Pressemitteilung —
Ambitionierter Netzausbau für Heimatenergie
Regensburg/Oberfranken. 283 Millionen Euro, und damit gut ein Viertel mehr als 2025, wendet die Bayernwerk Netz GmbH in diesem Jahr auf, um das Stromnetz in Oberfranken fit für die Zukunft zu machen. Neben dem weiteren Ausbau und der Digitalisierung der Netze rücken Sicherheit, Stabilität und Resilienz des Energiesystems noch stärker in den Mittelpunkt. Bei einem Pressegespräch im Kundencenter Kulmbach und dem nahegelegenen Umspannwerk Kulmbach-Blaich, skizzierten Vertreter des größten bayerischen Verteilnetzbetreibers die Energiewende in Oberfranken.
Komplexer, dezentraler, größer
Unser Energiesystem wird größer, dezentraler, komplexer. Es interagiert mit allen Akteuren, die einspeisen, und allen, die beziehen – bei gleichzeitig schnell wachsenden Bedarfen im System. „Neue Berechnungen zeigen, dass sich die Erzeugungsleistung der Erneuerbaren, überwiegend aus Photovoltaik und Windkraft, bis 2045 verdreifachen wird. Gleichzeitig rechnen wir in diesem Zeitraum mit einer Verdopplung des Stromverbrauchs, angetrieben durch E-Mobilität, Wärmepumpen und Rechenzentren“, konkretisierte Michael Bauer, kommissarischer Leiter Technik Franken und Leiter Kundencenter Kulmbach der Bayernwerk Netz. Damit steigen die Anforderungen an die Energieinfrastruktur.
Sichere Energie als Rückgrat einer starken Gesellschaft
Welche Rahmenbedingungen für das Gelingen der Energiewende erforderlich sind, erläuterte Bernd Göttlicher, Leiter Kommunalmanagement Franken bei der Bayernwerk Netz: „Um die Stabilität und Sicherheit für Bayerns Energiezukunft sicherstellen zu können, braucht es eine geordnete und priorisierte Vergabe von Netzkapazitäten. Die Integration muss sorgsam, technisch sauber und vor allem entlang der Bedarfe des Netzes erfolgen. Hierfür braucht es einen verlässlichen ordnungspolitischen Rahmen.“
Ein Viertel mehr Budget für den Netzausbau in Oberfranken
Die Bayernwerk Netz macht Tempo beim Ausbau der Netze. Allein in den Versorgungsgebieten der drei oberfränkischen Kundencenter Bamberg, Kulmbach und Naila wurde das Netz 2025 um etwa 259 Kilometer Niederspannungskabel erweitert, im Mittelspannungsnetz kamen etwa 180 Kilometer Kabellänge hinzu. Die Maßnahmen gesamt waren mit 224 Millionen Euro budgetiert. Das Budget für 2026 liegt mit 283 Millionen Euro allein in Oberfranken um 26 Prozent höher als im Vorjahr. „Mit unserem Netzausbau stärken wir zugleich die regionale Wirtschaft. Wo immer es möglich ist, beauftragen wir Unternehmen aus Bayern. Eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigt, dass dadurch von jedem investierten Euro 55 Cent im Freistaat verbleiben“, betonte Bernd Göttlicher.
Ambitioniertes Bauprogramm 2026 – Einblicke in aktuelle Netzausbauprojekte
Ausgewählte Maßnahmen des Bauprogramms 2026 stellten die Leiter der oberfränkischen Bayernwerk Netz-Kundencenter, Carsten Schneider (Bamberg), Michael Bauer (Kulmbach) und Markus Seidel (Naila), gemeinsam mit Martin Schmah, Leiter Prozessdatentechnik aus dem Hochspannungsbereich, im Rahmen des Pressegesprächs vor:
[1] Kundencenter Bamberg
Mehr Versorgungssicherheit zwischen Eltmann und Ebelsbach (Landkreis Haßberge)
Zur langfristigen Stärkung der regionalen Versorgungssicherheit modernisierte die Bayernwerk Netz das Mittelspannungsnetz zwischen dem Umspannwerk Eltmann und Ebelsbach im Landkreis Haßberge. Bestehende Masten wurden durch drei Mittelspannungssysteme mit jeweils rund 1,3 Kilometern Länge als Erdkabel mit einem Leiterquerschnitt von 400 mm² ersetzt. Die Trassenführung entlang der Autobahn A70 und der Bundesstraße B26 sowie durch ein Wasserschutzgebiet stellte besondere Anforderungen an die Realisierung der Maßnahme. Für die Umsetzung waren drei Spülbohrungen mit jeweils rund 500 Metern Länge erforderlich. Der Baustart erfolgte im Oktober 2025, die Arbeiten wurden im Juli 2026 abgeschlossen. Das Budget für die Maßnahme betrug rund 1,1 Millionen Euro.
