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2025 wurde das Stromnetz im Versorgungsgebiet des Bayernwerk-Kundencenters Regen um beinahe 188.000 Meter Nieder- und Mittelspannungskabel erweitert.

Pressemitteilung

99 Millionen Euro für die Energiewende in der Region

++ Rekordbudget für den Netzausbau in den Landkreisen Cham, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau, Regen und Straubing-Bogen ++ Bayernwerk Netz GmbH stellt Weichen für eine zuverlässige Energieversorgung ++

Regen. 99 Millionen Euro wendet die Bayernwerk Netz GmbH im Jahr 2026 für die Energiewende im Versorgungsgebiet des Kundencenters Regen auf – und damit 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Michael Pollerspeck, Leiter des Kundencenters: „Mit Rekordbudgets setzen wir unseren Weg des ambitionierten Netzausbaus fort.“ Neben dem Netzausbau über alle Spannungsebenen hinweg bleibt die Digitalisierung der Energieinfrastruktur ein zentrales Thema.

Enorme Anforderungen an Energieinfrastruktur

„Neue Berechnungen zeigen, dass sich die Erzeugungsleistung der Erneuerbaren, überwiegend aus Photovoltaik und Windkraft, bis 2045 verdreifachen wird. Gleichzeitig rechnen wir in diesem Zeitraum mit einer Verdopplung des Stromverbrauchs, angetrieben durch E-Mobilität, Wärmepumpen und Rechenzentren“, konkretisiert der Kundencenter-Leiter. Damit steigen die Anforderungen an die Energieinfrastruktur nochmal enorm.

Starker Zu- und Ausbau bei Erneuerbare Energie-Anlagen

Im Versorgungsgebiet des Kundencenters Regen sind auf der Nieder- und Mittelspannungsebene in Summe 39.949 Erneuerbare Energie-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 845 Megawatt in Betrieb. (Stand: 30. Juli 2026) Der Großteil entfällt auf Photovoltaik-Anlagen. Mit 39.183 Anlagen und einer Leistung von 760 Megawatt sind sie für den Großteil der Leistung aus Erneuerbarer Energie in der Region verantwortlich. Auf Platz zwei und drei folgen 401 Wasserkraftanlagen mit einer Einspeiseleistung von 50 Megawatt und 96 Biomasseanlagen mit einer Leistung von 23 Megawatt.

2025: ein Plus von beinahe 188.000 Metern Netz

Dieser enormen Einspeisemenge begegnet der Verteilnetzbetreiber mit dem weiteren ambitionierten Ausbau seiner Netze. Allein im Versorgungsgebiet des Kundencenters Regen, das 70 Gemeinden in den Landkreisen Cham, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau, Regen und Straubing-Bogen versorgt, kamen im vergangenen Jahr 101.272 Meter Niederspannungskabel und 86.710 Meter Mittelspannungskabel hinzu. Auch in puncto Digitalisierung hat das Kundencenter einen weiteren großen Schritt mit 260 zusätzlichen smarten Ortsnetzstationen nach vorne gemacht, davon 103 digitale Ortsnetzstationen (digiONS) und 157 Retrofit-Stationen. DigiONS sind von Grund auf neu und mit moderner, digitaler Technologie ausgestattet, um Fernüberwachung und -steuerung zu ermöglichen. Bei den Retrofit-Stationen handelt es sich um Bestandsanlagen, die mit intelligenter Mess- und Kommunikationstechnik nachgerüstet werden. Die Digitalisierungsoffensive wird im Jahr 2026 weiter fortgesetzt.

