Pressemitteilung -
Bayernwerk Netz stärkt die Energieversorgung in Unterfranken
Grafenrheinfeld. Die Bayernwerk Netz GmbH hat am Mittwoch, 25. Februar, auf einer Informationsveranstaltung in der Kulturhalle Grafenrheinfeld Grundstückeigentümer, Bewirtschafter sowie Vertreter aus Kommunen und Verbänden die Planungen für den Ersatzneubau der bestehenden Hochspannungsleitung zwischen Schweinfurt und Bergtheim vorgestellt. Auf der circa 17 Kilometer langen 110-Kilovolt-Leitung sollen 41 Maste neu- und 75 Maste zurückgebaut werden. Die Gesamtkosten liegen bei rund 59 Millionen Euro.
„Ein Projekt in dieser Größenordnung gelingt nur im rechtzeitigen Austausch und im offenen Dialog mit den betroffenen Eigentümern und den beteiligten Kommunen. Mit dem geplanten Ersatzneubau sorgen wir dafür, dass das regionale Strom-Verteilnetz auch in Zukunft den Herausforderungen der Energiewende gewachsen ist“, betont Kevin Deese, Genehmigungsmanager bei der Bayernwerk Netz. „Die wachsende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen sowie der steigende Bedarf von Haushalten und Betrieben erhöhen in den kommenden Jahren die Anforderungen an das Hochspannungsnetz”, fügt der Projektleiter hinzu. Die Hochspannungsleitung zwischen Schweinfurt und Bergtheim besteht seit rund 100 Jahren. Die Leitung dient der sicheren Stromversorgung in der Region. Mit der altersbedingten Modernisierung bringt die Bayernwerk Netz die Leitung technisch auf den aktuellen Stand, um langfristig den gestiegenen Netzbedarf zu erfüllen.
Neubau und Rückbau der Masten
Das Gesamtprojekt zwischen Dürrbachau und Schweinfurt/Rottendorf gliedert sich in zwei Abschnitte. Der erste Projektabschnitt von Schweinfurt nach Bergtheim umfasst den Neubau von 41 Masten sowie den Rückbau von 75 Masten auf einer Länge von circa 17 Kilometern. Künftig sollen auf der Bestandstrasse sogenannte Donau-Maste zwei Stromkreise insgesamt mit je drei Leiterseilen tragen. Im Bereich zwischen Bergrheinfeld und Schweinfurt wird der Verlauf einer anderen Leitung übernommen. Dort bleibt es bei der bisherigen Bauform der Masten und es kommen zwei weitere Stromkreise pro Mast hinzu, so dass in dem Streckenabschnitt insgesamt vier Stromkreise aufliegen werden. Einzelne Masten werden standortgleich errichtet, ein Großteil wird auf derselben Trasse an anderer Stelle ersetzt und neu gebaut. Die ältere Leitung, die im Bereich von Bergrheinfeld derzeit parallel verläuft, kann im Anschluss zurückgebaut werden. Durch die Verstärkung der Masten und den Tausch der Leiterseile lässt sich künftig mehr dezentrale Energie im Netz aufnehmen und verteilen. Der zweite Abschnitt des Projekts umfasst die Leitungen zwischen Bergtheim und Dürrbachau sowie zwischen Dürrbachau und Rottendorf bei Würzburg. Momentan befindet sich dieser Projektabschnitt in der Genehmigungsplanung.
Geplanter Bau ab 2027
Seit 2024 laufen die Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren im ersten Projektabschnitt. Die Bayernwerk Netz plant, im Frühjahr 2026 den Antrag auf Planfeststellung bei der Regierung von Unterfranken einzureichen. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2028. Im zweiten Bauabschnitt laufen aktuell die Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren. Die Inbetriebnahme soll dort 2029 erfolgen.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.
Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.