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Im ersten Schritt wird der Oberboden auf der Trasse abgetragen: Die Bayernwerk Netz hat mit den Arbeiten zum Bau eines neuen Hochspannungskabels in Tann und Reut begonnen.
Im ersten Schritt wird der Oberboden auf der Trasse abgetragen: Die Bayernwerk Netz hat mit den Arbeiten zum Bau eines neuen Hochspannungskabels in Tann und Reut begonnen.

Pressemitteilung -

Baubeginn für neues Erdkabel in Tann und Reut

Tann/ Regensburg. Erstmals mit dem Einsatz eines Kabelpflugs baut die Bayernwerk Netz (Bayernwerk) eine neue Hochspannungsleitung: Auf der-Baustelle in den Gemeinden Tann und Reut im Landkreis Rottal-Inn haben nun die Tiefbauarbeiten begonnen. In den kommenden Monaten entsteht eine neue 110.000-Volt-Verbindung zwischen dem Umspannwerk Tann und einem Mast der bestehenden Freileitung zwischen Simbach und Pfarrkirchen. Das Bayernwerk investiert für den Neubau etwa elf Millionen Euro.Durch den Kabelneubau kann künftig mehr lokal produzierter Strom aus erneuerbaren Energien in das regionale Stromnetz eingespeist werden.

„Die Arbeiten zum Bau der neuen Kabelverbindung sind mit dem Abtrag des sogenannten Oberbodens gestartet. Die Baustelle wandert dann entlang des Trassenverlaufs. Wir arbeiten an verschiedenen Stellen gleichzeitig“, berichtet Bauprojektleiter Bernd Igelbüscher. Seit dieser Woche läuft der Tiefbau für das rund sechs Kilometer lange Kabel. Nach und nach tragen Bauarbeiter die oberste Bodenschicht ab und lagern den Aushub direkt neben der Trasse. Der Trassenverlauf schließt am bestehenden Kabelanschluss-Mast bei Edermanning an und kreuzt zunächst die Staatsstraße. Danach verläuft die Kabelverbindung nördlich von Willenbach Richtung Westen und kreuzt auf Höhe von Mundsberg die Verbindungsstraße zwischen Tann und Zimmern, bevor sie das Umspannwerk Tann erreicht.

Kabelpflug und Grabenbau

Im September wird ein Kabelpflug die Leerrohre verlegen. Ein Verfahren, das die Bayernwerk Netz erstmals beim Bau eines Hochspannungskabels einsetzt. Bei dem modernen Bauverfahren wird eine Seilwinde einen Pflug im Bereich des abgetragenen Oberbodens über die Trasse ziehen. In zwei Arbeitsschritten bringt der Pflug jeweils drei Leerrohre in den Boden ein. Liegen die sechs Rohre in rund 1,7 Metern Tiefe in der Erde, werden voraussichtlich ab November die Stromkabel eingezogen. „In Bauabschnitten, auf denen der Pflug aus technischen Gründen nicht zum Einsatz kommen kann, heben Bagger einen offenen Graben aus, in den die Rohre gelegt werden“, erklärt Bernd Igelbüscher den Bauablauf.

In den vergangenen Wochen wurden als Bauvorbereitung bereits Lagerflächen für Rohre und Kabeltrommeln eingerichtet und einzelne Straßen und Bäche, die die neue Stromleitung kreuzen wird, unterbohrt. Voraussichtlich zwischen Mitte Dezember und Mitte Februar pausieren die Bauarbeiten witterungsbedingt. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Flächen rekultiviert und können wieder landwirtschaftlich genutzt werden. Bis Sommer 2023 soll der Bau abgeschlossen sein und das Kabel in Betrieb gehen.

Energie aus der Region

Das neue Kabel wird die Region ein Stück unabhängiger von fossilen Energieträgern machen. Es schafft Kapazitäten, um den in der Region erzeugten Sonnenstrom in das Netz einzuspeisen. „So kann Strom, der in den Gemeinden erzeugt wird, vollständig im Netz aufgenommen und vor Ort genutzt werden. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende“, freut sich Bernd Igelbüscher.

Bayernwerk informiert

Im Zuge der Baustelle kann es zeitweise zu Beeinträchtigungen durch Baustellenverkehr oder Einschränkungen des Straßenverkehrs kommen. Auf die zwischenzeitlich erforderlichen Änderungen wird nach Abstimmung mit der Verkehrsbehörde des Landratsamts Rottal-Inn sichtbar vor Ort hingewiesen. Mit den Eigentümern und Bewirtschaftern der Flächen, auf denen die Kabelleitung gebaut wird, steht das Bayernwerk in Kontakt. Allgemeine Informationen zur Erdkabel-Baustelle des Bayernwerks und Kontaktdaten sind auf der Bayernwerk-Website zu finden: www.bayernwerk-netz.de/tann.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. In den Energienetzen verteilt das Unternehmen zu 70 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen 350.000 dezentrale Erzeugungsanlagen, die in das Netz des Bayernwerks Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

Pressekontakt

Christian Martens

Christian Martens

Pressekontakt Pressesprecher Bayernwerk Netz GmbH Netze Strom & Gas / Genehmigungsmanagement / Aktuelles +49 921-285-2084