Netzausbau in der Region – drei Beispiele

Mehr Netzkapazität für den Markt Teisnach (Landkreis Regen)

Zur weiteren Stärkung der regionalen Stromversorgung erhöht die Bayernwerk Netz den Verkabelungsgrad im Mittelspannungsbereich in und um Teisnach. Der Fokus der Maßnahme liegt auf dem Bereich zwischen Aschersdorf und Bärmannsried. Kern des Projekts ist die Verlegung von rund 3,4 Kilometern 20-Kilovolt-Erdkabel als Ersatz für die bestehende etwa 1,8 Kilometer lange Freileitung. Darüber hinaus wird eine bestehende Trafostation durch eine moderne digitale Ortsnetzstation (digiONS) ersetzt, eine weitere neue digiONS kommt hinzu. Eine Besonderheit der Baumaßnahme stellen Spülbohrungen auf einer Gesamtlänge von 380 Metern dar. Die Planungen für das mit etwa einer Million Euro budgetierte Projekt sind abgeschlossen, der Baustart ist für August 2026 vorgesehen. Der Rückbau der Freileitung erfolgt nach Abschluss der Tiefbauarbeiten, voraussichtlich im Frühjahr 2027.

Netzverstärkung in der Stadt Waldkirchen (Landkreis Freyung-Grafenau)

Die Bayernwerk Netz setzt ihren Weg des ambitionierten Netzausbaus im Landkreis Freyung-Grafenau fort. Eine Maßnahme ist die Netzverstärkung in Waldkirchen. Konkret erstreckt sich die Maßnahme über die Bereiche Pfeffermühle, Manzing, Stadl und Solla und dient der Versorgungssicherheit und nachhaltigen Kapazitätssteigerung. Herzstück des Projekts ist der Neubau einer rund 5,9 Kilometer langen 20-Kilovolt-Erdkabeltrasse ausgehend vom Umspannwerk Waldkirchen. Entlang der Trasse werden zudem Synergien mit einer kundeneigenen Photovoltaik-Freiflächenanlage genutzt. Auf diese Weise wird der Ausbau effizient gestaltet und optimal auf zukünftige Anforderungen ausgerichtet. Baustart war im Frühjahr 2026, der Projektabschluss ist für Sommer 2027 vorgesehen. Die Maßnahme ist mit etwa 800.000 Euro budgetiert.

Versorgungssicherheit und Kapazitätssprung in der Gemeinde Breitenberg (Landkreis Passau)

Die Bayernwerk Netz setzt auch in der Gemeinde Breitenberg auf eine leistungsstarke und zukunftsorientierte Netzinfrastruktur. Die Maßnahme konzentriert sich auf den Bereich zwischen Gegenbach und Ungarsteig und dient der Versorgungssicherheit und der Kapazitätssteigerung. Zentrales Element des Vorhabens ist die Verlegung von rund 4,5 Kilometern 20-Kilovolt-Erdkabel ausgehend vom Schalthaus Gegenbach. Abschnitte der Trasse – in Summe etwa 1,1 Kilometer – werden dabei im Bereich einer Waldschneise umgesetzt. Darüber hinaus ersetzt die Bayernwerk Netz zwei Maststationen durch moderne digitale Ortsnetzstationen (digiONS). Nach Abschluss der Arbeiten wird die bestehende Freileitung (3,8 Kilometer) zurückgebaut. Baustart der mit etwa 900.000 Euro budgetierten Maßnahme war im Mai 2026. Projektende ist voraussichtlich im November 2026.

Sicherheit, Stabilität und Resilienz

Die Versorgungssicherheit im Netzgebiet der Bayernwerk Netz liegt bei über 99 Prozent. Für die restlichen 0-Komma-Prozent, denen klimatische und sicherheitsrelevante Risiken zugrunde liegen, gibt es keinen umfassenden Schutz, kann es keinen umfassenden Schutz geben. Die Bayernwerk Netz beobachtet die Sicherheitslage genau und nimmt Entwicklungen zum Anlass, ihre Aktivitäten bei Bedarf anzupassen stets vor dem Hintergrund, im Krisenfall schnell und effektiv reagieren zu können. Mit Bundeswehr, Heimat- und Zivilschutz, THW und Freiwilligen Feuerwehren steht der Verteilnetzbetreiber im engen Austausch und führt gemeinsame Übungen durch.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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  • 2025 wurde das Stromnetz im Versorgungsgebiet des Bayernwerk-Kundencenters Regen um beinahe 188.000 Meter Nieder- und Mittelspannungskabel erweitert.
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