Netzverstärkung in Mittel- und Obersteinach (Landkreis Bamberg)
Mit einer umfassenden Modernisierung stärkte die Bayernwerk Netz die Stromversorgung in Mittel- und Obersteinach, zwei Ortsteilen des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg. Im Rahmen der Maßnahme wurden rund 2,5 Kilometer Mittelspannungskabel (Leiterquerschnitt 300 mm²) und 3,8 Kilometer Niederspannungskabel (Leiterquerschnitt 150 mm² und 240 mm²) verlegt. Zudem errichtete der Verteilnetzbetreiber zwei smarte Ortsnetzstationen: eine im Nordwesten von Mittelsteinach und die zweite bei der Einmündung der Landstraße (BA44) nach Obersteinach. Dafür wurden drei bestehende Trafostationen zurückgebaut. Eine Besonderheit des Projekts war die Mitverlegung von 1,6 Kilometern SpeedNet-Rohren für die Deutsche Telekom. Die Bauarbeiten starteten im April 2026 und wurden Ende August 2026 fertiggestellt. Das Projekt war mit rund 1,85 Millionen Euro budgetiert.
Versorgungssicherheit und Kapazitätssprung im Markt Geiselwind (Landkreis Kitzingen)
Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und für zusätzliche Netzkapazitäten modernisiert die Bayernwerk Netz das Stromnetz in Ilmenau, einem Ortsteil des Marktes Geiselwind im Landkreis Kitzingen. Kern der Maßnahme ist die Verlegung von rund 700 Metern Mittelspannungskabel mit einem Leiterquerschnitt von 300 mm² und etwa 1,5 Kilometern Niederspannungskabel (150 mm²). Darüber hinaus werden 20 Hausanschlüsse auf Erdkabel umgestellt. Im Zuge der Arbeiten baut der Verteilnetzbetreiber rund 1,2 Kilometer bestehende Niederspannungsfreileitung zurück und errichtet eine digitale Ortsnetzstation nördlich der Kirche. Die moderne Station ermöglicht eine bessere Überwachung und Steuerung des Ortsnetzes. Das Maßnahmenbudget beläuft sich auf 500.000 Euro. Eine Besonderheit ist die Nachnutzung der bisherigen Turmstation östlich von Ilmenau: Das Bauwerk bleibt erhalten und wird künftig als Vogelhotel genutzt. Der Baustart erfolgte im August 2026. Nach Abschluss der Ortsnetzverkabelung im November 2026 ist der Rückbau der Niederspannungsfreileitung vorgesehen.
[2] Kundencenter Kulmbach
Leistungsfähigeres Mittelspannungsnetz zwischen dem Umspannwerk Redwitz, Neuses am Main und Obristfeld (Landkreis Lichtenfels)
Vor dem Hintergrund weiter steigender Bezugs- und Einspeiseanfragen verstärkt die Bayernwerk Netz ihre Strominfrastruktur zwischen dem Umspannwerk Redwitz, Neuses am Main und Obristfeld im Landkreis Lichtenfels. Im Zuge der Maßnahme werden auf einer Trassenlänge von rund fünf Kilometern neue 20-KV-Mittelspannungskabel mit einem Leiterquerschnitt von jeweils 400 mm² verlegt, die zukünftig die bestehende Mittelspannungsfreileitung ersetzen wird. Gleichzeitig errichtet der Verteilnetzbetreiber zwei digitale Ortsnetzstationen. Die Umsetzung erfolgt im Zusammenhang mit dem Neubau der Bundesstraße B 173. Baustart war im Juni 2026, die Fertigstellung der Arbeiten ist für November 2026 geplant. Die Maßnahme ist mit rund 1,9 Millionen Euro budgetiert. Nach Abschluss der Mittelspannungsverkabelung werden die Freileitungen rückgebaut.
