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Thomas Spang (Leiter Region Franken), Markus Seidel (Leiter Kundencenter Kulmbach), Holger Grießhammer (Mitglied des Landtags) und Oliver Dietel (Bürgermeister Gefrees) nehmen die 100. digitale Ortsnetzstation des Kundencenter Kulmbach in Betrieb.
Thomas Spang (Leiter Region Franken), Markus Seidel (Leiter Kundencenter Kulmbach), Holger Grießhammer (Mitglied des Landtags) und Oliver Dietel (Bürgermeister Gefrees) nehmen die 100. digitale Ortsnetzstation des Kundencenter Kulmbach in Betrieb.

Pressemitteilung -

Bayernwerk Netz setzt auf Digitalisierung für intelligente Stromnetze

Bayernwerk nimmt in Gefrees im Landkreis Bayreuth digitale Ortsnetzstation in Betrieb

Gefrees. Die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) hat am Freitag, 15. Dezember, gemeinsam mit dem Gefreeser Bürgermeister Oliver Dietel und dem Landtagsabgeordneten Holger Grießhammer die 100. digitale Ortsnetzstation des Kundencenters Kulmbach in Betrieb genommen. Die moderne Station im Gemeindeteil Gottmannsberg sorgt künftig dafür, dass mehr Ökostrom in das Ortsnetz des Bayernwerks eingespeist werden kann. Im Rahmen des rund eine Million Euro teuren Netzausbauprojekts hat das Bayernwerk in Gefrees insgesamt zwei intelligente Ortsnetzstationen in das Netz integriert und rund 6,5 Kilometer Kabel verlegt.

Um mehr Ökostrom in das Stromnetz aufnehmen zu können, müssen neben Stromleitungen auch Ortsnetzstationen und Umspannwerke ausgebaut werden. Bei der Modernisierung setzt das Bayernwerk auf Digitalisierung. "Digitale Ortsnetzstationen wie in Gefrees können Stromschwankungen, die durch die fluktuierende Einspeisung erneuerbarer Energien häufiger auftreten, besser ausgleichen", erklärt Markus Seidel, Leiter des Kundencenters Kulmbach. "Dadurch werden unsere Netzkapazitäten besser ausgelastet. Wir müssen die Leitungen nicht so stark ausbauen, wie es bei herkömmlichen Ortsnetzstationen der Fall wäre", beschreibt Thomas Spang, Leiter der Region Franken, die wirtschaftlichen Folgen und folgert: "Das spart Kosten und entlastet damit unsere Kundinnen und Kunden." Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein entscheidender Schlüssel auf dem Weg zur Energiewende. "Die neuen Ortsnetzstationen in Gefrees stärken das Stromnetz in der Region auf innovative Weise. Durch den digitalen Netzbetrieb wird die Versorgungssicherheit in Oberfranken gewährleistet. Das Bayernwerk leistet dazu einen entscheidenden Beitrag", sagt Holger Grießhammer, Landtagsabgeordneter und Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Wirtschaft, Handwerk und Landesentwicklung. "Für die zukünftigen regenerativen Energieerzeugungsanlagen sind leistungsfähige Netze essenziell. Daher hat auch die Stadt Gefrees ein hohes Interesse daran, dass das Bayernwerk hier investiert," kommentiert Oliver Dietel, Bürgermeister der Stadt Gefrees, die Baumaßnahme.

Schnellerer Service durch Digitalisierung

Ein weiterer Vorteil digitaler Ortsnetzstationen ist, dass sie aus der Ferne ausgelesen und gesteuert werden können. Bei einer Störung müsse nicht mehr jede Station einzeln angefahren und überprüfen werden, um den Fehler zu lokalisieren. Das beschleunige die Störungsbehebung. "So unterstützt die Digitalisierung unseren Netzbetrieb und liefert wertvolle Daten für die Versorgungssicherheit", fasst Markus Seidel die Vorteile zusammen und ergänzt: "Deshalb sind wir als Kundencenter Kulmbach stolz darauf, heute die 100. digitale Ortsnetzstation in unserem Planungsgebiet in Betrieb zu nehmen."

Netzausbau erhöht Leistungsfähigkeit des Stromnetzes in Gefrees

Insgesamt werden in Gefrees zwei digitale Ortsnetzstationen in den Gemeindeteilen Gottmannsberg und Schamlesberg in das Netz integriert. Außerdem wurde die Mittelspannungsfreileitung zwischen diesen Ortsteilen und Metzlersreuth durch ein rund sechs Kilometer langes Erdkabel ersetzt sowie ein halber Kilometer Niederspannungskabel neu verlegt. Die Erdkabel haben eine höhere Kapazität als die Freileitungen. Dies bietet Platz für mehr Ökostrom sowie den steigenden Strombedarf für Wärmepumpen oder Elektromobilität. Zudem sind sie weniger witterungsanfällig als Freileitungen. Das erhöht die Versorgungssicherheit.

Der Ausbau in Gefrees als Puzzlestück

Im Landkreis Bayreuth sollen in diesem Jahr insgesamt 20 digitale Ortsnetzstationen in Betrieb gehen. Sechs davon werden im Verkabelungsprojekt zwischen Mehlmeisel und Fichtelberg errichtet. Auch hier wird die Kapazität erhöht und die Mittelspannungsfreileitung durch 7,5 Kilometer Erdkabel ersetzt. Zusätzlich werden 2,5 Kilometer Niederspannungskabel verlegt. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Ein weiteres großes Mittelspannungsverkabelungsprojekt am Rande des Fichtelgebirges erfolgt zwischen Weißdorf, Sparneck, Schwarzenbach an der Saale und Wulmersreuth. Hier verlegt das Bayernwerk für 2,6 Millionen Euro 18 Kilometer Erdkabel und errichtet vier neue intelligente Ortsnetzstationen errichtet.

Investition in die Energiewende

Mehr als 425.000 dezentrale Einspeiser erneuerbarer Energien hat das Bayernwerk im gesamten Netzgebiet erfolgreich ans Netz gebracht, davon allein zwischen Januar und Oktober dieses Jahres rund 65.000 Photovoltaikanlagen. Und es werden immer mehr. "Seit Jahren bauen wir die Netze in Bayern konsequent aus. Und weil Strom aus Sonne und Wind nicht immer dann produziert wird, wenn man ihn am meisten braucht, sind intelligente Netze entscheidend", sagt Thomas Spang und ergänzt: "Gerade die Verteilnetze werden für den Klimaschutz und die Gesellschaft immer wichtiger. Denn es gilt: ohne Verteilnetze keine Energiewende." Insgesamt investiert das Bayernwerk 2023 rund 790 Millionen Euro in den Netzausbau und damit deutlich mehr als in den Vorjahren.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In den Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 75 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen über 425.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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