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Ein Arbeiter nimmt mit einem Bohrgerät eine Probe des Bodens auf einer Grasfläche.
Bodenproben geben Auskunft über den Baugrund: Die Bayernwerk Netz bereitet den Ersatzneubau der bestehenden 110-Kilovolt-Hochspannungsleitung zwischen dem Umspannwerk Dachau und dem Umspannwerk Oberbachern vor.

Pressemitteilung —

Bayernwerk Netz untersucht Baugrund für stärkere Stromleitung

Dachau/Bergkirchen. Die Bayernwerk Netz GmbH bereitet den Ersatzneubau der bestehenden 110-Kilovolt-Hochspannungsleitung zwischen dem Umspannwerk Dachau und dem Umspannwerk Oberbachern vor. Dafür untersucht der Verteilnetzbetreiber ab Anfang November 2026 den Baugrund entlang der bestehenden Leitung. Die Baugrunduntersuchungen sind ein wichtiger Vorbereitungsschritt für die Modernisierung der rund elf Kilometer langen Hochspannungsleitung im regionalen Verteilnetz. Insgesamt wendet die Bayernwerk Netz für das Projekt rund 41 Millionen Euro auf.

Im Münchner Umland steigen sowohl die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien als auch der Strombedarf. Um das regionale Verteilnetz für diese Anforderungen fit zu machen, erneuert die Bayernwerk Netz die bestehende Hochspannungsleitung zwischen Dachau und Oberbachern weitestgehend standortgleich und bringt sie auf den neuesten Stand der Technik. Die Baugrunduntersuchungen bilden dafür eine wesentliche Grundlage und schaffen die Voraussetzungen für die weitere Planung des Ersatzneubaus. „Mit dem Ersatzneubau machen wir die Leitung fit für die Anforderungen der Energiewende. Die Ergebnisse der Baugrunduntersuchungen geben uns Aufschluss über die Grundwasserverhältnisse und die Tragfähigkeit des Bodens. Diese Erkenntnisse sind eine wichtige Grundlage für die Planung der neuen Masten“, erklärt Brigitte Fuchs, Projektleiterin bei der Bayernwerk Netz.

Untersuchungen entlang der bestehenden Leitung

Ab Anfang November untersucht die von der Bayernwerk Netz beauftragte Fachfirma BauGrund Süd die Bodenbeschaffenheit an insgesamt rund 50 Standorten entlang der bestehenden Freileitung. Für die Arbeiten kommen Bohrgeräte und Raupenfahrzeuge zum Einsatz. An den vorgesehenen Standorten bohren die Fachleute bis zu rund 15 Meter tief, um Bodenproben zu entnehmen. Die Bohrungen haben einen Durchmesser von rund 15 Zentimetern und werden nach Abschluss der Arbeiten wieder verfüllt. Die Ergebnisse der Untersuchungen bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Planung des Ersatzneubaus. Sie liefern Erkenntnisse über die Bodenbeschaffenheit und helfen dabei, die neuen Mastgründungen an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.

Leitung wird fit für die Energiewende

Die bestehende Hochspannungsleitung zwischen Dachau und Oberbachern sichert bereits seit den 1960ern die Stromversorgung der Region. Gleichzeitig speisen immer mehr Photovoltaikanlagen Sonnenstrom in das regionale Verteilnetz ein. Auch der Strombedarf steigt - unter anderem durch Wärmepumpen, Elektromobilität sowie den wachsenden Bedarf von Gewerbe und Industrie. Mit dem Ersatzneubau schafft die Bayernwerk Netz die Voraussetzungen, um das regionale Verteilnetz langfristig leistungsfähig zu halten und die Stromversorgung im Münchner Umland auch künftig sicher zu gewährleisten.

Bau ab 2028 geplant

Die Planungen für den Ersatzneubau haben im Herbst 2025 begonnen. Die Bayernwerk Netz hat vor, die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren im Sommer 2027 bei der Regierung von Oberbayern einzureichen. Mit dem Baubeginn rechnet der Verteilnetzbetreiber im Jahr 2028.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren ist der Name Bayernwerk mit der Energieversorgung in Bayern verbunden. Die Bayernwerk Netz GmbH betreibt umfangreiche Energieinfrastruktur in Unter- und Oberfranken, in der Oberpfalz sowie in Nieder- und Oberbayern. Über diese Netzinfrastruktur werden rund sieben Millionen Menschen mit Energie versorgt.

Das Stromnetz der Bayernwerk Netz GmbH umfasst rund 156.000 Kilometer, das Straßenbeleuchtungsnetz rund 34.600 Kilometer. Das Unternehmen entwickelt seine Netzinfrastruktur kontinuierlich weiter und setzt dabei unter anderem digitale Technologien ein.

In Nord- und Ostbayern betreibt die Bayernwerk Netz GmbH zudem ein Erdgasnetz mit einer Länge von rund 6.000 Kilometern. Das Unternehmen ist an mehr als 20 Standorten in Bayern präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bayernwerk AG.

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