Stromnetz zwischen Bad Berneck und Himmelkron wird für E-Mobilität verstärkt (Landkreis Kulmbach)
Die Bayernwerk Netz modernisiert und verstärkt ihre Strominfrastruktur im Bereich Rosengarten, Lanzendorf und Himmelkron im Landkreis Kulmbach. Ziel der Maßnahme ist die Verstärkung des 20-KV-Netzes, um neuen Anforderungen wie dem steigenden Bedarf an E-Ladensäulen am Autobahn- und Bundesstraßenknoten Himmelkron gerecht zu werden. Verlegt werden rund 1.000 Meter Mittelspannungskabel mit 400 mm² Querschnitt, rund 3.500 Meter Kabel mit 630 mm² Querschnitt sowie weitere 600 Meter Kabel mit 800 mm² Querschnitt. Darüber hinaus errichtet der Verteilnetzbetreiber eine smarte Ortsnetzstation am Rastpark Himmelkron. Die Maßnahmen erhöhen die Versorgungssicherheit, schaffen zusätzliche Netzkapazitäten und stärken die Leistungsfähigkeit des bestehenden 20-KV-Netzes für zukünftige Strombedarfe. Der Baustart erfolgte im März 2026, die Fertigstellung ist für Dezember 2026 vorgesehen. Das Budget für die Maßnahme liegt bei etwa 1,4 Millionen Euro.
Bayernwerk Netz setzt Netzmodernisierung im Raum Weidenberg fort (Landkreis Bayreuth)
Die Bayernwerk Netz treibt den Ausbau und die Modernisierung ihrer Strominfrastruktur im Raum Weidenberg, Döberschütz und Lessau im Landkreis Bayreuth weiter voran. Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Restverkabelung des bestehenden Mittelspannungsnetzes zwischen dem Markt Weidenberg und der Gemeinde Seybothenreuth. Hierfür werden rund sechs Kilometer Mittelspannungskabel mit einem Leiterquerschnitt von 400 mm² sowie rund ein Kilometer Niederspannungskabel verlegt. Darüber hinaus errichtet der Verteilnetzbetreiber fünf smarte Ortsnetzstationen: im Süden von Weidenberg, bei der Ziegelhütte, entlang der Landstraße in Richtung Seybothenreuth und in Lessau direkt. Die modernen Stationen schaffen mehr Transparenz im Netz, ermöglichen eine effizientere Steuerung der Stromflüsse und erhöhen die Versorgungssicherheit. Gleichzeitig werden zusätzliche Netzkapazitäten geschaffen, um den Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden. Start der mit etwa 2,3 Millionen Euro budgetierten Maßnahme war im April 2026, die Fertigstellung ist für Dezember 2026 geplant.
[3] Kundencenter Naila
Leistungsfähige Netzverbindung zwischen Naila und Berg (Landkreis Hof)
Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an das Stromnetz verstärkt die Bayernwerk Netz ihre Netzinfrastruktur zwischen Naila und Berg im Landkreis Hof. Die Maßnahme betrifft unter anderem auch die Ortsteile Rothleiten (Gemeinde Berg), Kohlbühl, Neuhaus, Wachholderbusch und Rodesgrün (Stadt Selbitz) sowie Linden (Stadt Naila). Herzstück der Maßnahme ist die Verlegung von rund 36 Kilometern Mittelspannungskabel. Dabei werden sowohl ein leistungsstarkes Doppelerdkabelsystem mit einem Leiterquerschnitt von 800 mm² als auch ein 20-KV-Einfachsystem mit 400 mm² umgesetzt. Zusätzlich werden entlang der Trasse Leerrohre mitverlegt, um künftige Netzerweiterungen und die Verlegung weiterer Infrastruktur effizient zu ermöglichen. Darüber hinaus entstehen entlang der Trasse sechs neue Trafostationen, die in Berg, Kohlbühl, zweimal in Neuhaus, in Wachholderbusch und in Rodesgrün errichtet werden. Die Baumaßnahme startete im Juli 2026 und soll bis Juni 2027 abgeschlossen sein. Die auf rund 10,8 Millionen Euro budgetierte Maßnahme zählt zu den bedeutendsten Netzausbauvorhaben der Bayernwerk Netz in Oberfranken.
