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Presseinformation: Verlauf der Sonnenfinsternis im Verteilnetz des Bayernwerks

Pressemitteilung   •   Mär 20, 2015 13:36 CET

250.000 Photovoltaik-Anlagen und sonniges Wetter machten die Sonnenfinsternis für den Verteilnetzbetreiber Bayernwerk zu einer besonderen Herausforderung. Die im Netzgebiet des Bayernwerks installierten PV-Anlagen haben in Summe eine maximale Leistung von 5.500 Megawatt. Diese theoretische Anlagenleistung wird aber in der frühen Jahreszeit noch nicht erreicht.

Von heute 06:45 Uhr an nahm durch die ansteigende Sonne die Einspeiseleistung der im Bayernwerk-Netz installierten Photovoltaik-Anlagen kontinuierlich zu, bis sie um 09:30 Uhr einen Wert von rund 2.900 Megawatt erreichte. Von diesem Zeitpunkt an trat der Mondschatten in das Netzgebiet ein, wodurch die Erzeugungsleistung der PV-Anlagen bis 10:40 Uhr um über 2.100 Megawatt abfiel. Ab dann nahm die PV-Leistung wieder rasant zu. Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit und der dann immer intensiveren Sonneneinstrahlung stieg die PV-Leistung im Bayernwerk-Netz bis 12:15 Uhr um 3.300 Megawatt auf dann rd. 4.100 Megawatt an. Der Leistungsanstieg pro Minute betrug damit ein Mehrfaches des sonst üblichen Anstieges und stellte besondere Herausforderungen an die Kraftwerkssteuerung durch die Übertragungsnetzbetreiber. Der Leistungsanstieg zwischen der Talsohle um 10:40 Uhr bis 12:15 Uhr entsprach somit der Leistung von drei bis vier Großkraftwerken.

Trotz dieser enormen Schwankungen in der Einspeiseleistung mussten die Netzleitstellen des Bayernwerks in Neunburg v. Wald und in Dachau keine eigenen Regelmechanismen in Kraft setzen. Zu Versorgungsunterbrechungen kam es nicht. Die Schwankungen der Solareinspeisung im Bayernwerk-Netz konnten in enger Abstimmung durch Steuerungsmaßnahmen des Übertragungsnetzbetreibers ausgeglichen werden. Das Bayernwerk-Netzgebiet liegt in der Regelzone des Übertragungsnetzbetreibers TenneT. TenneT ist für die sogenannte Systemstabilität, also für das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch verantwortlich.

„Wir waren sehr gut vorbereitet, sind aber doch erleichtert, dass alles reibungslos verlaufen ist. Die Sonnenfinsternis hat verdeutlicht, wie stark sich unser Energiesystem in den letzten Jahren verändert hat und welche entscheidende Rolle die Stromnetze in diesem System heute haben. Dass wir diese technische Herausforderung so gut bewältigen konnten, ist auch ein Zeichen für die hohe Qualität unseres regionalen Verteilnetzes“, erklärte Dr. Egon Westphal, technischer Vorstand des Bayernwerks.

Das Netzgebiet des Bayernwerks erstreckt sich über Unter- und Oberfranken, die Oberpfalz, Niederbayern und Oberbayern.

Über Bayernwerk AG:

Die Bayernwerk AG ist der größte regionale Netzbetreiber in Bayern. Mit einem Stromnetz von rund 152.000 Kilometern Länge und einem über 5.500 Kilometer langen Erdgasnetz sichert das Unternehmen die Energieversorgung in weiten Teilen des Freistaats. Zudem betreibt das Bayernwerk ein Straßenbeleuchtungsnetz mit einer Länge von 34.500 Kilometern. Das Netzgebiet des Bayernwerks erstreckt sich über Unter- und Oberfranken, die Oberpfalz sowie Nieder- und Oberbayern. In seinem Netz transportiert das Unternehmen mehr als 50 Prozent regenerative Energie. Zu den Kernaufgaben des Bayernwerks zählen neben einer sicheren Versorgung insbesondere der Ausbau und die technologische Entwicklung der Netzinfrastruktur. Zudem bietet das Bayernwerk seinen Kunden unterschiedliche Energiedienstleistungen. Das Tochterunternehmen Bayernwerk Natur kümmert sich um den Bau und den Betrieb dezentraler und regenerativer Kleinkraftwerke. Das Bayernwerk gestaltet die Energiezukunft in Bayern maßgeblich mit und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Sitz des Unternehmens ist Regensburg. Das Bayernwerk ist eine 100-prozentige E.ON-Tochter.