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Sonniges Jubiläum beim Bayernwerk: Familie Maier aus Altdorf sind die 400 000. PV-Kunden, die ins Netz des Bayernwerks einspeisen.
Sonniges Jubiläum beim Bayernwerk: Familie Maier aus Altdorf sind die 400 000. PV-Kunden, die ins Netz des Bayernwerks einspeisen.

Pressemitteilung -

400 000. Solaranlage am Bayernwerk-Netz

Nachfrage nach heimischen Solaranlagen hält an – Einspeiserekord in diesem Jahr erneut gebrochen – Bereits über 70 % Solarenergie im Netz

Altdorf. Der Solarboom in Bayern nimmt weiter Fahrt auf: In Altdorf (Landkreis Landshut) wurde heute (Freitag) die insgesamt 400.000ste Photovoltaikanlage an das Verteilnetz der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk). Damit sind rund 11.000 Megawatt installierte Photovoltaikleistung am Bayernwerknetz angeschlossen – mehr als in Nordrhein-Westphalen oder in Baden-Württemberg. Bei den neuen Einspeisern wurde der Meilenstein gemeinsam mit Staatsminister Hubert Aiwanger sowie Bürgermeister Sebastian Stanglmaier gefeiert.

Zweiter PV-Boom in vollem Gange

Osterpaket, Klimaziele, Wärmewende – mit den neuen Entwicklungen in der Energiepolitik sind die Anfragen auf Einspeisung erneuerbarer Energien seit 2022 immens gestiegen. Vor allem Sonnenenergie wollen immer mehr Bürgerinnen und Bürger dabei anschließen. Gab es 2021 monatlich noch rund 4.000 Einspeiseanfragen beim Bayernwerk so sind es heute von Mainfranken bis in den Chiemgau fast 10.000 Anfragen, die allein beim größten bayerischen Verteilnetzbetreiber eingehen. Private Solaranlagen auf Hausdächern tragen immer mehr zu diesem zweiten Anschlussboom bei, darunter die neue 10 kWp-Anlage der Familie Maier im niederbayerischen Altdorf.

„Der heute erreichte Meilenstein steht sinnbildlich für den neuen Solarboom in Bayern“, sagte der Bayernwerk Vorstandsvorsitzende Dr. Egon Westphal. „Denn von den jetzt 400.000 angeschlossenen Photovoltaikanlagen sind fast die Hälfte Hausdachanlagen wie diese, die in das Netz einspeisen und einen wichtigen Beitrag für die Energiewende leisten.“ In der Tat ist Bayern in allen Belangen ein Sonnenstromland, kein anderes Bundesland erzeugt so viel erneuerbare Energie aus Photovoltaik. Gleichzeitig fordert die hohe Nachfrage nach Anschlüssen auch die Netze heraus: „Um all die erneuerbaren Energien anzuschließen, müssen sich die Rahmenbedingungen für Netzbetreiber verbessern: Schnellere Genehmigungsverfahren, Entbürokratisierung und ein Landesbedarfsplangesetz sind die Eckpunkte, die wir auf dem Weg in ein klimaneutrales Bayern brauchen.“

Bayerns Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, sagte zur Einweihung der PV-Anlage: „Der Auftakt für unsere dreitägigen Bayerischen Energietage startet gleich mit einem Meilenstein. Es freut mich, dass in Altdorf die 400.000. Photovoltaik-Anlage, die im Netz von Bayernwerk installiert wurde, in Betrieb geht. Es ist ein Beispiel von vielen Initiativen von Eigenheimbesitzern, Kommunen oder Wirtschaftsunternehmen, die sich für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Freistaat einsetzen. Bayern bietet als Sonnenland beste Voraussetzungen für Photovoltaik und begrüßt jedes Engagement. Jeder Beitrag zu mehr Dekarbonisierung ist im Freistaat willkommen. Mit den vom Bayerischen Wirtschaftsministerium ins Leben gerufenen Bayerischen Energietagen wollen wir bis Sonntag bayernweit bei über 130 Veranstaltungen zeigen, wie die Energiewende gelingt.“

Energiewende im Kleinen

Neben dem Bayernwerk und dem Wirtschaftsminister gehörte auch Altdorffs Bürgermeister Sebastian Stanglmaier zu den Gratulanten. Er sagte: „Der Ausbau der Photovoltaik ist ein gutes Beispiel wie die Energiewende dezentral und in Bürgerhand gelingen kann. Neben den Bayernwerken, als Netzbetreiber, spielen dabei die Bürgerenergiegenossenschaften eine wichtige Rolle. Gerade bei der Windkraft ist die Bürgerbeteiligung Grundlage für Akzeptanz.“

