Direkt zum Inhalt springen
Ein neues Erdkabel wird das Umspannwerk Tann (Foto) im Norden der Gemeinde und die bestehende 110-Kilovolt-Leitung zwischen Simbach und Pfarrkirchen verbinden.
Ein neues Erdkabel wird das Umspannwerk Tann (Foto) im Norden der Gemeinde und die bestehende 110-Kilovolt-Leitung zwischen Simbach und Pfarrkirchen verbinden.

Pressemitteilung -

Bayernwerk erhält Genehmigung für Kabelneubau

Tann/Regensburg. Die Genehmigung für die Verlegung des neuen Hochspannungskabels bei Tann im Landkreis Rottal-Inn ist rechtskräftig. Der Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Niederbayern macht den Weg für den Bau frei, der im Jahr 2022 beginnen sollen. Das circa sieben Kilometer lange Erdkabel wird das Umspannwerk Tann im Norden der Gemeinde und die bestehende 110-Kilovolt-Leitung zwischen Simbach und Pfarrkirchen verbinden. Das Kabel wird nahe der Ortschaft Edermanning bei Reut an einen Mast der Freileitung angeschlossen.

Durch die verstärkte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in der Region ist der Ausbau des Verteilnetzes notwendig. Das Stromnetz muss für höhere Eispeisungsraten und stärkere Schwankungen gerüstet werden, um die Versorgungssicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten. Vor diesem Hintergrund wird das Bayernwerk die neue 110-Kilovolt-Kabelleitung verlegen. Das neue Umspannwerk Tann ist bereits errichtet und war daher nicht Bestandteil des Genehmigungsverfahrens.

Entscheidender Baustein der Energiewende

Projektleiter Claus Pfaffenberger freut sich über die Genehmigung: „Mit dem Neubau schaffen wir Kapazitäten, um den in der Region erzeugten Sonnen-Strom in das Netz einzuspeisen. Wir bauen die neue Hochspannungsleitung, damit die regional erzeugte Energie auch bei den Verbrauchern ankommt.“ Die in den Gemeinden Tann und Reut installierte Erzeugungsleistung ist bereits jetzt acht Mal höher als der Bedarf, der zu Höchstlast-Zeiten nachgefragt wird. Das bedeutet, dass der in den Gemeinden erzeugte Strom oft nicht vor Ort verbraucht werden kann, sondern in das vorgelagerte Netz abgegeben und überregional verteilt wird. „Für die Energiewende in der Region ist das neue Kabel in Tann ein entscheidender Baustein. Neben den Erzeugungsanlagen braucht es auch leistungsfähige Netze, die den grünen Strom sammeln und in der Region verteilen“, erklärt Claus Pfaffenberger.

Erdkabel-Wanderbaustelle ab 2022

Im Sommer des kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten für das Erdkabel beginnen. Entlang des rund sieben Kilometer langen Leitungsverlaufs arbeitet eine Partnerfirma an verschiedenen Stellen gleichzeitig. Zunächst werden Arbeitsflächen und Fahrwege für die Baumaschinen verlegt. Nachdem der Boden schichtweise abgetragen wurde, heben Bagger abschnittsweise einen rund 1,8 Meter tiefen Kabelgraben aus. Darin verlegt die Fachfirma drei Leerrohre. Die Bauarbeiter verfüllen den Kabelgraben dann Stück für Stück wieder mit dem ausgehobenen Erdreich. In Teilstücken werden die Stromkabel in die Leerrohre eingezogen und miteinander verbunden. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Flächen rekultiviert und können wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Anfang 2023 soll der Bau abgeschlossen sein und das Kabel in Betrieb gehen.

Bayernwerk informiert

Mit den Eigentümern und Bewirtschaftern der vom Bau betroffenen Flächen steht das Bayernwerk in Kontakt. Das Projekt-Team stimmt den genauen Bauablauf eng mit allen ab. Bevor die Bauarbeiten nächstes Jahr beginnen, wird das Bayernwerk öffentlich über die Baustelle informieren. Allgemeine Informationen über dieses und weitere Erdkabel-Neubauprojekte des Bayernwerks befinden sich auf der Internetseite der Bayernwerk Netz: www.bayernwerk-netz.de/netzausbau

Links

Themen

Tags

Regionen



Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH:

2021 ist Jubiläumsjahr: Seit 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In den Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 70 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen 300.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Pressekontakt

Christian Martens

Christian Martens

Pressekontakt Pressesprecher Bayernwerk Netz GmbH Netze Strom & Gas / Genehmigungsmanagement / Aktuelles +49 921-285-2084

Zugehöriger Content