Pressemitteilung -
Bayernwerk Netz befliegt Hochspannungsleitungen mit dem Hubschrauber
In der kommenden Woche beginnt die Bayernwerk Netz GmbH mit der turnusmäßigen Kontrolle von Hochspannungsleitungen in Unterfranken. Ein Helikopter fliegt ab Montag, 13. April, entlang der Leitungen zwischen Aschaffenburg, Würzburg, Schweinfurt, Nordheim, Knetzgau und Bad Brückenau. Der Pilot steuert nah an die Stromleitungen heran, damit Techniker im Hubschrauber den Zustand der Leitungen und Masten beurteilen können. Die Flüge in Franken dauern ein bis zwei Wochen, ehe die Kontrollen im Netzbereich von Niederbayern fortgesetzt werden.
„Unsere Aufgabe ist es, ein zuverlässiges Netz zu betreiben, das den Menschen in unserem Netzgebiet jederzeit eine sichere Stromversorgung ermöglicht. Daher ist es Routine, dass wir unsere Hochspannungsleitungen regelmäßig auch aus der Luft überprüfen“, erklärt Frank Kuhnhäuser, der projektleitende Freileitungsmonteur der Bayernwerk Netz. Für die Inspektion der Hochspannungsleitungen ist das Team der Bayernwerk Netz täglich zwischen 8 und 18 Uhr mit dem Hubschrauber unterwegs. Um den Zustand der Trassen aus der Vogelperspektive prüfen zu können, fliegt der Hubschrauber bis auf wenige Meter an die Hochspannungsleitungen heran. Nach jeweils zwei bis drei Stunden Flugzeit landet er für einen Tank-Stopp. Die genauen Flugrouten und die Dauer Leitungskontrolle aus der Luft planen die Techniker und der Pilot tagesaktuell und abhängig vom Wetter, denn für die Inspektion benötigen sie eine klare Sicht. Daher können sich die Kontrollflüge kurzfristig verschieben. Der Verteilnetzbetreiber wendet für die Sicherheitsprüfung der Leitungen mit dem Hubschrauber 2026 mehr als 100.000 Euro auf.
1.200 Kilometer durch Bayern
In diesem Jahr befliegen die Techniker der Bayernwerk Netz innerhalb insgesamt knapp 1.200 Kilometer des Hochspannungsnetzes. Das gesamte Hochspannungsnetz des Bayernwerks umfasst rund 9.000 Kilometer. In Unterfranken liegen die geplanten Flugrouten im Bereich Alzenau – Aschaffenburg – Amorbach, Amorbach – Trennfeld – Würzburg – Rottendorf, Trennfeld – Lohr – Fuchsstadt – Bad Kissingen – Bad Brückenau, Würzburg – Schweinfurt – Bad Kissingen, Nordheim – Bad Neustadt – Hofheim – Knetzgau. Voraussichtlich in der Woche ab 20. April werden die Befliegungen in Ost- und Südbayern im Bereich zwischen Cham, Regensburg, Landshut, Altötting und Passau fortgesetzt.
Aus dem Helikopter haben die Techniker einen genauen Blick auf die Leiterseile, die Isolatoren und Armaturen. Sie kontrollieren bei der Befliegung jeden einzelnen Strommast und prüfen, wo es kleine Schäden oder Verschleiß gibt. So erkennen sie, welche Maßnahmen zur Instandhaltung der Leitung notwendig sind, und können nötige Reparaturen vorausschauend planen. Außerdem schauen sich die Experten den Bewuchs der Trassen an. Für einen sicheren Betrieb der Leitungen dürfen Bäume und Sträucher einen Mindestabstand nicht unterschreiten. Aus der Luft erkennen die Techniker, wo die Pflanzen in der Leitungstrasse geschnitten werden müssen.
Die Überprüfung der Hochspannungsleitungen aus der Vogelperspektive gehört zur regelmäßigen Vorsorge der Bayernwerk Netz. Der Verteilnetzbetreiber kontrolliert im festen Turnus alle Hochspannungsleitungen im Netzgebiet. Spätestens alle vier Jahre wirft ein Techniker von oben einen Blick auf die Leitungen. Während der Befliegung bleiben die Leitungen in Betrieb.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.
Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.