld: 3.000 Euro
Triefenstein, Ortsteil Homburg, Landkreis Main-Spessart

  • Projekt: „Wasserkraftanlage Bischbach“
    Homburg hat mit dem Bischbach eine historische Verbindung zum Thema Wasserkraft. Im Nachgang einer Informationsveranstaltung 2012 zum Thema „Wasserkraft“ hat sich eine Gruppe von Wasserkraft-Vorreitern gebildet, um die vorhandenen Potentiale wieder nutzbar zu machen. Die großen Herausforderungen des Projekts „Kleinstwasserkraftanlage“ wurden gemeistert. Der Idealismus und das Durchhaltevermögen der Mitglieder der Wasserkraft Homburg GbR führten 2016 dazu, dass ein neues Wasserrecht vergeben und der Bau einer neuen Wasserkraftanlage möglich wurde. Bemerkenswert ist nach Juryurteil vor allem der Einsatz der vielen ehrenamtlichen und freiwilligen Helfer, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. Das ökologische Kleinwasserkraftwerk dürfte in der Region Main-Spessart Modellcharakter besitzen.

Jeder kann sich einbringen

„Die Energiewende kann nicht allein von Politik und Wirtschaft zum Erfolg geführt werden. Wir brauchen Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Projekten und Initiativen Vorbilder dafür sind, wie sich jeder einzelne in seinem persönlichen Umfeld als Gestalter der Energiezukunft einbringen kann. Dieses besondere Engagement zeichnet das Bayernwerk mit dem Bürgerenergiepreis aus“, sagte Christoph Henzel, Mitglied der Geschäftsleitung, bei der Verleihung des Bürgerenergiepreises Unterfranken in Würzburg. Die Themen Ökologie und Energiezukunft würden jeden betreffen. Um die Energiewende zum Erfolg zu führen, seien der Einsatz und die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger maßgeblich. „Die Gewinner des Bürgerenergiepreises sind wichtige Wegbereiter, um bei Kindern Verständnis und in der Gesellschaft eine breite Akzeptanz für Innovation und Technologie zu erreichen“, stellte Christoph Henzel fest.

Dr. Paul Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfranken, begrüßte die Zielrichtung des Bürgerenergiepreises, aktive Gestalter der Energiewende für ihr Engagement auszuzeichnen: „Jeden Tag arbeiten in unserer Gesellschaft viele Menschen an der Verwirklichung der Energiewende. Sie setzen ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und das eigene Können im Beruf und auch im Privatleben ein, in der festen Überzeugung, eine Abkehr von der Nutzung fossiler Brennstoffe zur Deckung unseres Energiebedarfs zu erreichen. Dem Ziel, durch die flächendeckende Einbindung regenerativer Energieformen unsere zukünftige Energieversorgung sauber, sicher aber auch bezahlbar zu machen, rücken wir dadurch jeden Tag ein Stückchen näher.“

Sparsamer Umgang mit Energie

Hierbei stellt Dr. Beinhofer auch fest, dass der Ausbau erneuerbarer Energieformen alleine nicht ausreichen wird, um die Klimaschutzziele zu erreichen. „Das hohe technologische Niveau unseres Lebensstils und die damit verbundenen Konsummuster sind wesentlich für unseren Energieverbrauch verantwortlich. Der wenig spektakulär klingende Aufruf zu einem sparsamen und effizienten Umgang mit Energie stellt somit in Wahrheit eine große Herausforderung dar. Hier bedarf es auch zukünftig des Engagements und der Bereitschaft jeder einzelnen Bürgerin und jedes einzelnen Bürgers, auch tatsächlich etwas zu bewegen.“ Die Möglichkeiten, einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten, sind dabei sehr vielfältig, wie Dr. Beinhofer anmerkt. „Mit dem Bürgerenergiepreis werden einzelne Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende sichtbar gemacht. Sie können daher eine Vorbildfunktion erfüllen und zur Nachahmung anregen.“

Mit dem Bürgerenergiepreis wird das Engagement von Privatpersonen, Vereinen, Schulen und anderen nichtgewerblichen Gruppierungen ausgezeichnet. Der Preis wird in den fünf bayerischen Regierungsbezirken Unterfranken, Oberfranken, Niederbayern, Oberbayern und in der Oberpfalz verliehen.

Alle Preisträger des Bürgerenergiepreises Unterfranken werden im Bayernwerk-YouTube-Kanal mit kurzen Videos vorgestellt. Der Bürgerenergiepreis Unterfranken wird im nächsten Jahr fortgesetzt.

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Über Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG unterstützt Privathaushalte, Gewerbebetriebe und Kommunen mit einem umfangreichen Angebot an Energielösungen. Gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen bietet das Bayernwerk seinen Kunden Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Strom- und Gasnetze, Straßenbeleuchtung, E-Mobilität, dezentrale Energieerzeugung, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Rund 2.900 Mitarbeiter der Bayernwerk-Gruppe geben Tag für Tag ihr Bestes um den Kunden des Bayernwerks die Energielösungen zu bieten, die sie brauchen. Als langjähriger Partner steht das Unternehmen rund 1.200 Kommunen bei der Energiewende vor Ort zur Seite. Das gesellschaftliche Engagement für die bayerischen Regionen ist eines der Markenzeichen des Bayernwerks. Das Unternehmen engagiert sich nachhaltig für Schule und Jugend, Tradition und Kultur, Soziales, Ökologie sowie den Breitensport. Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Die Bayernwerk AG ist eine 100-prozentige Tochter des E.ON-Konzerns.

Pressekontakte

Christian Martens

Christian Martens

Pressekontakt Pressesprecher Bayernwerk Netz GmbH Netze Strom & Gas / Genehmigungsmanagement / Aktuelles +49 921-285-2084

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