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Genehmigungsmanager Christian Stenzel und Christopher Knauer (l.) von der Bayernwerk Netz haben In Tirschenreuth mit betroffenen Eigentümern über die vorgesehenen Baumaßnahmen an einer Hochspannungsleitung gesprochen.

Pressemitteilung

Bayernwerk Netz führt Dialog zu geplanter Leitungserneuerung

Tirschenreuth/Regensburg. Im Vorfeld der Modernisierung der 110-KilovoltLeitungen zwischen den Umspannwerken Tirschenreuth, Wiesau und Mitterteich hat die Bayernwerk Netz GmbH kürzlich Eigentümer und Bewirtschafter zu persönlichen Gesprächen eingeladen. In Tirschenreuth stellte der Verteilnetzbetreiber die vorgesehenen Baumaßnahmen zum Projektabschnitt B (Ostbayernring – Tirschenreuth) vor und tauschte sich mit den Beteiligten zu möglichen Anpassungen aus. Im Fokus standen die transparente Vermittlung des aktuellen Planungsstands sowie die Anliegen der Eigentümer und Bewirtschafter. Für die drei Abschnitte B, C und D des Leitungsbauprojekts wendet der Netzbetreiber insgesamt rund 43 Millionen Euro auf.

„Mit der Ertüchtigung der 110-Kilovolt‑Leitungen zwischen den Umspannwerken Tirschenreuth, Wiesau und Mitterteich investieren wir in ein leistungsfähiges und zukunftssicheres Stromnetz. Wir stärken das regionale Verteilnetz und schaffen die Voraussetzung dafür, dass mehr erneuerbare Energie aus der Region zuverlässig aufgenommen und verteilt werden kann“, erklärte Christian Stenzel, Projektleiter Genehmigung der Bayernwerk Netz. Bei den Gesprächen im Hotel Seenario in Tirschenreuth stellte das Projektteam der Bayernwerk Netz die geplanten Maststandorte im betroffenen Bauabschnitt B vor, beantwortete Fragen und nahm Anliegen der Eigentümer für die Umsetzung auf. Der Verteilnetzbetreiber prüft diese Hinweise nun für die nächsten Planungsschritte. „Uns ist es wichtig, Eigentümer und Bewirtschafter frühzeitig einzubinden. So können wir berechtigte Interessen und örtliche Hinweise in der Planung berücksichtigen“, sagte Christian Stenzel.

Netzausbau stärkt Versorgungssicherheit

Die zu modernisierenden Freileitungen wurden überwiegend zwischen 1963 und 1981 errichtet. In den kommenden Jahrzehnten erwartet der Netzbetreiber einen Anstieg des Strombedarfs in der Region, unter anderem durch mehr Elektromobilität und den verstärkten Einsatz von Wärmepumpen. Gleichzeitig speisen immer mehr dezentrale Anlagen grüne Energie ins Netz ein. Mit der Erneuerung der Hochspannungsleitung stärkt die Bayernwerk Netz die Versorgungssicherheit und macht das regionale Verteilnetz fit für die Energiezukunft.

Modernisierung in drei Abschnitten

Die Ertüchtigung ist in drei Abschnitte gegliedert und umfasst auf rund 13 Kilometern Länge den Ersatzneubau von insgesamt 35 Masten. Zusätzlich tauscht die Bayernwerk Netz in allen drei Abschnitten die Leiterseile aus, um die Übertragungskapazität der Leitung an zukünftige Anforderungen anzupassen. Die Leitung schließt an die 380-kV-Leitung der TenneT Germany, den sogenannten Ostbayernring, an. Ein Teil der Trasse wird als Gemeinschaftsleitung der beiden Netzbetreiber realisiert.

Im Projektabschnitt B werden auf rund elf Kilometern Länge vom Umspannwerk Tirschenreuth bis zum Anschluss an den Ostbayernring 30 Strommasten ersatzneugebaut. Abschnitt C verläuft mit rund einem Kilometer Länge vom Umspannwerk Wiesau bis zum Anschluss an den Ostbayernring. Hier werden insgesamt drei Masten modernisiert. Im Abschnitt D werden auf rund einem Kilometer Länge vom Umspannwerk Mitterteich bis zum Anschluss an den Ostbayernring zwei Masten ertüchtigt.

Nächste Schritte und Zeitplan

Bereits seit Anfang 2026 werden Kartierungen und ab August Baugrunduntersuchungen durchgeführt. 2027 will die Bayernwerk Netz die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung der Oberpfalz einreichen. Mit dem Planfeststellungsbeschluss rechnet der Netzbetreiber 2028. Der Bau ist für 2029 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2030.

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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH

Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.

Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.

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