Pressemitteilung —
Spatenstich für die Energiezukunft: Bayernwerk Netz baut Stromnetz in Wildflecken weiter aus
Wildflecken. Mit dem symbolischen Spatenstich hat die Bayernwerk Netz GmbH am Dienstag, 8. September 2026, den Startschuss für ein umfangreiches Netzausbauprojekt in der Gemeinde Wildflecken im Landkreis Bad Kissingen gegeben. Gemeinsam mit Bürgermeister Daniel Kleinheinz, Vertretern der Bayernwerk Netz sowie den ausführenden Partnerfirmen feierte der Netzbetreiber den Start der Baumaßnahme im Wildfleckener Ortsteil Ziegelhütte. Die neu zu bauenden Mittelspannungskabel verbinden zukünftig Arnsberg, Wildflecken, Ziegelhütte und das Schalthaus Wildflecken. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 5,2 Millionen Euro.
„Mit diesem Projekt schaffen wir die Voraussetzungen, um künftig noch mehr erneuerbare Energie in der Region sicher aufnehmen und verteilen zu können. Gleichzeitig erhöhen wir durch die Verkabelung die Zuverlässigkeit der Stromversorgung für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen vor Ort“, sagte Matthias Schneider, Leiter Bayernwerk Netz-Kundencenter in Fuchsstadt.
Mit dem Netzausbauprojekt reagiert die Bayernwerk Netz auf die steigenden Anforderungen der Energiewende. Der Ausbau erneuerbarer Energien und die zunehmende Digitalisierung erfordern leistungsfähigere und intelligent steuerbare Netzstrukturen. Für die Bayernwerk Netz nahmen Matthias Schneider (Leiter des Bayernwerk-Kundencenters Fuchsstadt), Manuel Schäfer (Projektleiter) sowie Sebastian Metz (Baubegleiter) am Spatenstich teil. Die ausführenden Partnerfirmen sind EBT Elektrobau GmbH Thüringen (EBT) und Straßen- und Asphaltbau Rennsteig GmbH (SAR).
Rund 60 Kilometer Mittelspannungskabel
Die Maßnahme erstreckt sich über eine etwa 7,5 Kilometer lange Trasse und umfasst den Ersatz von zwei bestehenden Mittelspannungsfreileitungssystemen durch moderne Erdkabel. Im Rahmen der Baumaßnahme werden insgesamt rund 20 Kilometer Systemlänge Mittelspannungskabel mit einem Leiterquerschnitt von 400 Quadratmillimetern verlegt. Ein Kabelsystem besteht aus drei einzelnen Kabeln. Dadurch werden entlang der Trasse insgesamt rund 60 Kilometer Mittelspannungskabel verlegt. Nach Abschluss der Verkabelung werden etwa zehn Kilometer bestehende Mittelspannungsfreileitung zurück gebaut. Die Bauzeit beträgt etwa zwölf Monate, der spätere Rückbau der Freileitung erfolgt in einem weiteren Schritt.
Für die Querung sensibler Bereiche sind an fünf Abschnitten Spülbohrungen vorgesehen, darunter mehrere Querungen der Sinn sowie der Staatsstraße. Die grabenlosen Bohrverfahren kommen unter anderem im Bereich des Fahrradwegs entlang der Sinn zum Einsatz. „Mit den vorgesehenen Spülbohrungen können wir Gewässer, Straßen und weitere sensible Bereiche besonders schonend queren. Dadurch reduzieren wir Eingriffe in die Umwelt und halten Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich“, erklärt Manuel Schäfer, Projektleiter bei der Bayernwerk Netz in Fuchsstadt.
Zusätzlich wird die bestehende Turmstation in der Bahnhofstraße durch eine digitale Ortsnetzstation ersetzt. Die kompakte Station wird noch im Jahr 2026 errichtet. Auch die bestehende Niederspannungsfreileitung im Bereich Ziegelhütte wird vollständig verkabelt.
Investition stärkt die Region langfristig
Bürgermeister Daniel Kleinheinz begrüßte die Investition in die örtliche Infrastruktur: „Ein leistungsfähiges Stromnetz ist eine zentrale Voraussetzung für die Entwicklung unserer Gemeinde. Der Ausbau stärkt die Versorgungssicherheit und schafft gleichzeitig die Grundlage für die weitere Nutzung erneuerbarer Energien in unserer Region.“
Die Maßnahme in Wildflecken ist Teil der umfassenden Investitionen der Bayernwerk Netz in die Energieinfrastruktur der Region. Allein im Jahr 2026 wendet das Bayernwerk Netz-Kundencenter Fuchsstadt für Maßnahmen in der Nieder- und Mittelspannung insgesamt 38,3 Millionen Euro auf. Das Kundencenter betreut 69 Städte und Gemeinden, darunter auch Wildflecken. Neben klassischen Netzausbauprojekten treibt die Bayernwerk Netz die Digitalisierung der Verteilnetze voran: Allein im vergangenen Jahr wurden im Zuständigkeitsbereich des Kundencenters 65 neue digitale Ortsnetzstationen in Betrieb genommen. Damit stärkt das Unternehmen die Netzinfrastruktur und schafft die Voraussetzungen für die weitere Integration erneuerbarer Energien sowie eine sichere Stromversorgung in der Region.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.
Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.