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Umspannwerk Au in der Hallertau
Über das Umspannwerk in Au in der Hallertau wird der nördliche Landkreis Freising seit den 70er-Jahren mit Strom versorgt. Bis 2029 modernisiert und erweitert die Bayernwerk Netz die Anlage.

Pressemitteilung

Für mehr grünen Strom: Bayernwerk Netz erweitert Umspannwerk Au in der Hallertau

Au in der Hallertau/Regensburg. Die Bayernwerk Netz GmbH beginnt ab kommender Woche mit Bauarbeiten im Umspannwerk in Au in der Hallertau. Bis 2029 entsteht an der Pfaffenhofener Straße eine größere Anlage auf neuem Stand der Technik. Die Modernisierung und Erweiterung des Umspannwerks ermöglicht, dass künftig mehr lokal erzeugter grüner Strom in das Verteilnetz einspeisen und in der Region genutzt werden kann. Für das Energiewende-Projekt wendet die Bayernwerk Netz rund 27 Millionen Euro auf.

Durch die Erweiterung des Umspannwerks kann das Stromnetz in der Region zukünftig mehr dezentral erzeugte Energie aufnehmen und an die Verbraucher verteilen. Mit einer Verteilleistung von 230 Megavolt-Ampere bietet das Umspannwerk im Vergleich zur bestehenden Anlage mit 80 Megavolt-Ampere nach dem Umbau fast die dreifache Kapazität für die Energieversorgung. Die Verteilleistung des neuen Umspannwerks entspricht rechnerisch etwa 23.000 durchschnittlichen Photovoltaik-Anlagen auf Einfamilienhäusern mit einer Leistung von je zehn Kilowatt.

Ein starkes Umspannwerk für die Energiewende

Der Hintergrund für die Erweiterung des Umspannwerks ist die Energiewende und eine damit verbundene Zunahme beim Stromverbrauch und bei der Stromerzeugung in der Region. Zum einen wird immer mehr Strom benötigt, sei es in der Industrie, für Elektromobilität oder das Heizen mit Wärmepumpen. Zum anderen steigt die Einspeisung dezentral erzeugter erneuerbarer Energien. Diese Entwicklung schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran. „Unser Netz kommt durch die doppelte Dynamik der wachsenden Einspeisung lokal erzeugter erneuerbarer Energie und des steigenden Strombezugs an seine Grenzen. Unsere Aufgabe ist es, die Netzinfrastruktur dafür fit zu machen und so eine nachhaltige Entwicklung der Region zu ermöglichen“, erklärt Günther Mertel, Leiter des Bereichs Hochspannung bei der Bayernwerk Netz.

Fertigstellung 2029 geplant

An der Pfaffenhofener Straße zwischen Au in der Hallertau und Halsberg verbindet das Umspannwerk seit den 70er-Jahren Leitungen aus dem Hochspannungsnetz mit dem regionalen Mittelspannungsnetz. Die Bayernwerk Netz vergrößert die Anlage Richtung B301 und erneuert die Gebäude sowie zahlreiche technische Komponenten des Umspannwerks. Die Arbeiten beginnen in diesem Jahr mit der Vorbereitung des Geländes, dem Setzen neuer Fundamente und dem Bau des neuen Betriebsgebäudes. In weiteren Bauabschnitten will die Bayernwerk Netz bis 2029 sukzessive die Schaltanlagen in der Mittelspannung und Hochspannung installieren, den Hochspannungsmasten auf dem Gelände des Umspannwerks erneuern, die beiden vorhandenen Transformatoren durch neue ersetzen und zwei zusätzliche Transformatoren anschließen. Während der Bauarbeiten bleibt das Umspannwerk in Betrieb, sodass die Stromversorgung in der Region weiterhin gesichert ist.

Regionale Versorgung, regionale Wertschöpfung

Beim Netzausbau hat das Bayernwerk die regionale Wertschöpfung im Blick. Ein zukunftsfähiges Stromnetz sichert die Energieversorgung für Haushalte und Unternehmen bei künftig stark steigendem Strombedarf. „Wir wenden in den kommenden Jahren Rekord-Budgets für die Entwicklung unserer Energienetze auf. Mit unserer Energieinfrastruktur möchten wir zum einen die Wirtschaftskraft im Land sichern und zum anderen gleichzeitig möglichst viel Wertschöpfung daheim in Bayern fördern, wenn wir in unser Netz investieren“, sagt Günther Mertel. Das gelte auch bei den Gewerken auf den Baustellen: Mit den Planungs- und Bauarbeiten für das Umspannwerk Au in der Hallertau hat die Bayernwerk Netz die PRO BAU Ingenieur- und Rohrleitungsbau GmbH aus Passau und die Kehrer Planung GmbH mit Sitz in Regensburg beauftragt.

Umspannwerke: Die Dreh- und Angelpunkte im Stromnetz

In Umspannwerken der Bayernwerk Netz treffen Stromleitungen unterschiedlicher Spannungsebenen zusammen – Hochspannung und Mittelspannung. Die Hochspannungsleitungen sind die Verknüpfungen im regionalen Stromnetz zwischen Städten und Gemeinden. Leitungen der Mittelspannungsebene verteilen den Strom lokal zwischen einzelnen Ortschaften. Im Umspannwerk werden die Spannungsebenen der Hoch- und Mittelspannung über Transformatoren miteinander verbunden und die unterschiedlichen Netzbereiche verknüpft. Wie das Herz die Pumpe im menschlichen Kreislauf ist, so bilden Umspannwerke die Dreh- und Angelpunkte im Stromnetz. Wenn zahlreiche dezentrale Erzeuger Strom aus Sonne, Wind oder Biomasse ins regionale Netz einspeisen, ist ein leistungsstarkes Umspannwerk erforderlich, das über die angeschlossenen Leitungen die Energieverteilung in die umliegenden Dörfer und Städte möglich macht. Damit immer mehr Erzeuger erneuerbarer Energie an das Verteilnetz der Bayernwerk Netz anschließen können und eine zuverlässige Versorgung der Menschen mit Strom gelingt, baut die Bayernwerk Netz neue Umspannwerke und verstärkt bestehende Anlagen in ihrem ganzen Netzgebiet.

Allgemeine Informationen zum Umspannwerk Au in der Hallertau hat die Bayernwerk Netz auf ihrer Website veröffentlicht: Umspannwerk Au.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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