Modernes Ortsnetz für Wüstbuch und Staibra (Landkreis Kronach)
Mit einer umfassenden Hausanschluss- und Ortsnetzverkabelung modernisiert die Bayernwerk Netz die Stromversorgung in Wüstbuch im Landkreis Kronach. Ziel der Maßnahme ist es, die Versorgungssicherheit zu stärken und die Infrastruktur auf die Anforderungen der Energiewende auszurichten. Hierfür werden zwei neue 20-KV-Kabelsysteme (Leiterquerschnitt von 400 mm²) mit Längen von rund 1.300 beziehungsweise 1.100 Metern einschließlich Leerrohren verlegt. Gleichzeitig ersetzt die Bayernwerk Netz drei bestehende Gittermaststationen durch moderne digitale Ortsnetzstationen. Ergänzend erfolgt die Verkabelung mehrerer Hausanschlüsse sowie weiterer Abschnitte des Ortsnetzes. Nach Abschluss der Arbeiten wird die bestehende Nieder- und Mittelspannungsfreileitung zurückgebaut. Der Baustart der mit 1,6 Millionen Euro budgetierten Maßnahme war im März 2026. Die Fertigstellung des Projekts ist für Mai 2028 vorgesehen.
Mehr Netzkapazität für Pressig, Eila und Größau (Landkreis Kronach)
Zur weiteren Stärkung der regionalen Stromversorgung baut die Bayernwerk Netz ihr Mittelspannungsnetz zwischen Pressig und den Ortsteilen Eila und Größau im Landkreis Kronach aus. Mit der Maßnahme schafft der Verteilnetzbetreiber zusätzliche Netzkapazitäten und erhöht gleichzeitig die Versorgungssicherheit in der Region. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Verkabelung des bestehenden Mittelspannungsnetzes zwischen Pressig, Eila und Grössau mit der Einschleifung einer Trafostation. Hierfür werden auf einer Trassenlänge von rund 3,3 Kilometern zwei neue Mittelspannungskabelsysteme mit einem Leiterquerschnitt von jeweils 400 mm² sowie zusätzliche Leerrohre verlegt. Nach der Inbetriebnahme der neuen Mittelspannungserdkabeltrasse wird die bestehende 20-KV-Doppelfreileitung auf einer Länge von rund 2,7 Kilometern zurückgebaut. Die Arbeiten begannen im August 2026 und sollen bis Mai 2027 abgeschlossen sein. Das Budget für das Vorhaben liegt bei etwa 1,5 Millionen Euro.
[4] Hochspannungsprojekte in Oberfranken
Um die wachsende Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen zuverlässig an die Verbraucher und gewerblichen Lastzentren zu verteilen, wird auch das überregionale 110-KV-Verteilnetz ausgebaut und modernisiert. Ziel der Maßnahmen bei Umspannwerken und Hochspannungsleitungen ist die Erhöhung der Netzkapazitäten, um mehr Strom aufnehmen und verteilen zu können. Die folgenden vier Projekte prägen aktuell den Hochspannungsausbau in Oberfranken.
Zwischen den Umspannwerken Bamberg Nord und Bamberg Süd modernisiert die Bayernwerk Netz auf einer Länge von rund 3,5 Kilometern eine bestehende Hochspannungsverbindung. Im Zuge der Maßnahme werden bestehende Maste verstärkt oder erneuert sowie leistungsfähigere Leiterseile installiert. Dadurch kann die Leitung künftig stärker ausgelastet werden und mehr Strom transportieren. Die Fertigstellung der Maßnahme ist für Herbst 2026 geplant.
