Pressemitteilung —
Bayernwerk Netz reicht Pläne zur Leitungssanierung ein
Schweinfurt/Bergtheim. Die Bayernwerk Netz GmbH plant, die bestehende 110-Kilovolt-Leitung zwischen Schweinfurt und Würzburg zu modernisieren und zu verstärken. Die Erneuerung der rund 43 Kilometer langen Hochspannungsleitung erhöht die Versorgungssicherheit in der Region und ermöglicht es, mehr erneuerbare Energie im regionalen Stromnetz zu verteilen. Für den ersten Abschnitt mit rund 17 Kilometern Länge zwischen den Umspannwerken Schweinfurt und Bergtheim hat die Bayernwerk Netz kürzlich den Antrag auf Planfeststellung bei der Regierung von Unterfranken eingereicht. Der Verteilnetzbetreiber wendet für diesen Abschnitt rund 48 Millionen Euro auf.
Die Modernisierung der rund 100 Jahre alten Leitung ist ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung der Zukunft in Unterfranken. „Der geplante Ersatzneubau sorgt dafür, dass die Leitung auch künftig den Anforderungen an eine sichere und zukunftsfähige Stromversorgung in der Region gerecht wird“, erläutert Kevin Deese, Projektleiter Genehmigung bei der Bayernwerk Netz. „Mit dem Antrag auf Planfeststellung bringen wir unsere sorgfältig vorbereitete Planung jetzt in die behördliche Prüfung und erreichen damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Genehmigung und Umsetzung des Vorhabens.“
Ertüchtigung der Leitung in zwei Projektabschnitten
Zwischen den Umspannwerken Schweinfurt und Bergtheim erneuert die Bayernwerk Netz die bestehende Freileitung auf rund 17 Kilometern. Dazu werden standortgleich 41 Masten neu- und 75 Masten zurückgebaut. Künftig sollen auf der Bestandstrasse sogenannte Donau-Maste verwendet werden, die zwei Stromkreise mit jeweils drei Leiterseilen tragen. Im Bereich zwischen Bergrheinfeld und Schweinfurt werden Leitungen gebündelt, sodass eine ältere parallel verlaufende Leitung später zurückgebaut werden kann. Durch die technische Verstärkung der Leitung kann künftig mehr grüne Energie im regionalen Stromnetz aufgenommen und verteilt werden. Für den zweiten Abschnitt zwischen Bergtheim, Dürrbachau bei Würzburg und Rottendorf bei Würzburg erstellt die Bayernwerk Netz derzeit die Unterlagen für das Genehmigungsverfahren.
Kartierungen und Baugrunduntersuchungen vor Antragseinreichung
Der Antrag auf Planfeststellung basiert auf umfangreichen Vorarbeiten der vergangenen Jahre. So hat der Netzbetreiber die Tier- und Pflanzenwelt im Umfeld der Freileitung zwischen dem Umspannwerk Schweinfurt und Bergtheim kartiert und den Baugrund untersucht. Die daraus erstellten Gutachten sind Teil der nun eingereichten Unterlagen. Das weitere Verfahren bis zum Planfeststellungsbeschluss führt die Regierung von Unterfranken.
Geplanter Bau ab 2027
Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens plant der Netzbetreiber Mitte 2027 mit den Bauarbeiten für den ersten Projektabschnitt zu beginnen. Mit der Inbetriebnahme rechnet die Bayernwerk Netz Anfang 2029.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.
Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.