Pressemitteilung —
Bayernwerk Netz ertüchtigt Hochspannungsleitungen bei Ingolstadt
Ingolstadt/Regensburg. Die Bayernwerk Netz GmbH hat mit der Ertüchtigung der 110-Kilovolt-Hochspannungsleitungen zwischen den Umspannwerken Ingolstadt und Etting begonnen. Auf insgesamt rund 14 Kilometern modernisiert der Verteilnetzbetreiber 35 Maste und tauscht abschnittsweise Leiterseile aus. Mit der Modernisierung stärkt die Bayernwerk Netz die Versorgungssicherheit und erfüllt die aktuellen Anforderungen an die Standsicherheit von Freileitungsmasten. Insgesamt wendet der Netzbetreiber hierfür rund 11 Millionen Euro auf. Die Bauarbeiten sollen in der ersten Jahreshälfte 2027 abgeschlossen werden.
„Mit der Modernisierung machen wir die Leitung fit für die Anforderungen der Zukunft. Wir erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Masten gegenüber Wind und Wetter und steigern gleichzeitig die Übertragungskapazität. So schaffen wir die Voraussetzungen, um den wachsenden Strombedarf zu decken und erneuerbare Energien aus der Region noch besser ins Netz zu integrieren“, sagt Andreas Kreß, Projektleiter Bau der Bayernwerk Netz. Seit den 1960er-Jahren tragen die Leitungen zur zuverlässigen Stromversorgung der Region bei. Angesichts des steigenden Strombedarfs und höherer Anforderungen an die Belastbarkeit der Infrastruktur bei Eis, Schnee und Wind steigen auch die Anforderungen an das Stromnetz. Die Bayernwerk Netz verstärkt deshalb Maste und Fundamente der bestehenden Leitung, um die Sicherheit gegenüber Witterungseinflüssen zu erhöhen. Durch Masterhöhungen wird der Abstand zwischen den Leiterseilen und dem Boden vergrößert. In Kombination mit dem Einsatz neuer Leiterseile steigert der Netzbetreiber zudem die Übertragungsleistung der Leitung.
Baustart im September
Mitte September hatte die von der Bayernwerk Netz beauftragte Baufirma Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH begonnen, die Baustelle einzurichten. Das Unternehmen bereitete Lager- und Arbeitsflächen vor und baute Zuwegungen mit Wegebauplatten zu den Maststandorten. Damit die Leitung während des Umbaus in Betrieb bleiben kann, stellt die Fachfirma vorübergehend provisorische Maste an einzelnen Stellen auf. In den nächsten Monaten verstärken Arbeiter zunächst die bestehenden Maste. Im kommenden Jahr werden dann die Arbeiten mit dem Ersatzneubau von insgesamt neun Masten fortgesetzt und an einzelnen Abschnitten die Leiterseile getauscht.
Modernisierung für ein stabiles Verteilnetz
Die zu sanierende 110-kV-Freileitung Ingolstadt–Etting beginnt am Umspannwerk Ingolstadt neben dem Kraftwerk Ingolstadt und verläuft östlich des Stadtgebiets im Bogen Richtung Norden zum Umspannwerk Etting. Über zwei Leitungsabzweige sind die Umspannwerke Großmehring und Lenting sowie ein Umspannwerk auf dem Raffineriegelände in Desching an das 110-kV-Netz angebunden.
Fertigstellung in ersten Halbjahr 2027 geplant
Die Bayernwerk Netz plant, die Modernisierung in der ersten Jahreshälfte 2027 abzuschließen. Nach den Bauarbeiten baut die Fachfirma die provisorischen Maste ab und stellt den Ausgangszustand der genutzten Flächen und Zuwegungen wieder her.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren ist der Name Bayernwerk mit der Energieversorgung in Bayern verbunden. Die Bayernwerk Netz GmbH betreibt umfangreiche Energieinfrastruktur in Unter-und Oberfranken, in der Oberpfalz sowie in Nieder- und Oberbayern. Über diese Netzinfrastruktur werden rund sieben Millionen Menschen mit Energie versorgt.
Das Stromnetz der Bayernwerk Netz GmbH umfasst rund 156.000 Kilometer, das Straßenbeleuchtungsnetz rund 34.600 Kilometer. Das Unternehmen entwickelt seine Netzinfrastruktur kontinuierlich weiter und setzt dabei unter anderem digitale Technologien ein.
In Nord- und Ostbayern betreibt die Bayernwerk Netz GmbH zudem ein Erdgasnetz mit einer Länge von rund 6.000 Kilometern. Das Unternehmen ist an mehr als 20 Standorten in Bayern präsent. Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bayernwerk AG.