Im nördlichen Landkreis Kronach steht der Ersatzneubau des Umspannwerks Windheim kurz vor dem Abschluss. Das bestehende Umspannwerk wird durch einen leistungsstarken Neubau ersetzt. Die Transformatorenleistung steigt dabei von bisher 63 auf künftig 150 Megavoltampere. Zusätzlich ist für 2027 die Verlegung einer neuen Hochspannungs-Kabelanbindung zum Werk der Firma Wiegand-Glas vorgesehen. Das Projekt stärkt die Versorgungssicherheit im nördlichen Landkreis Kronach nachhaltig. Die Erneuerung des Umspannwerks Windheim sowie die dazugehörige Netzbaumaßnahme sind Teil des EU-geförderten Infrastrukturprojektes Gabreta Smart Grids zur Verknüpfung des bayerischen und tschechischen Verteilnetzes. Als so genanntes Vorhaben von gemeinsamen Interesse (Project of Common Interest) wird das Umspannwerk zu 50 Prozent von der Europäischen Union gefördert.
Ein weiteres Vorhaben ist der Neubau des Umspannwerks Ebensfeld Süd im Landkreis Lichtenfels. Da die bestehende Anlage ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hat und nicht erweitert werden kann, entsteht südlich von Ebensfeld ein zusätzliches Umspannwerk. Durch den Neubau verdreifachen sich die Umspannkapazitäten am Standort. Der neue Standort liegt direkt unter einer bestehenden Hochspannungsleitung, weshalb kein zusätzlicher Leitungsbau erforderlich ist. Der Baustart ist für 2027 geplant, die Inbetriebnahme bis Mai 2029.
Mit dem Projekt Kastenweiher–Eltmann realisiert die Bayernwerk Netz eines der größten Hochspannungsprojekte in der Region. Auf einer Gesamtlänge von rund 55 Kilometern wird die bestehende Freileitung modernisiert und erweitert. Zwischen Burgstall und Lisberg entsteht ein zusätzlicher Stromkreis zur Erhöhung der Versorgungssicherheit. Zwischen Lisberg und Eltmann wird die Leitung standortgleich erneuert, um künftig mehr Strom aus erneuerbaren Energien aufnehmen und transportieren zu können. Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Inbetriebnahme im Folgejahr.
Sicherheit, Stabilität und Resilienz
Die Versorgungssicherheit im Netzgebiet der Bayernwerk Netz liegt bei über 99 Prozent. Für die restlichen 0-Komma-Prozent, denen klimatische und sicherheitsrelevante Risiken zugrunde liegen, gibt es keinen umfassenden Schutz, beziehungsweise kann es keinen umfassenden Schutz geben. Die Bayernwerk Netz beobachtet die Sicherheitslage genau und nimmt Entwicklungen zum Anlass, ihre Aktivitäten bei Bedarf anzupassen – stets vor dem Hintergrund, im Krisenfall schnell und effektiv reagieren zu können. Mit Bundeswehr, Heimat- und Zivilschutz, THW und Freiwilligen Feuerwehren steht der Verteilnetzbetreiber im engen Austausch und führt gemeinsame Übungen durch.
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Kurzprofil Bayernwerk Netz GmbH
Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Bayernwerk für eine sichere und zuverlässige Energieversorgung im Freistaat. Die Bayernwerk Netz GmbH nimmt dabei als Netzbetreiber eine Schlüsselrolle ein. Damit jetzt und in Zukunft immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, braucht es ein modernes, intelligentes Stromnetz. Deshalb setzt das Unternehmen auf Digitalisierung und Innovation, unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und arbeitet systematisch am Ausbau der Energienetze. Die Bayernwerk Netz GmbH versorgt insgesamt rund sieben Millionen Menschen mit Energie. Sie ist in den bayerischen Regionen Unter- und Oberfranken, Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern aktiv und damit der größte regionale Verteilnetzbetreiber in Bayern: Das Stromnetz umfasst 156.000 Kilometer, sein Gasnetz 6.000 Kilometer und das Straßenbeleuchtungsnetz 34.600 Kilometer. Bilanziell verteilt das Unternehmen in den Energienetzen zu 96 Prozent elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Dafür sorgen mehr als 1 Million dezentrale Erzeugungsanlagen, die auf das Netz des Bayernwerks wirken und Ökostrom einspeisen. In Nord- und Ostbayern versorgt das Unternehmen Kunden auch über sein Erdgasnetz. Die Bayernwerk Netz GmbH ist an mehr als 20 Standorten im Land präsent.
Sitz der Bayernwerk Netz GmbH ist Regensburg. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Bayernwerk AG.