Für Familie Maier war gerade die Energiepreisentwicklung im vergangenen Jahr ein Anreiz zur nachhaltigen Eigenversorgung daheim: „Die wirtschaftlichen Vorteile der Solaranlage lagen klar auf der Hand und daher wollten wir den Großteil unseres Strombedarfs über die eigene Solaranlage decken. In Kombination mit unserem Speicher, dem E-Auto sowie der Wärmepumpe erzeugen wir schon jetzt zwischen 80 und 90 Prozent unseres gesamten Strombedarfs selbst. An sonnenreichen Tagen speisen wir zusätzlich überschüssigen Strom ins Netz ein, sodass sich der Anschluss schon jetzt vollkommen gelohnt hat“, sagt Andreas Meier.

Mit 7,2 Kilowattstunden peak (kWp) ist die neue Photovoltaikanlage der Maiers die „Standardanalage“ unter den Solarerzeugern. Denn Anlagen, die zwischen 4 und 10 kWp leisten, bilden mit rund 46 Prozent (188.000 Anlagen) den Löwenanteil der Photovoltaikanlagen im Bayernwerk-Netz. Hinzu kommen kleine Anlagen im Bereich von bis zu 4 kWp (10 Prozent), mittelgroße Dachanlagen zwischen 10 und 30 kWp (36 Prozent) sowie große Dachanlagen und Solarparks mit einer Leistung von über 30 kWp (8 Prozent).

Solarer Spitzenwert

Inwieweit der Strombedarf im Bayernwerk-Netz aus Solarenergie gedeckt werden konnte, zeigten bereits die Mittagsstunden des 13. Juni 2023. An diesem Tag erreichte die erzeugte Leistung von PV-Anlagen im Netz des Bayernwerks mit 6.389 Megawatt ein Allzeit-Maximum. Das entspricht im Vergleich etwa der Leistung von sieben konventionellen Kraftwerken. Stundenweise konnte der Energieverbrauch im Freistaat allein durch die regenerative Erzeugung vor Ort gedeckt werden. „Die Energiewende findet in Bayern im regionalen Verteilnetz statt, denn neben dem Anschlussboom bei den Einspeisern steigt aktuell auch die Zahl der Verbrauchspunkte, wie Wallboxen, Wärmepumpen oder auch Speichern. Durch den flexiblen Einsatz dieser neuen Verbraucher kann regional erzeugter Strom künftig direkt vor Ort genutzt werden“, erklärte Dr. Egon Westphal. Findet der Strom keine Abnehmer in der Nähe, wird die Energie ins europäische Verbundnetz abgegeben.

Strombedarf bereits zu 70 Prozent aus Erneuerbaren gedeckt

Mittlerweile hat die Gesamt-Quote des aus regenerativer Erzeugung eingespeisten Stroms im Netz des Bayerwerks 2022 einen neuen Rekordwert erreicht. So ist der Anteil Erneuerbarer Energien im regionalen Verteilnetz in Bayern auf über 70 Prozent gestiegen. Am Beispiel des durchschnittlichen Stromverbrauchs aller Haushalte im Netz des Bayernwerks lässt sich der bayerische Ökostrom-Rekord auch so ausdrücken: 2022 ist fast vier Mal mehr grüner Strom durch das Bayernwerk-Netz geflossen als alle privaten Haushalte im Netzgebiet zusammen in dem Jahr verbraucht haben.

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Kurzprofil Bayernwerk AG

Seit 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für Energie in Bayern. Die Bayernwerk AG steuert die Unternehmen der Bayernwerk-Gruppe. Gemeinsam mit den Menschen in Bayern gestaltet die Unternehmensgruppe die Energiezukunft im Freistaat aktiv mit und sorgt dafür, dass immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht. Die Bayernwerk-Gruppe setzt sich mit innovativen Lösungen, moderne und sichere Energienetze, Elektromobilität, dezentrale Energieerzeugung oder für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung ein. Ein starker Fokus liegt darauf, die Bürgerinnen und Bürger in Bayern bei ihrer persönlichen Energiewende zu unterstützen. Die Unternehmen der Bayernwerk Gruppe fördern die Wirtschaftskraft und Lebensqualität in den bayerischen Regionen.

Sitz der Bayernwerk AG ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter des E.ON-Konzerns.

Kontakt

Michael Bartels

Michael Bartels

Pressekontakt Stellvertretender Pressesprecher Bayernwerk AG Digitalisierung, Wachstum, Nachhaltigkeit, E-Mobilität Büro +49 941 201 2077 ---- Mobil +49 160-91 39 55 28