Pressemitteilung —
Spezialeinsatz mit dem Hubschrauber für mehr Vogelschutz
Im Auftrag der Bayernwerk Netz GmbH hat eine Spezialfirma bei Creußen rund 200 Vogelschutzmarker per Hubschrauber an der Hochspannungsleitung zwischen Pegnitz und Bayreuth montiert. Die auffälligen schwarz-weißen Markierungen machen die Erdseile für Vögel besser sichtbar und helfen, Kollisionen zu vermeiden.
Wer zuletzt einen Helikopter beobachtet hat, der im Stop-and-go-Verfahren rückwärts entlang einer Hochspannungsleitung bei Creußen flog, braucht sich nicht wundern: Der ungewöhnliche Einsatz diente der Montage von Vogelschutzmarkern an der Hochspannungsleitung zwischen Pegnitz und Bayreuth. Die Arbeiten führte eine Spezialfirma aus der Nähe von Frankfurt am Main im Auftrag der Bayernwerk Netz GmbH durch. Mithilfe einer speziellen Vorrichtung am Hubschrauber brachte ein Mitarbeiter insgesamt 196 Vogelschutzmarker am obersten Seil der Leitung an. Die Marker waren bei einer Leitungssanierung demontiert worden und wurden nun wieder installiert.
Obwohl auf dem obersten Blitzschutzseil kein Strom fließt, entsteht dort eine statische Aufladung. Deshalb muss das Seil vor jeder Montage zunächst mithilfe einer Erdungsklemme entladen werden. Anschließend werden die sogenannten Zebramarkierungen, benannt nach ihrer auffälligen schwarz-weißen Streifung, mit Spiralen im Abstand von rund 25 Metern befestigt. Für die Montage muss der Pilot den Helikopter äußerst präzise und in geringem Abstand zur Leitung rückwärts fliegen, ein anspruchsvolles Flugmanöver, das dank der Erfahrung der Spezialisten zügig gelang.
Starker Kontrast für bessere Sichtbarkeit
Die beweglichen Vogelschutzmarker sind rund 50 Zentimeter lang und 30 Zentimeter breit. Durch ihre kontrastreiche schwarz-weiße Gestaltung erinnern sie an einen Zebrastreifen und machen das oberste Leitungsseil für Vögel deutlich besser sichtbar. So können die Tiere die Leitung bereits aus größerer Entfernung erkennen und ihre Flughöhe rechtzeitig anpassen. Auf diese Weise wird das Risiko von Kollisionen mit den Erdseilen deutlich reduziert.
Die Arbeiten bei Creußen waren Teil einer bayernweiten Maßnahme des Netzbetreibers. Insgesamt hat die Bayernwerk Netz auf elf Leitungsabschnitten im gesamten Netzgebiet Reparaturen erledigt oder Vogelschutzmarker und Warnkugel montiert - unter anderem auch an der Hochspannungsleitung zwischen Münchberg und Gefrees.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.
Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.