Pressemitteilung —
Himmelstadt startet die Kommunale Wärmeplanung
Himmelstadt. Wie kann die Wärmeversorgung in Himmelstadt langfristig gestaltet werden? Welche Wärmequellen stehen vor Ort zur Verfügung und welche Versorgungsoptionen kommen für die Zukunft infrage? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Kommunale Wärmeplanung (KWP), die die Gemeinde Himmelstadt (Lkr. Main-Spessart) gemeinsam mit der Bayernwerk Netz GmbH (Regensburg) und dem Institut nachhaltige Energieversorgung (Rosenheim) auf den Weg gebracht hat. Zum Projektauftakt besprachen Bürgermeister Herbert Hemmelmann und Tobias Eckardt, Projektleiter bei der Bayernwerk Netz, die nächsten Schritte.
Bürgermeister Herbert Hemmelmann sagte dabei: „Wir wollen herausfinden, welche Möglichkeiten für die künftige Wärmeversorgung in Himmelstadt bestehen und welche Lösungen zu unserer Gemeinde passen. Die Kommunale Wärmeplanung hilft uns, die örtlichen Gegebenheiten systematisch zu betrachten und eine fundierte Grundlage für die nächsten Entscheidungen zu schaffen. Dabei ist uns wichtig, die Ergebnisse nachvollziehbar zu machen und den Bürgerinnen und Bürgern Orientierung zu geben.“
Ein strategisches Planungsinstrument
Die Kommunale Wärmeplanung ist laut Projektleiter Tobias Eckardt (Bayernwerk Netz) ein strategisches Planungsinstrument. Im Mittelpunkt stünden zunächst die Erfassung der heutigen Wärmeversorgung und die Analyse des Wärmebedarfs. Dafür werden unter anderem Informationen zu Gebäudestrukturen, Energieverbräuchen und bestehenden Versorgungsnetzen ausgewertet. Anschließend werden lokale Potenziale erneuerbarer Energien und nutzbarer Abwärme sowie Möglichkeiten zur Verringerung des Wärmebedarfs untersucht.
Auf dieser Grundlage werden mögliche Wege für die künftige Wärmeversorgung entwickelt. Wie Eckardt weiter erläuterte, wird dabei betrachtet, ob in Bereichen des Gemeindegebiets Wärmenetze grundsätzlich infrage kommen könnten und wo sich eher individuelle Lösungen für einzelne Gebäude anbieten. Die Ergebnisse werden Handlungsoptionen aufzeigen und sollen der Gemeinde als Orientierung für weitere Entscheidungen dienen.
Infoveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger
Aus der Kommunalen Wärmeplanung allein ergeben sich für Bürgerinnen und Bürger keine unmittelbaren Verpflichtungen, etwa zum Austausch einer bestehenden Heizung. Tobias Eckardt kündigte an, dass im Zuge des Planungsprozesses relevante Akteure vor Ort eingebunden werden. Für die Bürgerinnen und Bürger soll es eine eigene Informationsveranstaltung geben.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren ist der Name Bayernwerk mit der Energieversorgung in Bayern verbunden. Die Bayernwerk Netz GmbH betreibt umfangreiche Energieinfrastruktur in Unter- und Oberfranken, in der Oberpfalz sowie in Nieder- und Oberbayern. Über diese Netzinfrastruktur werden rund sieben Millionen Menschen mit Energie versorgt.
Das Stromnetz der Bayernwerk Netz GmbH umfasst rund 156.000 Kilometer, das Straßenbeleuchtungsnetz rund 34.600 Kilometer. Das Unternehmen entwickelt seine Netzinfrastruktur kontinuierlich weiter und setzt dabei unter anderem digitale Technologien ein.
In Nord- und Ostbayern betreibt die Bayernwerk Netz GmbH zudem ein Erdgasnetz mit einer Länge von rund 6.000 Kilometern. Das Unternehmen ist an mehr als 20 Standorten in Bayern präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bayernwerk AG.